Nokia Z Launcher für Android: Der etwas andere Launcher

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Z Launcher
Z Launcher(© 2014 CURVED Montage)

Die Marke Nokia ist zwar im Smartphone-Bereich verschwunden – aber Nokia findet andere Wege, um auf Euer Smartphone zu gelangen. Neben Nokia HERE Maps ist der Z Launcher ein weiterer dieser Wege. Wir haben den experimentellen Gesten-Launcher für Euch ausprobiert. 

Nokia ist auf dem Weg, sich selbst neu zu erfinden und setzt nicht mehr auf Hardware – diese Sparte ist an Microsoft verkauft worden – sondern versucht sich als App-Entwickler. Mit dem sogenannten Nokia Z Launcher hat der finnische Konzern einen Launcher in Entwicklung, der den Nutzer nicht mehr mit zahlreichen Homescreens und einem App Drawer konfrontiert. Stattdessen findet Ihr darin eine sehr stark vereinfachte Benutzeroberfläche aus nur zwei Bereichen vor.

Der Nokia Z Launcher begrüßt Euch nach der Installation mit einem minimalistischen Homescreen(© 2014 CURVED Montage)

Das erste Element des Z Launcher wird direkt nach dem Entsperren des Smartphones sichtbar: Statt eines Homescreens mit Apps und Widgets bekommt Ihr eine Seite angezeigt, auf der neben der obligatorischen Zeitangabe auch der nächste Kalendereintrag und eine Liste der zuletzt genutzten Apps erscheint. Ganz unten auf dem Bildschirm gibt es noch eine Shortcut-Leiste, in der Ihr bis zu vier Apps ablegen könnt – ebenso wie das Icon, um in die Listenansicht der Apps zu gelangen.

Smartphone durchstöbern durch Buchstabenmalen

Um zu den einzelnen Apps zu gelangen, könnt ihr Euch nun entweder durch die alphabetische Listenansicht scrollen, oder aber Ihr malt mit den Fingern Buchstaben auf das Display. Anhand dieser Buchstaben filtert der Z Launcher dann die Inhalte auf dem Smartphone und stellt in einer Liste Apps, Kontakte, besuchte Webseiten und auch Dokumente zusammen. Ab dem vierten eingegebenen Zeichen, das können nämlich auch Ziffern sein, wird auch Google automatisch durchsucht. Auf diesem Wege lässt sich also auch ohne das Starten eines Browsers das World Wide Web durchsuchen.

Anwendungen, Kontakte und andere Suchergebnisse lassen sich auch verstecken. Dazu müsst Ihr einfach nur den Finger auf den Eintrag halten, bis das "Hide"-Symbol erscheint. Mehr lässt sich leider nicht mehr im Z Launcher einstellen. Zwar kann man die Icons neben den Einträgen entfernen. Aber es ist zum Beispiel nicht möglich, mehrere Programme oder Einträge in einem Verzeichnis zusammenzufassen und in der Shortcut-Liste im unteren Teil des Bildschirms abzulegen.

Z Launcher: Unerwünschte Suchergebnisse lassen sich auch komplett verstecken(© 2014 CURVED Montage)

Fazit:

Der Z Launcher von Nokia ist mal ein etwas anderer Launcher, dessen Bedienkonzept ganz anders ist als alles, was bis dato für Android zur Verfügung steht. Aber um den Z Launcher im täglichen Einsatz zu nutzen, muss man sich in seinen Gewohnheiten stark umstellen. Das Schreiben von Buchstaben und Ziffern gelingt zwar sehr gut und die Erkennungsrate ist hoch. Aber wenn Ihr Euch verschreibt, dann könnt Ihr keine einzelnen Buchstaben löschen, sondern müsst die gesamte Eingabe komplett wiederholen.

Wer den Z Launcher von Nokia trotzdem gerne einmal ausprobieren möchte, der braucht nur Android 4.1 oder höher auf einem nicht gerooteten Smartphone. Nokia empfiehlt für seinen Launcher die Verwendung eines Nexus 5, Samsung Galaxy S3, S4 und S5. Aber auch auf meinem deutschen Huawei Honor 6 lief der Launcher einwandfrei. Da es sich beim Z Launcher um eine geschlossene Beta handelt, müsst Ihr das Team von Nokia anschreiben und um Teilnahme am Betatest bitten. Aber das klappt auch sehr einfach und schnell: Einfach eine E-Mail an zlauncher@nokia.com schreiben und sobald ein Platz frei geworden ist, gewährt das Z-Launcher-Team Euch Zugang zur Betaversion.

UPDATE:

Nokia hat den Z Launcher aus der geschlossenen Beta gehoben und stellt den Launcher als  öffentliche Beta in den Google Play Store zum Download bereit.


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