Keine Android-Updates mehr? Huawei äußert sich

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Auch Smartphones wie das Huawei P40 Pro (Bild) sollen noch Updates erhalten
Auch Smartphones wie das Huawei P40 Pro (Bild) sollen noch Updates erhalten(© 2020 Huawei)

So soll es mit Android-Updates für Huawei-Smartphones weitergehen: Die Ausnahme-Lizenz für US-Unternehmen ist ausgelaufen, der zufolge Handel mit Huawei weiterhin möglich war – und somit auch Updates. Doch wie geht es nun weiter? Das chinesische Unternehmen verspricht eine Zukunft für die eigenen Geräte.

Die Nutzer von Huawei-Smartphones, die bereits auf dem Markt sind, könnten sich darauf verlassen, auch weiterhin Updates für das Betriebssystem und Dienste zu erhalten, hat das Unternehmen laut Huawei Central verkündet. Möglich sei dies aufgrund der Kraft der Open-Source-Gemeinschaft und den eigenen weiterentwickelten "R&D"-Fähigkeiten (Forschung und Entwicklung).

Sind AppGallery und HMS gleichwertig?

Konkret heiße das: Smartphones, auf denen der Google Play Store vorinstalliert ist, sollen Updates für Apps und Google-Dienste weiter erhalten – auf die gleiche Weise wie zuvor auch. Smartphones, auf denen der Google Play Store ab Werk nicht installiert ist, sollen aber ebenfalls mit Updates versorgt werden. Hier läuft der Prozess über die sogenannten "Huawei Mobile Services" (HMS) und die AppGallery.

Doch wie sieht es mit den Updates für das Betriebssystem selbst aus? Einem Tweet von Huawei zufolge will das Unternehmen "Sicherheits- und Software-Updates so teilen wie immer". Für "existierende Geräte" habe das Auslaufen der Ausnahme-Lizenz keine direkten Auswirkungen.

Bann bis 2021 angesetzt

Es wird sich zeigen, ob Huawei Wort halten kann und es tatsächlich keine direkten Auswirkungen für Nutzer gibt. Denn ob Updates über den Google Play Store oder Huaweis hauseigene AppGallery ausgespielt werden, dürfte zumindest einen merkbaren zeitlichen Unterschied machen. Das Huawei P40 soll allerdings das Sicherheitsupdate für August 2020 bereits erhalten haben, wie Huawei Central berichtet. Dieses Smartphone muss in Europa ohne Google Play Store auskommen. Hier setzt das Unternehmen ausschließlich auf HMS und die AppGallery.

Bleibt zu hoffen, dass die USA ihren Handelsstreit mit China beilegen können. Denn dieser hat nicht nur Auswirkungen auf Software-Updates bereits verkaufter Geräte, sondern auch auf die Hardware künftiger Smartphones. Das Handelsembargo könnte nämlich dazu führen, dass Huawei die hauseigenen Kirin-Chips nicht mehr herstellen kann. Geht es nach Trump, bleibt der Bann noch mindestens bis Mai 2021 bestehen.


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