Smartphone als Überwachungskamera nutzen: So sorgt ihr für mehr Sicherheit

Die Kamera eures Smartphones (hier: Sony Xperia 10 Plus) könnt ihr zu einem allsehenden Auge konfigurieren
Die Kamera eures Smartphones (hier: Sony Xperia 10 Plus) könnt ihr zu einem allsehenden Auge konfigurieren(© 2019 CURVED)

Wenn ihr in eurem Zuhause alles im Blick behalten möchtet, nutzt doch euer altes Smartphone als Überwachungskamera. Was ihr dafür benötigt und welche Features euch zur Verfügung stehen, erklären wir euch in diesem Ratgeber. Lösungen gibt es sowohl für euer iPhone im App Store als auch für Android im Google Play Store.

Vom alten Handy zur Überwachungskamera

Es gibt viele Gründe, warum immer mehr Menschen ihre eigenen vier Wände observieren: Sie können zum Schutz vor Einbrüchen beitragen oder als Haustier-Cam dienen. Ein Smartphone als Überwachungskamera kann aber einfach auch eine preiswerte Babycam sein.

Preiswert deshalb, da ihr die nötige Technik bereits im Haus habt: Ein altes Smartphone oder Tablet ist für euer Vorhaben, euer Zuhause zu überwachen nahezu prädestiniert; da es sonst wohl nur in einer Schublade verstauben würde. Für euer Spionage-Werkzeug benötigt ihr zudem WLAN, ein zweites Smartphone (euer aktuelles Gerät) und eine passende Überwachungs-App.

Die passende App finden

Sowohl für iOS als auch Android stehen euch diverse Apps zur Verfügung, mit denen ihr euer Smartphone zur Überwachungskamera umfunktionieren könnt. Diese erfüllen jeweils unterschiedliche Anforderungen – wobei zu den klassischen Features der Apps unter anderem ein Bewegungsmelder zählt. Euer Handy benachrichtigt euch mitunter auch automatisch, sobald etwas passiert. Sogar über das mobile Internet.

Bei der kostenlosen App "Alfred" (für Android und iOS, mit In-App-Käufen) stellt ihr zwischen den Geräten eine direkte Verbindung her – ohne Server. Zudem gibt es die "WardenCam" (Android und iOS) oder die "Camio App" (Android und iOS), bei der ihr die Überwachungskamera auch als Lautsprecher nutzen könnt. So könnt ihr zum Beispiel Haustiere oder Kinder direkt ansprechen. Unentdeckt bleibt ihr mit "Motion Detector Pro". Die Android-App deaktiviert sich automatisch, sobald das Handy bewegt wird. Exklusiv für iOS gibt es zudem die Apps "iVigilo Smartcam" und "Manything home security". Mitunter könnt ihr (Video-)Aufnahmen auch in einer Cloud speichern.

Smartphone-Überwachungskamera einrichten

Wie ihr eure Smartphone als Überwachungskamera einrichtet, hängt letztendlich von der Handy-App ab, für die ihr euch entscheidet. Wobei das Prozedere in aller Regel relativ ähnlich ist:

  • Ihr installiert die App auf beiden Smartphones
  • Öffnet diese und wählt aus, ob ihr das jeweilige Gerät als "Kamera" oder "Monitor" nutzen möchtet
  • Tippt auf "Über Google anmelden" (Wichtig: Beide Smartphones müssen mit demselben Konto angemeldet sein)

In den Einstellungen könnt ihr weitere Features festlegen. Darunter unter anderem, ob ihr Push-Benachrichtigungen aktivieren möchtet und in welcher Cloud die Aufnahmen gespeichert werden sollen. Ihr könnt mitunter auch einstellen, wie sensibel der Bewegungsmelder ist und wie hoch die Qualität der Überwachung sein soll. Letzteres entscheidet auch darüber, wie viel monatliches Datenvolumen ein Abruf von Live-Bildern verbraucht.

Zusammenfassung:

  • Mit einem Smartphone als Überwachungskamera behaltet ihr Kinder, Haustiere (und im schlimmsten Fall Einbrecher) im Blick
  • Ihr benötigt ein Smartphone als Monitor und ein (eigentlich ausgedientes) Handy als Kamera sowie eine passende App
  • Die meisten Anwendungen verfügen über einen Bewegungsmelder, einige benachrichtigen euch per Push-Mitteilung und speichern die Aufnahmen in einer Cloud
  • In den Einstellungen nehmt ihr die Feinjustierung (unter anderem Bildqualität) vor, wobei einige Features kostenpflichtig sind

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