Play Store: Google entfernt über ein Dutzend infizierter Apps

Peinlich !18
Viele Downloads und eine gute Bewertung sind kein Garant für sichere Software, wie der aktuelle Fall infizierter Apps im Play Store zeigt
Viele Downloads und eine gute Bewertung sind kein Garant für sichere Software, wie der aktuelle Fall infizierter Apps im Play Store zeigt(© CURVED)

Google hat insgesamt 13 Apps aus dem Play Store entfernt, nachdem das Sicherheitsunternehmen Lookout eine Infizierung mit Schadsoftware festgestellt hat. Es handle sich dabei um eine Malware namens "Brain Test", die schon früher aufgefallen ist, wie ZDNet berichtet.

So hatte das Sicherheitsunternehmen Check Point bereits im September zwei mit Brain Test belastete Apps identifiziert, woraufhin diese aus dem App Store geflogen sind. Nun sind Lookout 13 weitere Apps aufgefallen, wie ein Blogeintrag beschreibt. Dabei handelt es sich anscheinend nicht um obskure Software, die ohnehin niemand benutzt: Die betroffenen Apps seien insgesamt über hunderttausend Mal heruntergeladen worden und besaßen mindestens eine Bewertung von vier Sternen.

Teils über hunderttausend Downloads

Die Apps selbst wurden offenbar von den Urhebern von Brain Test erschaffen, um die Schadsoftware zu verbreiten. Dabei handelt es sich zum Teil um Spiele, die infizierte Smartphones nutzen, um das eigene Ranking im Play Store zu verbessern und sich eine gute Bewertung zu erschleichen. Brain Test überprüft etwa, ob ein Gerät gerootet ist, um sich schließlich Zugangsrechte zu verschaffen und hartnäckig einzunisten – auch nach einem Factory Reset.

Auf dem Blog findet sich eine Liste der entfernten Apps. Solltet Ihr also in der Vergangenheit eine oder mehrere der folgenden Anwendungen heruntergeladen haben, dann ist Euer Smartphone wahrscheinlich mit Brain Test infiziert: Cake Blast, Jump Planet, Honey Comb, Crazy Block, Crazy Jelly, Tiny Puzzle, Ninja Hook, Piggy Jump, Just Fire, Eat Bubble, Hit Planet, Cake Tower und Drag Box. Der Fall zeigt, dass auch beim Download von Apps aus vertrauenswürdigen Quellen Vorsicht geboten ist, wie Lookout anmerkt.


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