Wie funktioniert flüssiger Displayschutz für Handys?

Flüssiger Displayschutz soll Displayschäden verhindern
Flüssiger Displayschutz soll Displayschäden verhindern(© 2015 Flickr/Christopher Phin)

Flüssiger Displayschutz für Handys verspricht viel. Er soll durch Nanopartikel vor Displayschäden schützen und leicht aufzutragen sein. Außerdem könnt ihr das "flüssige Glas" für jedes Smartphone anwenden – und im Grunde genommen auch für Tablets. Allerdings solltet ihr euch ganz genau überlegen, ob flüssiger Displayschutz das Richtige für euch ist. Denn einmal aufgetragen, lässt sich die Schutzschicht kaum noch entfernen.

Schutz durch Nanotechnologie

Flüssiger Displayschutz für Handys versiegelt das Smartphone-Display mithilfe von Partikeln im Nanometerbereich. Diese legen sich – als Flüssigkeit aufgetragen – auf das Display und sollen es nach ausreichender Einwirkzeit vor Beschädigungen schützen. Die Partikel bedecken feinste Unebenheiten auf der Displayoberfläche und sollen den Bildschirm somit widerstandsfähiger machen.

Die Schutzwirkung hält sich jedoch in Grenzen. Die glattere Oberfläche lässt zwar Flüssigkeiten leicht abperlen, so wie man es aus der Natur vom Lotusblüteneffekt kennt. Auch Schmutz haftet schlechter. Gegen massive mechanische Einflüsse kann flüssiger Displayschutz indes wenig ausrichten, Bildschirme können trotzdem verkratzen oder splittern. Wenn ihr euer Smartphone-Display vor solchen Schäden schützen wollt, solltet ihr besser auf Panzerglas als Zubehör vertrauen.

Flüssigen Displayschutz auftragen

Wenn ihr flüssigen Displayschutz kauft, erhaltet ihr meist eine kleine Flasche, Kartusche oder Ampulle, die das "flüssige Glas" enthält. In der Regel legen Anbieter auch verschiedene Tücher bei. Dazu gehören im besten Fall ein alkoholhaltiges Reinigungstuch, ein Trockentuch und ein Mikrofasertuch.

Wichtig ist zunächst die gründliche Reinigung eures Smartphone-Displays. Wischt deshalb zuerst mit dem feuchten Alkoholtuch das Display eures Handys sauber. Habt ihr die Oberfläche abgewischt, lasst ihr sie trocknen. Erst danach geht ihr mit einem möglichst fusselfreien Mikrofasertuch über den Bildschirm, um mögliche Alkohol-Rückstände zu beseitigen.

Nun könnt ihr den flüssigen Displayschutz auftragen. Tropft oder gießt die Flüssigkeit vorsichtig und gleichmäßig auf den Bildschirm. Üblicherweise solltet ihr das komplette Behältnis entleeren, lest hierzu im Zweifelsfall in der Anleitung nach. Verteilt das flüssige Material anschließend mit dem Trockentuch überall auf dem Display und reibt es bis in die Ecken. Letztlich lasst ihr den Displayschutz für die vom Hersteller beschriebene Zeit einwirken. Erst danach poliert ihr die Oberfläche, bis diese schön glänzt.

Displayschutz entfernen

Ihr wollt den flüssigen Displayschutz wieder entfernen? Dann steht ihr vor einem Problem. Denn flüssiger Displayschutz verbindet sich wie eingangs erklärt fest mit dem Bildschirm und versiegelt ihn. Die meisten Hersteller versprechen, dass der Schutz durch flüssiges Glas für mindestens ein Jahr hält. Im Laufe dieser Zeit nutzt sich die Schutzschicht durch Reibung auf der Oberfläche ab. Durch Polieren könnt ihr diesen Zeitraum bestenfalls verkürzen.

Zusammenfassung:

  • Mit einem flüssigen Displayschutz könnt ihr einen Smartphone-Bildschirm etwas widerstandsfähiger machen
  • Vor Bruchschäden schützen die Nanopartikel allerdings nicht
  • Beim Auftragen ist es wichtig, das die Oberfläche möglichst sauber ist
  • Das Entfernen ist nicht mit einfachen Mitteln möglich

Weitere Artikel zum Thema
Brin­gen uns Smart­pho­nes 2020 Fotos in extrem hoher Auflö­sung?
Francis Lido
Das Huawei P30 Pro zählt aktuell zu den besten Foto-Smartphones
Gibt es bald Smartphones, die Kameras mit über 100 MP mitbringen? Es sieht ganz danach aus.
Handy mit zwei SIM-Karten: Wer braucht das eigent­lich?
Andreas Marx
Dual-SIM oder nicht? Hier erfährst du, für wen sich die zweite Karte lohnt.
Ein Handy mit zwei SIM-Karten ist praktisch, doch wisst ihr auch warum? Und welche Smartphones haben überhaupt zwei Steckplätze für SIM-Karten?
Samsung Galaxy: Mit Android Q kommt auch One UI 2.0
Viktoria Vokrri
Mit Android Q kommt auch One UI 2.0 auf Samsungs Galaxy Smartphones.
Mit dem Android Q Update soll Samsung seine Smartphones mit One UI 2.0 ausstatten – das Galaxy S11 bekommt sogar One UI 2.1.