Google meldet Patent für faltbarere Displays an

Kann man Googles nächstes Smartphone falten?
Kann man Googles nächstes Smartphone falten?(© 2018 Unsplash/pawel_czerwinski)

Ein Knick im Bildschirm reicht Google nicht. Der Technologiegigant will sich noch weiter verbiegen und stellt schon jetzt Displays mit mehreren Sollfaltstellen in Aussicht. 

Faltbare Smartphones mit flexiblen Bildschirmen sind en vogue. Innerhalb weniger Wochen haben Unternehmen wie Samsung, mit seinem Galaxy Fold, und Huawei, mit dem Mate X, entsprechende Geräte vorgestellt. Andere Marken stehen gerüchteweise kurz davor, Smartphones dieser Art zu präsentieren. Motorola soll beispielsweise an einer neuen Version seines klassischen Razr arbeiten. Nun hat auch Google Medienberichten zufolge ein Patent für ein zusammenklappbares Display angemeldet.

Will Google auch Laptops zusammenfalten?

Und das soll nicht nur ein Mal klappen, sondern gleich zwei Mal – in unterschiedliche Richtungen. Es soll also möglich sein, den Bildschirm in Z-Form auf äußerst kompakte Größe zu falten. Ein ziemliches Risiko, wenn man nicht gerade darauf aus ist, sein Gerät in drei separaten Teilen aus der Hosentasche zu fischen. Dieses Risiko soll unter anderem durch eine reduzierte Bauweise gelingen: Google will, so scheint es, künftig mit weniger Schichten beim Bau des Displays auskommen.

Dabei spricht das Dokument kein einziges Mal von Smartphones, sondern bezieht sich auf ein "modern computing device". Netter Versuch, Google! Wir wissen genau, wo ein solches Display Verwendung finden soll. Oder etwa doch nicht? The Verge wirft die Möglichkeit in den Raum, dass die Technologie auch auf Tablets oder Laptops angewendet werden könnte. Wenn dem so wäre, würde die Grenze zwischen Laptops und Tablets gänzlich verschwinden. Es gäbe nur noch Geräte mit kleineren und größeren Displays.

Zunächst müssen sich aber die bereits vorgestellten Smartphones der anderen Marken, die bereits vorgeprescht sind, beweisen. Kaum jemand hat bislang die Gelegenheit gehabt, sie in den Händen zu halten und zu testen. Das Samsung Galaxy Fold soll laut Unternehmensangaben hunderttausende Faltbewegungen aushalten. Ob die Versprechen tatsächlich eingehalten werden, muss sich noch zeigen. Der Glashersteller Corning, von dem auch das weit verbreitete Gorilla Glass stammt, entwickelt bereits Displayglas, das gefaltet werden kann und die ganze Konstruktion widerstandsfähiger machen würde.


Weitere Artikel zum Thema
Google spei­chert eure Einkäufe? Das hängt von eurer Mail-Adresse ab
Christoph Lübben
Das Tracking klappt wohl nur, wenn ihr Gmail mit einer Google-Mail-Adresse nutzt
Google kennt eure Einkäufe aus vielen Jahren? Nicht immer: Offenbar erfolgt das Tracking in einem Fall nicht, selbst wenn ihr die Gmail-App nutzt.
Android: Google bringt euch scrol­lende Screens­hots – aber viel zu spät
Christoph Lübben
Auf Smartphones wie dem Google Pixel 3 XL gibt es selbst mit Android Q keine scrollenden Screenshots
Zu wenig, zu spät: Google will euch endlich scrollende Screenshots ermöglichen. Das Ganze kommt aber nicht mehr 2019 mit Android Q.
So macht Android Q aus eurem Smart­phone einen Desktop-PC
Francis Lido
Auf den Spuren von Samsung DeX (Bild): Android Q wird einen nativen Desktop-Modus bieten
Neue Information zum Desktop-Modus von Android Q: Künftig werdet ihr einen Monitor als Zweitbildschirm verwenden können.