Flugbegleiter wollen Gadget-Nutzung wieder verbieten

Passagiere spielen lieber mit dem Smartphone, anstatt die Sicherheitsanweisungen zu beachten, kritisieren die Flugbegleiter.
Passagiere spielen lieber mit dem Smartphone, anstatt die Sicherheitsanweisungen zu beachten, kritisieren die Flugbegleiter. (© 2014 CC: Flickr/Marcin Wichary)

In den USA dürfen Passagiere seit vergangenem Jahr Smartphones und andere elektronische Geräte bei Start und Landung eingeschaltet lassen. Die Gewerkschaft fordert die Luftfahrtbehörde jetzt auf, die Regelung wieder einzustellen. 

Gefahr bei Turbulenzen

Dass Smartphones und andere Gadgets bei Flügen durchgehend verwendet werden dürfen, freut zwar die Passagiere, aber nicht das Flugpersonal. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter in den USA will die 2013 eingeführte Erlaubnis wieder einstellen.

Dafür hat der Verband bei der Bundesluftfahrtbehörde FAA jetzt einen Antrag eingereicht. Die Behörde habe die neue Richtlinie eingeführt, ohne dabei externe Stimmen zurate gezogen zu haben, lautet der Vorwurf der Vereinigung. Die Flugbegleiter sehen in den elektronischen Geräten beim Start und der Landung eines Flugzeuges Gefahr. Bei Turbulenzen könnten die Gadgets herumgeworfen werden und für Verletzungen sorgen.  Die FAA meint jedoch, dass diese Gefahr nicht größer als bei anderen Gegenständen wie Büchern sei.

Sicherheitsanweisungen nicht mehr beachtet

Weiters haben die Flugbegleiter Bedenken, weil Passagiere die Sicherheitsanweisungen vor dem Abflug nicht mehr beachten. Die Union, die 60.000 Mitglieder zählt, zeigt sich siegessicher und erwartet, dass die Luftfahrtbehörde bei den Richtlinien für die Gadget-Nutzung zurückrudert. Die Vertreter würden sich auch mit einem Kompromiss zufrieden geben, etwa dass die Geräte zumindest beim Abflug  verstaut werden müssen.

Die Lufthansa erlaubt seit März die Nutzung von elektronischen Geräten während des Abflugs und der Landung. In der EU müssen Smartphones übrigens nicht mehr den Flugmodus aktiviert haben.


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