Anti-Hangover-App Flashgap: Nie wieder peinliche Partypics posten

Vor allem bei Party-Nächten gilt: Am nächsten Morgen sieht alles anders aus. Was in der Nacht zuvor noch irre witzig war, ist bei Tageslicht betrachtet albern bis unangenehm. Das gilt meistens auch für – vermeintlich – lustige Party-Bilder und -Videos. Nüchtern wünscht man sich dann oft, dass das peinliche Material erst gar nicht online gegangen wäre.

Was für einen selbst gilt, stimmt erst recht für die Jungs und Mädels, mit denen man feiert. Was nützt es, wenn man trotz aller guten Laune penibel darauf achtet, keine enthemmten Pics und Clips zu posten, wenn einer der Party-Brüder und - Schwestern jedoch nicht so aufmerksam war und wild jedes noch so kleine Detail der Zecherei ins Netz stellt?

Im Social-Media-Zeitalter ist also einer Verabredung der gesamten Feier-Gesellschaft vonnöten, gemeinsam Disziplin in Sachen Pisten-Pics zu halten. Das will nun die App Flashgap organisieren.

Ideengeber für die App war der Film Hangover

Die Grundidee: Zusammen mit Freunden wird in der App ein gemeinsames Album angelegt. Dort sammeln dann alle zusammen die Bilder der Nacht. Allerdings kann keiner auf die Fotos zugreifen. Genaugenommen verschwinden die Bilder und Video erst einmal direkt, nachdem sie geschossen wurden. Erst am kommenden Tag um Punkt zwölf Uhr sind sie wieder da. Dann allerdings können alle Mitglieder der Party-Crew Bilder löschen oder eben auch mit anderen teilen.

Im Interview mit dem US-Tech-Portal Techcrunch erzählten die französischen Gründer, dass ihnen die Idee zu der App durch den Film Hangover gekommen wären. Auch wenn sie feiern gegangenen wären, hätten sie immer wieder nach einer Möglichkeit gesucht, die Geschehnisse der vergangenen Nacht zu rekapitulieren.

Nachteil: Die Bedienung ist noch so kompliziert, das man am besten nüchtern sein muss

Die Idee, alle wilden Party-Brüder vor den allzu offenen Posting-Fallen des Web 2.0 zu schützen, ist nicht neu. Für viele Schlagzeilen sorgte vor Jahren bereits ein Firefox-Addon, das verhindern wollte, dass man betrunken postet. Bei Social Media Sobriety müssen die Nutzer erst einmal mit bestimmten Reaktions- und Geschicklichkeitstests ihre Nüchternheit beweisen. Dann erst erlaubt die Browser-Erweiterung, die Nutzung von Facebook & Co.

Die Macher von Flashgap haben allerdings eher ungewollt eine weitere Sicherung eingebaut: Die Bedienung der App ist alles andere als Intuitiv. Das heißt: Zur unfallfreien Benutzung müsst Ihr besser nüchtern sein.


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