„Fear The Walking Dead“ im CURVED-Check: Exklusive Zombies bei Amazon

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Fear the Walking Dead jetzt bei Amazon als On-Demand verfügbar
Fear the Walking Dead jetzt bei Amazon als On-Demand verfügbar(© 2015 AMC/Justin Lubin)

Das Angebot von Amazons Streaming-Dienst Prime Instant Video enthält für Serien-Fans bereits seit geraumer Zeit einige echte Highlights und legt an Attraktivität nach wie vor zu. Mit Eigenproduktion wie der Thriller-Serie „Bosch“, dem BBC-Hit „Jonathan Strange & Mr Norrell“ und Geheim-Tipps wie „The Red Road“ hat man viele hochwertige Inhalte im Programm – den vielleicht bislang größten Coup dürfte man nun aber mit der Integration von „Fear The Walking Dead“, dem brandneuen Spin-Off der Zombie-Hit-Serie „The Walking Dead“, in das Angebot von Prime Instant Video gelandet haben. 

Amazon stellt seinen Kunden jede neue Folge der TV-Serie bereits einen Tag nach Ausstrahlung in den USA zur Verfügung – sowohl in englischer Originalfassung als auch Deutsch synchronisiert. So wurde am 23. August der Pilot zu „Fear The Walking Dead“ auf AMC, der Heimat der Original-Serie, ausgestrahlt, am Montag kamen Prime-Kunden dann bereits ebenfalls in den Genuss des Serienauftakts. Grundlage dafür ist ein „Multi-Territory Deal“, den Amazon mit dem Filmdistributor Entertainment One geschlossen hat. Die erste Staffel von „Fear The Walking Dead“ enthält sechs Folgen, die jeweils montags ab 20.00 bei Amazon Prime Instant Video verfügbar sein werden. Eine zweite Staffel mit 15 weiteren Folgen soll bereits beschlossene Sache sein.

Wie alles begann…

Zombies sind „in“ und das nicht erst seit gestern. Eine Fortsetzung des Brad-Pitt-Schockers „Word War Z“ soll in Planung sein, in der TV-Serie „iZombie“ arbeitet eine untote Doktorandin als Gerichtsmedizinerin und Arnie beeindruckt mit seiner Charakterrolle als Vater einer sich in einen Zombie verwandelnden Tochter im Drama „Maggie“ (lässt sich bei iTunes bereits käuflich erwerben) derzeit Kritiker und Fans gleichermaßen. Zu den besten Unterhaltungsangeboten und einstigen Auslösern der Zombie-Welle gehört dabei in jedem Fall die auf den Kult-Comics von Robert Kirkman basierende US-Serie „The Walking Dead“, die es bereits auf fünf Staffeln gebracht hat. „The Walking Dead“ ist hart, bedrohlich, (meistens) gut erzählt und gespickt mit tollen Darsteller, was den Reiz der Serie ausmacht. Die sechste Staffel startet in den USA am 11. Oktober und dürfte hierzulande wie in der Vergangenheit fast parallel via Sky zu sehen sein. Doch solang müssen Fans nicht warten, denn nun gibt es das bereits 2013 angekündigte Spin-Off „Fear The Walking Dead“.

