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iTunes: Radikale Überholung wegen sinkender Downloads?

iTunes Radio brachte nicht den erhofften Erfolg - was folgt nun?
iTunes Radio brachte nicht den erhofften Erfolg - was folgt nun? (© 2014 iTunes Radio, CURVED Montage )
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10.04.14 von

Franziska Schütze

Musik-Streaming ist angesagt - und Download-Zahlen sinken. Das bekommt Apple, mit iTunes jahrelanger Marktführer bei Musik-Downloads, besonders hart zu spüren. Da der erste Schritt in Richtung Streaming mit dem im September gestarteten iTunes Radio bisher wenig erfolgreich verlief, steht womöglich ein radikaler Umbruch ins Haus.

Eigentlich sollte iTunes Radio die sinkenden Download-Zahlen in Apples Musikgeschäft wettmachen. Doch nur ein bis zwei Prozent der Nutzer klicken auch tatsächlich auf den "Kaufen"-Button, berichtet Billboard. Den insgesamt um mehr als 15 Prozent zurückgegangenen Musik-Downloads hat der Radiodienst also kaum etwas entgegenzusetzen. Dem Zeitungsbericht zufolge wird eine radikale Neuerfindung von iTunes damit langsam unumgänglich. Wie diese genau aussehen soll, werde derzeit hitzig diskutiert - sowohl im Unternehmen selbst als auch bei Apples Partnern im Musikgeschäft.

Macht Apple es bald Spotify nach?

Denkbar wären vor allem zwei Möglichkeiten - ein On-Demand Streaming-Service nach dem Vorbild von Spotify oder ein iTunes Store für Googles Android-Geräte. Mit dem ersten Vorschlag würde Apple noch einen Schritt weiter gehen als mit seinem Radiodienst und womöglich den sich wandelnden Nutzergewohnheiten besser begegnen können. Wie CNET berichtet, befinde sich das Unternehmen bereits in Gesprächen mit Plattenlabels, um die Möglichkeiten eines solchen Dienstes auszuloten. Apples Anteil an den Erträgen der Labels ist von 70 Prozent in 2012 auf aktuell nur noch 50 Prozent gesunken.

Die zweite große Bedrohung für Apple ist Google. Während 69,5 Prozent aller Smartphones auf den wichtigsten zwölf Schlüsselmärkten mit Android-OS ausgeliefert wurden, kam Apples iOS auf einen Marktanteil von 23,7 Prozent. Die Neuerfindung von iTunes könnte daher auch das Konkurrenz-OS miteinbeziehen. Schließlich öffnete Steve Jobs seine Musik-Software 2003 auch für Windows - auch wenn er diesen Schritt damals mit den Worten beschrieb: "Die Hölle ist zugefroren."

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