FREAK: Sicherheitslücke bei iOS- und Android-Geräten

Eine Entscheidung der NSA aus den 90ern soll für den Bug FREAK verantwortlich sein
Eine Entscheidung der NSA aus den 90ern soll für den Bug FREAK verantwortlich sein(© 2006 National Security Agency)

Rund 20 Jahre alte Sicherheitslücke FREAK entdeckt: Offenbar machen sich Nutzer von Smartphones und Tablets angreifbar, wenn sie über Safari oder den Android-Browser bestimmte Internetseiten besuchen, die angeblich sicher sein sollen. Die Sicherheitslücke beruht offenbar auf einer Entscheidung der US-Politik in den 90er Jahren.

Demnach war es zu dieser Zeit verboten, Produkte aus den USA zu exportieren, die eine starke Verschlüsselung benutzen, berichtet ZDNet. Tausende Internetseiten sollen von der Sicherheitslücke betroffen sein – ironischerweise auch die der NSA, die sich in den 90er Jahren selbst für die schwächere Verschlüsselung von Export-Produkten starkgemacht hatte.

Bug-Fix für iOS bereit, Android-Nutzer müssen warten

FREAK betrifft offenbar die Protokolle SSL (Secure Sockets Layer) und TLS (Transport Layer Security), die dazu dienen, den Datenverkehr zwischen dem Browser und HTTPS-Webseiten zu verschlüsseln. Ein Mittelsmann kann sich anscheinend an dieser Stelle einschalten – und die Verschlüsselung der Daten auf eben die niedrige Stufe senken, die in den 90ern für Exportprodukte vorgesehen war.

Apple soll an einem Patch für den Bug arbeiten, der bereits nächste Woche veröffentlicht werden könnte. Android-Nutzer müssen voraussichtlich länger auf den Bugfix warten: Google hat diesen nach eigener Aussage zwar bereits an die Hersteller von Android-Geräten geliefert; bis diese das Update letztlich veröffentlichen, kann es jedoch erfahrungsgemäß eine Weile dauern.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone Xs und Co.: In Google Fotos könnt ihr jetzt Porträts bear­bei­ten
Lars Wertgen
Das Apple iPhone Xs und Google Fotos bieten neue Effekte an
iOS-Update für Google Fotos: App für iPhone Xs, iPad Pro und Co. wurde um einen manuellen Bokeh- und Color-Pop-Effekt erweitert.
iPad Pro (2018) lässt sich offen­bar leicht verbie­gen
Christoph Lübben
Apple iPad Pro 2018
Das iPad Pro (2018) hat ein anderes Design als ältere Apple-Tablets. Ein Härtetest zeigt, was das neue Modell aushalten kann.
iPhone Xs und Xr acht Meter tief im Meer: Nur ein Gerät hat über­lebt
Francis Lido2
iPhone Xs und Xr sind unterschiedlich gut gegen Wasser geschützt
Wie tief können iPhone Xs und Xr abtauchen? Ein Experiment klärt, wie wasserdicht die Smartphones tatsächlich sind.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.