Facebook: Kein Interesse an anonymen Logins

Bei der Facebook-Konferenz vor einem Jahr stellte CEO Mark Zuckerberg das anonyme Einloggen vor.
Bei der Facebook-Konferenz vor einem Jahr stellte CEO Mark Zuckerberg das anonyme Einloggen vor. (© 2014 f8 Developer Conference)

Das Social Network kündigte vor einem Jahr die Option an, beim Facebook-Login in externen Apps keine Daten weiterzugeben. Die Funktion befindet sich jedoch noch immer in der Betaphase, weil Entwickler sie nicht einbauen wollen.

Keine Nutzerdaten für Drittanbieter

Das anonyme Einloggen war eine der großen Ankündigungen von CEO Mark Zuckerberg bei der Facebook-Konferenz f8 im Jahr 2014. Damit wollte das Social Media-Portal seinen Nutzern die Anmeldung bei Apps von Drittanbietern ermöglichen, ohne dabei ihre privaten Daten weiterzugeben. Was aus Nutzersicht nach einer sinnvollen Erweiterung aussieht, hat bei den Entwicklern allerdings keine Begeisterung ausgelöst.

Die Funktion befindet sich ein Jahr später noch in der Beta-Phase, weil kaum ein App-Anbieter versucht, sie zu integrieren, gesteht Facebook jetzt. Der Grund dafür ist klar: Die externen Dienste erhalten mit dem anonymen Login keine Informationen mehr über den Nutzer. Das Social Network hingegen kann weiterhin verfolgen, für welche Services sich User mit ihren Facebook-Profilen anbieten. Für Entwickler gibt es deshalb keinen Ansporn, die Login-Option einzubauen. Weniger als ein Dutzend Apps greift derzeit auf die anonyme Verbindung zu.

Facebook gibt nicht auf

Die Plattform ist zwar bekannt dafür, Features, die nicht gut ankommen, schnell wieder einzustellen. Beim anonymen Login will das börsennotierte Unternehmen aber noch abwarten. Facebook plant, die Funktion noch weiterentwickeln und dann noch einmal zu versuchen, das sichere Einloggen zu verbreiten. Bei der kommenden f8 Ende März in San Francisco soll es dazu jedoch keine Neuigkeiten geben.


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