Amazon erhöht Mindestbestellwert kostenloser Sendungen

Vom 12. August 2014 an gelten im Hause Amazon neue Lieferbedingungen: Betroffen ist die kostenlose Lieferung, die bei vielen Produkten ab einem Bestellwert von 20 Euro angeboten wurde – von nun an stellen 29 Euro die magische Grenze dar, wie das Unternehmen in den genauen Lieferbedingungen auf seiner Homepage deutlich macht.

Bücher, Hörbücher, Kalender und Geräte der Amazon-eigenen E-Reader-Marke Kindle sind weiterhin von Versandkosten ausgeschlossen. Die Erhöhung des Mindestbestellwertes bezieht sich also nur auf die Artikel, die vorher erst ab 20 Euro Bestellwert und direkt von Amazon kostenlos zu Euch nach Hause gebracht wurden.

Amazon dürfte mit diesem Schritt nicht nur einiges an Versandkosten einsparen, sondern vor allem auch einen neuen Hebel gefunden haben, um sein Premium-Angebot Amazon Prime zu bewerben. Mitglieder brauchen sich um die Erhöhung des Mindestbestellwertes für kostenlose Lieferungen nämlich nicht zu kümmern: Sie zahlen bei Lieferungen, die direkt von Amazon versendet werden, ohnehin keine Versandkosten.

Macht die Änderung Amazon Prime attraktiver?

Im Frühjahr 2014 hatte Amazon die Gebühren für sein Prime-Angebot auf 49 Euro im Jahr erhöht. Gleichzeitig wurde der Dienst allerdings auch um den eigenen Streaming-Dienst Prime instant Video erweitert, über den es Prime-Mitgliedern möglich ist, Filme und Serien zu empfangen und anzuschauen. E-Books für den Kindle E-Reader dürfen Amazon-Prime-Kunden ebenfalls kostenlos ausleihen.

Ob der nun erhöhte Mindestbestellwert für kostenlose Lieferungen ein guter Grund ist, eine Mitgliedschaft für Amazon Prime abzuschließen, muss jeder selbst entscheiden. In jedem Fall könnte die Änderung dazu beitragen, dass mehr Dinge auf einmal statt in einzelnen Lieferungen bestellt werden – und so könnte am Ende sogar die Umwelt etwas davon haben.


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