Facebook stellt klar: Darum werden Nutzer gesperrt

Facebook möchte, dass die Sperrpolitik des sozialen Netzwerks nachvollziehbarer wird
Facebook möchte, dass die Sperrpolitik des sozialen Netzwerks nachvollziehbarer wird(© 2014 CC: Flickr/Marcin Wichary)

Klare Bestimmungen für das soziale Netzwerk: Facebook hat die Standards für den Umgang innerhalb seiner Community genauer erläutert. Dadurch soll für Nutzer klar sein, welche Art Posts erlaubt sind und für welche Publikationen eine Sperrung droht.

"Wir versuchen auf der Grundlage dessen, wie unser Netzwerk funktioniert, die Balance zu finden", sagte Monika Bickert, die bei Facebook als Chefin des globalen Politikmanagements arbeitet, laut der New York Times. "Die Landschaft ist kompliziert." Nach wie vor will Facebook aber die Posts seiner Nutzer nicht automatisch nach anstößigen oder beleidigenden Inhalten durchsuchen und dann sperren. Weiterhin sei die Grundlage, dass andere Nutzer Verstöße gegen die Richtlinien melden – und Sperrungen würden nur von Facebook-Mitarbeitern vorgenommen.

Kontext ab sofort wichtiger

Facebook ist in der Vergangenheit oftmals für die Inkonsistenz bei seiner Sperr-Politik kritisiert worden. Ein schwieriges Feld sei für das soziale Netzwerk beispielsweise die Darstellung des nackten menschlichen Körpers: So soll auf der einen Seite keine Pornografie verbreitet werden, während auf der anderen Seite beispielsweise Kunst oder stillende Mütter laut Bickert geduldet würden.

Zukünftig soll der Gesamtkontext eine größere Rolle spielen: Opfer von Gewalt etwa sollen die Gelegenheit haben, das soziale Netzwerke zu nutzen, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Gleichzeitig soll Gewalt weder verherrlicht noch zu explizit dargestellt werden. Es wird nach wie vor eine Herausforderung für Facebook sein, die Hintergründe von verschiedensten Menschen zu berücksichtigen – in einem Netzwerk, das auf der ganzen Welt genutzt wird.

Weitere Artikel zum Thema
Insta­grams neuer Messen­ger ist eine Lite-Version von Snap­chat
Francis Lido
Instagram Direct könnte eine Snapchat-Alternative werden
Instagram Direct erhält eine eigene App: Facebook testet offenbar den "Direct"-Messenger derzeit in sechs Ländern.
Face­book-Jahres­rück­blick 2017: Diese Themen haben Deutsch­land bewegt
Guido Karsten
Facebook hat zum sechsten Mal einen Jahresrückblick veröffentlicht.
Facebook hat seinen Jahresrückblick für 2017 veröffentlicht. Der lässt noch einmal bedeutende und bewegende Momente Revue passieren.
Face­book bedient sich mal wieder bei Snap­chat
Francis Lido
Der Facebook Messenger könnte bald ein aus Snapchat bekanntes Feature erhalten
Der Facebook Messenger will wie Snapchat sein: Es wird ein Feature getestet, das Nutzer für den Austausch von Mitteilungen mit einem "Streak" belohnt.