#Instaloss: Plötzlicher Follower-Schwund bei Instagram

Unfassbar !52
Plötzlich offline: Am späten Dienstagabend ist der Bilderdienst plötzlich offline
Plötzlich offline: Am späten Dienstagabend ist der Bilderdienst plötzlich offline(© 2014 Instagram, CURVED Montage)

Huch, wo sind meine Follower hin? Instagram-Nutzer erlebten am vergangenen Wochenende gleich zwei böse Überraschungen – zuerst war der beliebte Fotosharing-Dienst stundenlang down, dann fehlten plötzlich jede Menge Nutzer. Instagram erklärt das Problem mit deaktivierten Konten, die nicht mehr gezählt werden würden. 

Der Aufschrei war groß: Plötzlich ging bei Instagram nichts mehr. Stundenlang war die boomenden Facebook-Tochter am Samstag down. Nichts konnte mehr gepostet und gelikt werden, stundenlang waren eine keine neuen Einträge mehr zu sehen – das narzisstische Drama war perfekt. Ob Coachella schuld war? Man wird es wohl nie erfahren. Nach einigen Stunden löste sich das Entsetzen in Wohlgefallen auf, es konnten wieder nach Herzenslust Selbstinszenierungen im Filterformat unter die Follower gebracht werden.

Wenig später jedoch die Erkenntnis: Das waren ja mal mehr. Oder etwa nicht? Ich zählte nach: 30 Follower waren mir über Nacht abhanden gekommen, 16 Nutzern folgte ich plötzlich weniger. Bei 174 Followern und 250 Verfolgten ergab das eine erstaunliche Quote von über Nacht 17 Prozent verlorenen Followern und 6 Prozent weniger Nutzern, denen ich folgte.

Plötzlicher Follower-Schwund zeitgleich zum Serverausfall

Ein Einzelphänomen? Mitnichten: Die Follower in Instagram-Accounts von Freuden, Bekannten und Kollegen schrumpften im ähnlichen Verhältnis um zwischen 20 und 5 Prozent. In Twitter war in den vergangenen Stunden immer wieder dieselbe erstaunte Festellung nachzulesen: Wo sind nur meine Follower hin? 

„My Instagram follower number has changed drastically...Originally it was 137 but now I lost like 30“, beschreibt eine Nutzerin den Follower-Schwund uninsono. Einer anderen Nutzerin fällt auf: „I just lost over 20 Instagram follower in 2 minutes, something has to be wrong this is just not possible ….“ Ein anderer Nutzer stellt ebenfalls fest:  „Has anyone elses instagram follower/following lists dropped randomly? Lost like 100 followers out of no where“ - gespostet am 11. April, zeitgleich mit dem Ausfall von Instagram.

Follower-Absturz angeblich wegen „deaktivierten Konten“

Der Übereinstimmung ist frappierend: Was passierte wirklich bei der Serverpanne des beliebten sozialen Netzwerks? Auf Anfrage verwies Facebook auf einen FAQ-Text, der den  Followerschwund mit inaktiven Nutzern erklärt:

„Dies liegt daran, dass kürzlich deaktivierte Konten dir folgen oder du kürzlich deaktivierten Konten folgst. Wir arbeiten an der Behebung dieses Zahlenunterschiedes, haben jedoch keinen offiziellen Zeitraum dafür festgelegt“, ist auf der Hilfeseite von Instagram zu lesen. Ein inaktives Konto wird also nicht mehr als Follower bewertet und entsprechend entfernt.

Bereinigungsmaßnahme: Ab wann ist ein Nutzer inaktiv?

Mit dem Schnitt setzt sich Instagram etwa von Twitter ab, wo 44 Prozent der Mitglieder noch keinen Tweet abgesetzt haben bzw. nur ein Viertel den Mikroblogging-Dienst überhaupt nutzt. Und doch bleiben nach der Bereinigungsmaßnahme Fragen offen. Ab wann kann ein Nutzer als inaktiv bezeichnet werden: Wenn er in einem bestimmten Zeitraum kein Foto gepostet bzw. keine Aktivität gezeigt oder sich gar nicht eingeloggt hat?

Im Zusammenhang mit dem zeitgleichen Serverausfall vom Wochenenende dürfte bei Instagram-Nutzern das schale Gefühl hängen bleiben, dass ihnen ein gewisser Prozentsatz ihrer Foto-Freunde ohne Zustimmung abhanden gekommen ist. Wann man einen Nutzer als inaktiv bewertet und ihn entfolgt, sollte schließlich im eigenen Ermessen liegen...


Weitere Artikel zum Thema
WhatsApp für iOS erlaubt schon bald Teilen von bis zu 30 Bildern auf einmal
Michael Keller
WhatsApp für iOS soll in naher Zukunft ein Update erhalten
WhatsApp für iOS soll bald ein praktisches Feature erhalten: Künftig könnt Ihr offenbar mit der App bis zu 30 Bilder auf einmal verschicken.
Nintendo Switch: Die Liste der zusätz­li­chen Kosten wird immer länger
Stefanie Enge2
Peinlich !22Die Nintendo Switch bringt viele Kosten mit sich und ist dadurch eigentlich genauso teuer wie die technisch überlegenen Konsolen von Sony und Microsoft
Die Nintendo Switch kostet etwa 330 Euro – doch da kommen noch einige Kosten obendrauf, bis Ihr komfortabel losspielen könnt.
Google Allo: Update bringt Chrome Custom Tabs und verspricht Span­nen­des
Marco Engelien
Her damit !5Allo
Google Allo erhält das Update auf die Version 5.0. In der könnt Ihr Links direkt im Messenger öffnen. Ein spannenderes Feature kommt erst später.