In „Fear The Walking Dead“ verfolgt der Zuschauer nicht die Geschehnisse der Gruppe um Sherriff Rick Grimes, die sich um ihr Überleben kämpfend bereits mitten in der Zombie-Apokalypse befindet. Stattdessen sind die Ereignisse einige Zeit vorher angesiedelt: In der ersten Folge wacht der junge Drogenabhängige Nick Clark in einer verlassenen zum Drogen-Treff umfunktionierten Kirche auf und muss benebelt feststellen, dass eine Bekannte sich gerade nicht dem (Drogen-)Rausch hingibt, sondern stattdessen an einem menschlichen Körper knabbert. Er flieht voller Panik auf die Straße woraufhin der Zuschauer feststellt, dass die aus „The Walking Dead“ bekannte Apokalypse noch nicht ausgebrochen ist, sondern das Leben in den USA (die Serie spielt in der Stadt El Sereno) noch weitgehend seinen gewohnten Gang zu nehmen scheint. Nachdem Nick von einem Auto angefahren wird, landet er im Krankenhaus, wo er von seiner Mutter, Lehrerin an der High School von El Sereno, seiner Schwester und seinem Fast-Stiefvater Travis Manawa, ebenfalls High-School-Lehrer, besucht wird. Nick ist sich zunächst dabei selbst nicht ganz sicher, ob das Gesehene eine Einbildung seiner drogengeschwängerten Phantasie oder möglicherweise doch Realität war. Der Lebensgefährte seiner Mutter ist der einzige, der Nick ernst nimmt, weshalb er sich zur Kirche begibt, um Nachforschungen anzustellen.

Im Verlauf des Pilotfilms verdichten sich in der Folge dann immer wieder Hinweise darauf, dass eine mysteriöse Katastrophe kurz bevorsteht. Zahlreiche Schüler erscheinen aufgrund von Krankheit nicht mehr zum Unterricht und nach einem Autounfall attackiert ein scheinbares Todesopfer die Rettungssanitäter und kann nur schwer durch die Schusswaffen der Polizei gestoppt werden. Nachtigall, ick hör dir trapsen…

Durchaus gelungener Start

Der Pilot nimmt sich zunächst recht viel Zeit, um Hauptfiguren der Serie einzuführen und eine bedrohliches Szenario aufzubauen, erst am Ende kommt es zu handfester Action. Die Qualität der Inszenierung ist dabei durchgehend gut und bewegt sich weitgehend auf einem ähnlich hohen Niveau wie das übermächtige Original. „The Walking Dead“ hatte dabei zum Serienstart allerdings den Vorteil von Beginn an aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituation mit beeindruckenderen Bilder und kreativeren Ideen aufwarten zu können. So sehen wir im Spin-Off eben zunächst noch keine leergefegten Straßen und Zombie-Horden, die bedrohlich durch verlassene Städte wanken.

Die Darsteller der Patchwork-Familie, die im Zentrum von „Fear The Walking Dead“ steht, liefern weitgehend eine überzeugende Vorstellung ab, auch wenn Figuren, die das Potenzial zu Kult-Charakteren wie etwa Norman Reedus als Daryl Dixon in „The Walking Dead“ haben, bislang noch nicht auszumachen sind. Insgesamt wirkt im Spin-Off dafür alles etwas glatter als in der Mutter-Serie. Und dennoch: Der Einstand ist insgesamt ordentlich und lässt den „Walking Dead“-Fan nicht enttäuscht zurück. Es bleibt abzuwarten, ob in dem kommenden Folgen die Charakterzeichnung der einzelnen Figuren ähnlich intensiv wie im Original stattfinden und die Serie zudem mit vergleichbaren kreativen Spannungsmomenten aufwarten wird. In jedem Fall scheint „Fear The Walking Dead“ in Sachen Drastik dem Original in nichts nachzustehen. So geht es teilweise sehr blutig zu, weshalb die Serie für Kinder und Jugendliche natürlich völlig ungeeignet und erst ab 18 Jahren freigegeben ist.

Auch wenn der Spiegel in „Fear The Walking Dead“ eine überraschend konservative Soziologie ausmacht, ist im Übrigen positiv zu vermerken, dass im Mittelpunkt der Serie eine stark multikulturell geprägte Patchwork-Familie steht, in der etwa Nicks Quasi-Stiefvater Travis Manawa (gespielt vom neuseeländischen Schauspieler Cliff Curtis) eine der positiven Identifizierungsfiguren der Serie darstellt.

Fazit

Wer „The Walking Dead“ mag, dürfte auch Gefallen am Spin-Off finden, die Serie muss sich aber noch beweisen. Zartbesaitete Gemüter sollten lieber Abstand nehmen.


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