Notfallpass fürs iPhone und Android-Smartphone – Sicherheit geht vor!

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So richtet ihr einen Notfallpass bei eurem iPhone und Android-Smartphone ein.
So richtet ihr einen Notfallpass bei eurem iPhone und Android-Smartphone ein.(© 2020 Getty Images)

Bei einem Unfall sind Notfallinformationen über die Beteiligten für Retter Gold wert. Ein Notfallpass auf dem Handy – den gibt es für Android und iOS – kann also wirklich Leben retten. Wir zeigen euch, wie ihr ihn einrichtet und was ihr beachten müsst.

Handys sind unsere Helfer in der Not, doch das gilt nicht nur dann, wenn wir den Zug verpasst haben, den Weg nicht finden oder kein Bargeld dabei haben. Auch in lebensbedrohlichen Notfällen sind Handys nützlich. Auf Android-Smartphones und auch auf dem iPhone könnt ihr einen sogenannten Notfallpass einrichten.

Dort hinterlegt ihr wichtige Informationen für Retter, wenn ihr Opfer eines Unfalls seid, zum Beispiel über Allergien, Blutgruppe, Erkrankungen oder Notfallkontakte. Diese Informationen können direkt vom Sperrbildschirm eures Handys abgerufen werden, ohne dass das Smartphone explizit entsperrt sein muss.

Notfallpass anlegen auf dem iPhone

Seit iOS 8 (veröffentlicht 2014) ist die Health-App ein fester Bestandteil auf jedem Apple iPhone. Sie enthält auch den Notfallpass. Ihr findet ihn in der Übersicht durch Antippen des Benutzer-Icons oben rechts. Danach geht es weiter auf "Medizinische Daten" und "Notfallpass". Tipp unter "Notfallpass konfigurieren" auf "Los geht's".

Wichtig ist, dass ihr die Option "Im Sperrzustand zeigen" ausgewählt habt. Nur so lassen sich die Informationen ansehen, ohne euer iPhone entsperren zu müssen. Wenn man vom schlimmsten Fall ausgeht, seid ihr bei einem Unfall nicht mehr ansprechbar und könnt das iPhone nicht mehr selbst entsperren. Nützlich ist es, ein Foto zu hinterlegen. Denn das Problem mit dem Notfallpass kann sein, dass vielleicht nicht zweifelsfrei feststeht, ob es euer iPhone ist. Sieht der Retter euer Bild, weiß er, dass die Daten zu euch gehören. Neben dem Geburtsdatum und eurem Namen könnt ihr folgende Daten hinterlegen:

  • Erkrankungen & Befunde
  • Medizinische Aufzeichnungen
  • Allergien & Unverträglichkeiten
  • Medikation
  • Blutgruppe
  • Organspender
  • Gewicht & Größe
  • Notfallkontakt

Notfallpass anzeigen auf dem iPhone

Retter können die Notfalldaten direkt über den Sperrbildschirm abrufen. Dazu einfach erst auf "Notfall" tippen und danach auf "Notfallpass".

Notfallpass anlegen unter Android

Seit Android 7 könnt ihr Notfallinformationen auch auf Android-Handys hinterlegen. Dabei ist es egal, ob ihr ein Google Pixel nutzt oder auf Samsung, Huawei oder einen anderen Anbieter von Android-Handys setzt. Die Wege variieren leicht, je nach Android-Version und Hersteller. Am einfachsten gelangt man über den Sperrbildschirm und "Notfall" an die "Notfallinformationen".

Dazu einfach das gleichnamige Feld zwei Mal antippen. Klappt das nicht, am besten "Einstellung" sowie "Nutzer und Konten" prüfen. Dort sollte auch der Punkt "Notfallinformationen" hinterlegt sein. In Android 10 führt der Weg über "Einstellungen" und "Über das Telefon". Neben persönlichen Daten könnt ihr folgende Informationen hinterlegen:

  • Blutgruppe
  • Allergien
  • Medikamente
  • Organspender
  • Medizinische Informationen
  • Notfallkontakt

Notfallpass anzeigen unter Android

Für Retter ist es wahrscheinlicher, dass sie an eine Person mit Android-Smartphone kommen, denn das Google-Betriebssystem ist wesentlich weiter verbreitet. Die Notfallinformationen präsentiert Android über den Sperrbildschirm durch einen Tipp auf "Notfall" und zweimaliges Tippen auf "Notfallinformationen".

Gesundheitsdaten schützen

Ein Notfallpass auf dem Handy kann praktisch sein, ihr solltet euch aber auch darüber im Klaren sein, dass jeder die Daten schnell einsehen kann, der euer Handy in die Finger kriegt. Überlegt deshalb lieber noch einmal gründlich, welche Daten ihr preisgeben wollt.

Was ihr auch machen könnt: Nur einen Notfallkontakt hinterlegen und dieser Person die gesundheitlich relevanten Infos anvertrauen. Dann sind die Informationen zwar nicht sofort verfügbar, aber besser geschützt. Ohnehin hört man vom medizinischen Fachpersonal, dass die Notfallpässe noch längst nicht immer automatisch abgerufen werden.


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