MacBook Pro (2016) ist da: Alles zum neuen Apple-Notebook mit der Touch Bar

Ein Apple-Event nur für Macs? Das gab es jahrelang nicht. Wenn der Hersteller aus Cupertino zur Vorstellung neuer Computer einlädt, muss etwas Großes dabei sein. Und genau das ist das neue MacBook Pro. Alles zum neuen Apple-Notebook im Überblick.

Wenn man sich die Bilder vom neuen MacBook Pro ansieht, könnte man meinen, der Slogan des Events, "Hello Again", passt ganz gut. Denn so viel hat sich ja gar nicht getan. Etwas dünner, etwas leichter, natürlich deutlich schneller. Hallo, ich bin's wieder, Euer MacBook Pro. Das ist ein Trugschluss. Denn pünktlich zum 25. Geburtstag des ersten Apple-Notebooks, dem PowerBook, stattet Apple die neue Pro-Serie nicht nur mit neuen Chips, mehr Speicher und mehr RAM aus.

Unter den Tisch fallen lassen wollen wir die Gewichtsunterschiede aber nicht. Denn die 13-Zoll-Variante misst nun nur 14,9 Millimeter in der Dicke und wiegt gerade einmal drei Pfund. Auch das größere 15-Zoll-Modell hat abgenommen. Es wiegt jetzt vier Pfund und ist 15,5 Millimeter dünn. Natürlich bestehen auch die neuen Pros wieder aus Aluminium. Ganz neu sind die Modelle in Spacegrau.

Touch Bar: Apple begräbt die Funktionstasten

Der wahre Star ist aber die Touch Bar. Denn wie es die Gerüchte im Vorfeld schon angedeutet haben, hat Apple wirklich eine OLED-Leiste verbaut, die sich an die an die Bildschirminhalte anpassen kann. Sie ist im Prinzip ein Retina-Touchscreen, das Ihr per Fingertipp oder mit Gesten steuern könnt.

Habt Ihr zum Beispiel Safari geöffnet, zeigt die Touch Bar die Bedienlemente des Browsers, also etwa den Zurück-Button an. In der Fotos-App zeigt sie den Foto-Stream zum Durchscrollen und Bedienelemente für den Videoplayer an. Wollt Ihr ein Bild bearbeiten, verändert sich das Layout aufs Neue. Außerdem habt Ihr die Möglichkeit, die Touch Bar nach Euren Wünschen anzupassen.

Da gibt es zum Beispiel einen Button für Screenshots. Genauso könnt Ihr einen Siri-Shortcut darauf unterbringen. Und keine Angst: Im normalen Modus leuchtet die Escape-Taste auf. Ihr müsst also nicht darauf verzichten – oder auf einen Adapter zurückgreifen. Rechts neben der Touch Bar befindet sich die zweite große Neuheit der neuen MacBooks: der Touch-ID-Sensor. Wie beim iPhone könnt Ihr ihn nutzen, um Euch an Eurem MacBook anzumelden. Ein Passwort müsst Ihr nicht mehr eingeben. Noch cooler: Habt Ihr das Gerät mit mehreren Nutzern im Einsatz, genügt des Auflegen des Fingers, um das Nutzerprofil zu wechseln.

Dass das MacBook Pro darüber hinaus auch noch mit einem neuen großen "Force Touch"-Trackpad kommt, ist fast eine Randnotiz. Ebenfalls fast untergangen ist, dass Apple bei den neuen Pros auf den Butterfly-Mechanismus setzt, der schon aus dem (neuen) MacBook bekannt ist. Das bedeutet einen extrem flachen Hub für Vieltipper.

Schneller ist besser

Beim Display handelt es sich natürlich jeweils wieder um ein Retina Display mit 2560 x 1600 (13 Zoll) beziehungsweise 2880 x 1800 Pixeln (15 Zoll). Wie beim iPhone 7 und der Apple Watch Series sind die Bildschirme heller, bieten einen höheren Kontrast und zeigen bis zu 25 Prozent mehr Farben an.

Bei den Anschlüssen streicht Apple radikal alte Anschlüsse. HDMI? USB 3.0? Thunderbolt? Alles weg. Stattdessen statten die Designer das MacBook Pro mit vier USB-C-Anschlüssen aus. Die bringen aber auch Vorteile mit sich. So unterstützen alle Anschlüsse Thunderbolt 3, und Ihr könnt die Notebooks über jeden Anschluss laden.

Externe Monitore schließt Ihr nun per USB-C ans MacBook Pro an.(© 2016 Apple)

Im Inneren der MacBooks takten Intel-Chips der Skylake-Serie. Das kleine Pro gibt es wahlweise mit einem Core i5 oder einem Core i7, das große nur mit dem Core i7. Als Grafikkarte verbaut Apple im 15-Zöller eine Radeon Pro mit Polaris-Architektur. Sie bietet bis zu vier Gigabyte Video-RAM und soll bis zu 2,3 mal schneller sein als das Pendant in der aktuellen Generation. Die kleineren Pros müssen mit der Intel Iris Graphics 540 auskommen. Dazu gibt es bis zu 50 Prozent schnelleren SSD-Speicher. Maximal sind zwei Terabyte Speicher möglich.

Bye-bye, MacBook Air

Darüber hinaus wird es eine "MacBook Pro"-Version, die mit nur zwei USB-C-Anschlüssen und ohne Touch Bar kommt. Stattdessen verbaut Apple hier noch die herkömmlichen Funktionstasten. Der Grund: Diese Variante soll das MacBook Air beerben, auch wenn es die einstige Flunder noch bei Apple zu kaufen gibt. Es ist schließlich auch dünner und nimmt 13 Prozent weniger Platz ein als das MacBook Air.

Dieses neue Basis-Modell erhaltet Ihr mit einem zwei Gigahertz schnellen "Core i5"-Prozessor, acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte SSD-Speicher ab 1.699 Euro. Das kleinste Modell mit Touch Bar enthält ebenfalls einen "Core i5"-Prozessor (zwei Kerne, 2,9 Gigahertz), RAM und SSD bleiben gleich. Es ist mit einem Preis ab 1.999 Euro aber deutlich teurer. Das Powerhouse, das 15 Zoll große MacBook Pro, gibt es mit 2,6 Gigahertz schnellem "Core i7"-Chip, "Radeon Pro 450"-Grafikkarte, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 GB SSD ab 2.699 Euro.


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