Biografie: Steve Jobs war gegen TV – und für Yahoo

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Neue Enthüllungen aus der Biografie des Apple-Gründers: Becoming Steve Jobs
Neue Enthüllungen aus der Biografie des Apple-Gründers: Becoming Steve Jobs(© 2015 Random House LLC)

Erste Welle der Enthüllungen aus der neuen Steve Jobs-Biografie: Der Apple-Gründer soll in den 90ern TV-Plänen noch skeptisch gegenübergestanden haben, berichten Brent Schlender und Rick Tetzeli in "Becoming Steve Jobs". Mehr noch: Eine Übernahme von Yahoo soll Jobs erwogen haben, und Tim Cook machte dem todkranken Apple-Gründer ein rührendes Angebot.

In zehn Tagen  bekommen Apple-Fans die wohl intimsten Einblicke in die Lebensgeschichte von Steve Jobs seit der Veröffentlichung der gleichnamigen Biografie von Walter Isaacson. Jobs-Kenner Brent Schlender wartet in seinem knapp 464 Seiten starken Werk "Becoming Steve Jobs" angeblich mit Storys auf, die noch in Jahrzehnten erzählt werden, findet etwa John Gruber.

Drei davon hat das Wirtschaftsmagazin Fast Company nun in Vorab-Enthüllungen vorweggenommen. Die erste ist schlagzeilenträchtig, wenn auch etwas irreführend: "Ich mag Fernsehen nicht. Apple wird nie einen entwickeln", soll Steve Jobs kurz nach seiner Rückkehr zu Apple 1997 Jony Ive anvertraut haben.

Jobs veränderte Sichtweise zu einem möglichen Fernseher wurde vor dreieinhalb Jahren in der Biografie von Walter Isaacson bekannt. Da wird der Apple-Gründer bekanntlich gegen Ende seines Lebens mit den geschichtsträchtigen Worten zitiert: "Ich will einen integrierten Fernseher herstellen, der extrem einfach zu bedienen ist. (...) Ich habe es endlich herausgefunden."


Eine andere Sache versuchte Jobs in Gesprächen mit dem  langjährigen Weggefährten Bob Iger herauszufinden – mögliche Akquisitionsobjekte. Der seit 2005 amtierende Disney-CEO war jahrelang ein enger Vertrauter von Steve Jobs, mit dem der Apple-CEO u.a. diskutierte, wie er die immer größeren Barreserven einsetzen könnte.  "Wir haben uns über eine Übernahme von Yahoo unterhalten", erklärt Bob Iger in "Becoming Steve Jobs".

Tim Cook wollte Steve Jobs Teil seiner Leber anbieten

Und dann ist da noch die rührendste Geschichte der Vorab-Enthüllungen aus der 464-Seiten-Biografie, die von Jobs und seinem Protegé Tim Cook handelt. Als Jobs 2009 eine sechsmonatige Auszeit einlegte, rang der an Krebs erkrankte Apple-Gründer bereits mit dem Tod. Jobs benötigte dringend eine neue Leber, konnte aber wegen seiner seltenen  Blutgruppe nicht das passende Organ finden.

"Eines Nachmittags verließ Tim Cook aufgewühlt sein Haus, um sein eigenes Blut testen zu lassen", berichten Schlender / Tetzeli. "Er fand heraus, dass er wie Steve eine seltene Blutgruppe hatte und vermutete, dass es vielleicht die gleiche sei". Cook beabsichtigte tatsächlich, einen Teil seiner Leber an Jobs zu spenden, die als regeneratives Organ nachwächst.

Obwohl Jobs zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Tode rang und ihm die Zeit weglief – er sollte wenig später doch noch eine Leber der richtigen Blutgruppe von einem zwanzigjährigen Verstorbenen  bekommen –, wollte er von Cooks Altruismus nichts wissen. “Nein, das lasse ich nicht zu”, brüllte Jobs Cook an. "Das mache ich nicht." Es war eines der wenigen Male in 13 Jahren, dass Jobs  Cook rüde anherrschte.  "Becoming Steve Jobs" erscheint am 24. März und kann bereits via iBooks oder Amazon vorbestellt werden.


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