Facebook Messenger lässt Euch bald Pizza, Taxis und Kinokarten bestellen

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Der Facebook Messenger
Der Facebook Messenger(© 2015 Facebook, CURVED Montage)

Adieu, Hotline: Facebook öffnet seinen Messenger für Unternehmen. Diese können sogenannte Chatbots programmieren, die einen Anruf überflüssig machen sollen.

Da musste selbst der sonst recht reservierte Mark Zuckerberg herzhaft lachen: Wer künftig in den USA Blumen bei 1-800-Flowers bestellt, muss nie wieder die 1-800 wählen. Denn der Dienst zählt zu den ersten, die von der Öffnung des Facebook Messengers protifieren werden.

Dieser wird laut dem Facebook-CEO mittlerweile von 900 Millionen Menschen genutzt, die zusammen mit WhatsApp 60 Milliarden (!) Nachrichten täglich verschicken. Täglich! Nun, wo der Messenger im Unternehmenssprech "skaliert", bildet Facebook ein Ökosystem um das Produkt. Jüngste Entwicklung: die Dropbox-Integration.

Der Bot als Freund und Helfer

Unternehmen, die im Social Network aktiv sind, können demnächst Chatbots programmieren. Klingt langweilig, ist aber hochspannend: Diese künstlichen Intelligenzen erlernen Sprachmuster und Regeln, die sie automatisiert im Umgang mit Nutzern anwenden können. CNN etwa kann auf die Anfrage "Top Stories" die wichtigsten Nachrichten des Tages zusammenfassen. Zuckerberg legte bei der Präsentation auf der Hausmesse f8 Wert darauf, dass User nicht besondere Begriffe verwenden müssen, sondern sich mit den Bots unterhalten können wie mit einem Mitarbeiter im Kundendienst.

Ein anderes Beispiel: Will ich Schuhe bestellen, schicke ich einfach "Schuhe" an den Händler meine Wahl. In Reaktion bekomme ich eine Auswahl an Schuharten vorgeschlagen. Wähle ich "Sneakers" aus, schlägt Facebook mir ein "Karussell" an potenziellen Modellen vor, die ich direkt in der App kaufen kann.

Neu ist die Idee nicht — aber besser

Messenger als Plattform? Die Idee ist nicht neu. In China etwa ist WeChat mittlerweile so erfolgreich, dass Unternehmen zuerst ein Profil für den Messenger registrieren, bevor sie eine Webseite gestalten. Hier lassen sich Pizzen ordern, Aktien verkaufen und ein Taxi rufen. Allerdings denkt Facebook die Idee ein ganzes Stück weiter und schafft für Unternehmen im Social Network nicht Mehrarbeit, indem Chatbots den meisten Kundenkontakt übernehmen.

Falls Ihr Euch fragt, wie Ihr denn nun überhaupt diese Chatbots findet: Facebook überarbeitet die Suche im Messenger und zeigt demnächst verfügbare Unternehmen an. Wie das im Detail funktioniert und wann das in Deutschland möglich ist, hat das Social Network noch nicht verraten. Die sogenannte Send/Receive-Schnittstelle für Entwickler gibt Faceobook noch im Laufe des Tages frei.

Zum Zeitpunkt der Produktion dieses Artikels ist die f8 noch in vollem Gange. Sobald wir mehr wissen, aktualisieren wir diesen Artikel umgehend.


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