Google mistet aus: Weniger Zwangs-Apps für Android

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Die vorinstallierten Google-Apps auf dem LG G4 - bald sind es weniger.
Die vorinstallierten Google-Apps auf dem LG G4 - bald sind es weniger.(© 2015 CURVED Montage)

Kaum jemand braucht sie und trotzdem sind sie auf jedem Smartphone zu finden. Vorinstallierte Apps, die sich nicht entfernen lassen. Google geht jetzt mit gutem Beispiel voran und hat die Liste der sogenannten Bloatware, die Smartphone-Hersteller mit Android zusammen installieren müssen, verkleinert.

Wie Android Central berichtet, hat Google seine Regeln für Smartphone-Hersteller, die Android auf ihren Geräten installieren wollen, überarbeitet und dabei die Liste der Apps, die vorinstalliert sein müssen gekürzt. Google Play Games, Gooogle Play Books, Google+ und Google Newsstand schließen sich Google Earth und Google Keep an. Sie können zwar immer noch ab Werk installiert sein, müssen es aber nicht mehr. Die Arbeit an den Apps wird aber nicht eingestellt, sondern Ihr könnt bei Bedarf jederzeit die aktuelle Version aus dem Play Store installieren.

Nicht nur Bloatware von Google

Ich werde zumindest Google+, Play Books und Newsstand keine Träne nachweinen und mich über etwas mehr freien Speicherplatz freuen. Allerdings könnte die Liste in meinen Augen noch länger ausfallen, denn mit Play Filme, Play Musik, Play Kiosk, Hangouts, Docs, Tabellen und Präsentationen gibt es noch ein paar mehr Apps aus Mountain View auf die ich verzichten könnte. Dazu kommt noch, dass jeder Hersteller - egal ob Samsung, Sony, HTC oder LG - zusätzlich noch seine eigenen Anwendungen ab Werk installiert. Diese lassen sich zwar teilweise entfernen, aber längst nicht alle.

Einige kleinere Hersteller wie Phicomm, Meizu oder Elephone halten sich bei ihren Geräten nicht an die Vorgaben von Google und verzichten trotz Android auf die Google-Apps. Als Ersatz findet Ihr dann aber auf dem Phicomm Passion, Meizu M2 Note oder Elephone P8000 deren eigene Bloatware. Aber ich habe mich inzwischen irgendwie damit abgefunden, dass auf einem Smartphone Apps installiert sind, die ich nicht brauche und trotzdem nicht entfernen kann, so dass am Ende für mich die Menge der überflüssigen Apps den Ausschlag darüber gibt, ob ich genervt bin oder nicht.

Bei iOS und Windows Mobile sieht es nicht besser aus

Apple und Microsoft verhalten sich nicht anders als Google und verpassen ihren Betriebssystemen ebenfalls Bloatware und so darf sich zum Beispiel jeder iPhone-Besitzer über die App für die Apple Watch freuen - unabhängig davon, ob er die Smartwatch überhaupt besitzt oder nicht.

Nur wenige Zwangs-Apps sind wirklich unerlässlich und bei den anderen scheinen die Hersteller ihren eigenen Anwendungen nicht zu vertrauen. Wären diese gut, würden die Nutzer sie ja freiwillig installieren und müssten nicht zwangsweise mit ihnen beglückt werden.

Google macht jetzt zumindest einen Schritt in die richtige Richtung, ist aber noch lange nicht an meinem Ziel angekommen. Die anderen Software- und Hardware-Hersteller folgen hoffentlich bald und zumindest Apple kann sich sicher sein, dass jeder Käufer der Apple Watch sich auch die zugehörige App installieren wird - ohne dass man alle iPhone-Besitzer mit ihr als verkappte Werbung nervt.


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