Oneminute: 60 Sekunden für das Foto des Tages

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Oneminute: 60 Sekunden pro Tag, um ein Foto aufzunehmen.
Oneminute: 60 Sekunden pro Tag, um ein Foto aufzunehmen.(© 2015 CURVED Montage)

Oneminute verbindet Nervenkitzel mit Spaß an der Fotografie: Die simpel gehaltene App meldet sich einmal am Tag und gibt den Nutzern eine Minute Zeit, um ein Foto zu schießen.

Wenn Ihr gerade dabei seid, mehr Abstand von Eurem Smartphone zu nehmen und nicht ständig auf seinen Bildschirm schauen wollt, dann ist Oneminute nicht unbedingt die richtige App für Euch. Seid Ihr dagegen spontan, interessiert an Fotografie und teilt gerne Fotos mit der ganzen Welt, dann kann Ich Euch Oneminute nur ans Herz legen.

60 Sekunden für ein Foto

Einmal am Tag meldet sich Oneminute auf meinem Smartphone – teilweise leider auch mitten in der Nacht, aber das ist der Preis des Zufalls. Ich habe dann 60 Sekunden Zeit, die App zu öffnen, ein Foto zu schießen und es im Internet zu teilen. Die Kamera der Anwendung nutzt nicht den kompletten Bereich des Bildsensors aus, sondern nimmt nur einem schmalen Streifen im Querformat auf, der dafür sorgt, dass ich in der kurzen Zeit nicht nur irgendein ein Foto aufnehme, sondern wirklich kurz auf Motivsuche gehe und auch noch versuche einen guten Blickwinkel zu finden.

Die zufällig über den Tag verteilte Minute ist nicht für alle Nutzer von Oneminute die gleiche, so dass es mehr als nur einen Moment gibt, in dem Bilder entstehen. Ausnahmen bestätigten natürlich auch hier die Regel und so haben die Macher der App in meiner kurzen Nutzungszeit bereits die erste weltweit identische "global oneminute" für alle Nutzer veranstaltet.

Ich habe es in etwas mehr als einer Woche leider erst geschafft, zwei Bilder zu Oneminute beizutragen. Einmal ist die App abgestürzt und die anderen Benachrichtigungen habe ich aus verschiedenen Gründen verpasst – man schaut halt doch nicht jede Minute auf sein Smartphone.

Simple App ohne Schnickschnack

Hinter Oneminute steckt Alex Kwon, der seinen Job bei Samsung Mobile gekündigt hat, um nach San Francisco zu ziehen und die App zu entwickeln. Bevor er jedoch mit der Programmierung von Oneminute begonnen hat, hat er die Idee ausprobiert. Er schickte Freunden ohne Vorwarnung eine Nachricht und forderte sie auf, ein Foto von dem zu machen, was sie gerade sehen. Die Menge und die Geschwindigkeit der Antworten bestärkten ihn darin, dass seine Idee funktionieren werde.

Die Oneminute-App ist sehr übersichtlich gestaltet und verzichtet mit Absicht auf Filter, Nutzerprofile, eine persönliche Timeline oder die Möglichkeit, Fotos über andere Apps zu teilen. Die Anwendung begrüßt Euch nach dem Start mit dem allgemeinen Foto-Feed in dem Bilder auftauchen, die andere Nutzer in Eurer letzten Oneminute aufgenommen haben. Ihr könnt nicht sehen, von wem sie stammen, sondern nur den Aufnahmeort. Gefällt Euch ein Foto, könnt Ihr das mit einem Herz kenntlich machen und natürlich auch Kommentare hinterlassen. Auf Wunsch zeigt Euch die App Bilder aus der Umgebung Eures aktuellen Standorts an und in den Einstellungen könnt Ihr lediglich festlegen, ob ihr eine Benachrichtigung erhalten wollt, wenn die nächste Oneminute läuft und wenn jemandem eines Eurer Fotos gefällt.

Oneminute ist eine gelungene App, die für kurzweilige Unterhaltung sorgt und immer mit einem kleinen Nervenkitzel verbunden ist: Ich warte immer noch darauf, dass ich im richtigen Moment ein wirklich cooles Motiv vor mir habe.


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