Für 117 Millionen Dollar: Bank kauft Banken-App Simple

Das Start-up Simple ist eine Bank, die eigentlich doch keine Bank ist – und wurde dafür von seinen Nutzern geliebt. Jetzt hat die spanische Bankengruppe BBVA Simple gekauft. Dennoch soll alles so bleiben, wie es ist.

Geldsegen für Simple: Die Banken-App gehört jetzt zur Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA). 117 Millionen US-Dollar zahlt das zweitgrößte spanische Kreditinstitut für das 2009 gegründete Start-up aus Portland, Oregon. Für die BBVA ist das Geschäft ein weiterer Schritt, um auf dem US-Bankenmarkt zu expandieren.

Simple hat mehr als 100.000 Kunden in den USA

Simple ist keine Bank im eigentlichen Sinne – es gibt keine Filialen. Per App für Android und iOS verwaltet Simple die Geldgeschäfte seiner Nutzer, die Konten bei zertifizierten Kreditinstituten haben. Die innovative Anwendung zeigt beispielsweise den Vermögensstand der Kunden an, wobei fällige Rechnungen oder andere Zahlungsverpflichtungen schon eingerechnet sind. Außerdem scannt Simple Angebote von Banken, um seinen Nutzern die besten Konditionen zu sichern. Zurzeit hat Simple mehr als 100.000 Kunden in den USA und verwaltet etwa 1,7 Milliarden US-Dollar.

Simple-CEO Josh Reich hat gegenüber techcrunch.com erklärt, dass sich für die Simple-Kunden durch den Millionen-Deal mit BBVA nichts ändern wird. Er sieht vor allem einen Vorteil darin, dass er und sein 92-köpfiges Team jetzt ein Bankenunternehmen mit einem Umsatz von 820 Milliarden US-Dollar im Rücken haben. Bleibt abzuwarten, ob Simple wirklich weiter objektiv arbeitet oder seinen Kunden nicht vielleicht doch Angebote von BBVA empfehlen wird.


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