"Quizduell" im Ersten: ARD lässt die App links liegen

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Quizduell im Ersten: Start mit Hindernissen
Quizduell im Ersten: Start mit Hindernissen

Auch die zweite Folge von "Quizduell" muss ohne die vielen Tausend Nutzer auskommen, die per App mitspielen wollten. Nach einem Totalausfall des Servers am Montag verzichtet Das Erste auch heute auf die App-Integration.

Damit zieht der Sender die Konsequenz aus der veritablen technischen Panne, die die Premiere der interaktiven Gameshow im ARD-Vorabend alles andere als interaktiv werden ließ.

Denn als Moderator Jörg Pilawa die Nutzer an den angeschlossenen Smartphones auffordern wollte, gegen das Studio-Team zu spielen, passierte einfach nichts. Die erste Erklärung: Der Server war gehackt worden. Wahrscheinlicher war allerdings eine Überlastung, da sich vorab rund 190.000 App-Nutzer angemeldet hatten, um live mitzuspielen.

"Quizduell unplugged - Fernsehen der 80er Jahre"

Zudem war am Dienstag bekanntgeworden, dass durch eine Sicherheitslücke in der App-Anmeldung für die ARD-Sendung persönliche Daten von rund 50.000 Spielern frei zugänglich waren. Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels äußerte sich der Sender nicht dazu, ob die Sicherheitslücke mittlerweile geschlossen ist.

Das Schlimme daran: Das Problem ist bereits vor der Premiere-Sendung am Montagabend bekannt gewesen, berichtet Heise online. Die Daten von mehr als 50.000 Nutzern konnten "mit einem einfachen Trick" abgerufen werden, was man nach dem Hinweis eines Lesers überprüft habe. Während der späteren Live-Übertragung der Quizduell-Show soll es zudem möglich gewesen sein, Antworten für andere Nutzer zu senden.

Dass nun auch an Tag 2 die Technik streikt, macht den Pleiten-und-Pannen-Hattrick fürs Erste perfekt. Anstatt interaktiven Spielspaß zu bringen, versendet der öffentlich-rechtliche Sender eine Gameshow nach alter Machart. Oder wie es Pilawa gestern selbst treffend formulierte: "Quizduell unplugged - Fernsehen der 80er Jahre".

Und es geht noch peinlicher: Die Studiogäste spielen ersatzweise gegen das Publikum. Allerdings konnte die Produktionsfirma itv so kurzfristig nicht genug Abstimmgeräte beschaffen. Und so sitzt selbst im Studio ein Großteil der Ratefüchse auf dem Trockenen...


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