Neue Instagram-App Boomerang ausprobiert: der Live-Fotos-Vine-Gif-Generator

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Die Boomerang-App auf dem iPhone
Die Boomerang-App auf dem iPhone(© 2015 CURVED Montage)

Mit Boomerang hat Instagram überraschend eine neue App für Android und iOS veröffentlicht. Die knipst Serienbilder und macht daraus kleine Clips. Was die Mischung aus Vine, Live-Fotos und GIFs taugt, haben wir uns für Euch angeschaut.

Die Benutzeroberfläche von Boomerang könnte schlichter kaum sein. Öffnet man die App, hat man genau zwei Buttons: einen zum Starten der Aufnahme sowie einen, der zwischen den Kameras hin- und herschaltet. Das war’s. Tippt man dann auf den Auslöser, knipst Boomerang eine kurze Serie von Fotos und bastelt aus ihnen einen Miniclip. Der steht nach kürzester Berechnungszeit auch gleich zum Anschauen bereit.

GIFs im Loop

Die Clips werden in Dauerschleife mehrfach vorwärts und rückwärts abgespielt. Die aufgezeichneten Bilder reichen für eine knappe Sekunde Bewegtbild, inklusive Loop ist jeder der als .mov-Dateien abgespeicherte Clips dann rund vier Sekunden lang. Wie etwa bei Snapchat geht es also in erster Linie darum, einen kurzen Moment einzufangen.

Gefällt der Clip, bietet Boomerang sofort an, ihn per Facebook oder Instagram zu teilen oder eine andere App, wie etwa Whatsapp, dafür zu benutzen. Anders als etwa bei Instagram hat Facebook an Boomerang also kein eigenes Netzwerk angehängt. Stattdessen sollen die Nutzer die Bilder in den üblichen Apps verbreiten. Da es sich um .mov-Dateien handelt, dürften sowohl die meisten PCs als auch alle Smartphones die verschickten Boomerangs problemlos abspielen können.

Hit oder Flop?

So richtig neu ist die Idee der Mini-Clips nicht. Allerdings ist es mit Boomerang tatsächlich extrem einfach, sie zu erstellen und an Freunde zu schicken. Die Clips sind kürzer als bei Vine, anders als bei den Live Fotos des iPhone 6s geht die Aufnahme erst mit dem Drücken des Auslösers los. Boomerang soll vermutlich in erster Linie bei Instagram-Fans für Begeisterung sorgen - ohne die App zu überladen. Ob das die Zielgruppe aber tatsächlich begeistert, muss sich zeigen. Boomerangs haben durchaus das Potenzial zum Viralhit. Könnten aber auch in zwei Monaten längst Social-Media-Schnee von gestern sein.


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