DingTalk: Alibaba entwickelt Mobile Messaging-App

Mit DingTalk wagt Alibaba seinen zweiten Versuch im App-Geschäft. Mit einer Alternative zu WeChat hatte das Unternehmen keinen Erfolg.
Mit DingTalk wagt Alibaba seinen zweiten Versuch im App-Geschäft. Mit einer Alternative zu WeChat hatte das Unternehmen keinen Erfolg. (© 2014 Alibaba)

Der E-Commerce-Riese aus China will ein Social Network für Unternehmen aufbauen. Die dazugehörige App befindet sich derzeit in der Testphase. 

Kommunikationsdienst für Kleinunternehmer

Social Networking für den Berufsalltag will die Alibaba Group Holding mit einem neuen Produkt etablieren. DingTalk heißt die App des chinesischen E-Commerce-Konzerns, die sich aktuell in der Testphase befindet.

Zu den Funktionen des Kommunikationsdienstes zählen Konferenz-Calls und Gruppen-Chats, die Anwendung soll sich in erster Linie an kleine und mittelständische Unternehmen richten. Seit Dezember testet Alibaba die Betaversion von DingTalk.

Alibabas Alternative zur Messaging-App WeChat

Ein Einstieg des Online-Händlers in das App-Geschäft scheint zunächst zwar ungewöhnlich, ist jedoch nicht der erste Versuch von Alibaba: Mit der Mobile Messaging-App Laiwang wollte der Konzern bereits zuvor eine Alternative zu WeChat in China etablieren, scheiterte damit jedoch. Dass mit DingTalk jetzt vorwiegend Kleinunternehmer angesprochen werden, könnte sich zum Erfolgsrezept entwickeln. Denn mit dieser Kundengruppe hat Alibaba bereits in anderen Geschäftsbereichen zu tun. Seit 2009 betreibt der Handelsriese das Cloud Computing-Angebot Aliyun, das mittlerweile von 1,4 Millionen Partnern genutzt wird.

Social Networking-Tools für den beruflichen Gebrauch sind derzeit ohnehin im Trend: Facebook stellte vergangene Woche seine Business-App "Facebook at Work" vor, auf der eigens dafür geschaffenen Plattform sollen sich Mitarbeiter mit ihren Kollegen austauschen und an Projekten arbeiten.


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