Smartphones aus Deutschland: Nischen-Handys "Made in Germany"

Smartphones aus Deutschland: ein Herz für Nischen-Handys
Smartphones aus Deutschland: ein Herz für Nischen-Handys(© 2020 Via Instagram @shiftphones)

Kuckucksuhren, Autos, Bier: Wir Deutschen spielen nicht umsonst jährlich um die Exportweltmeisterschaft, schließlich sind unsere Produkte weltweit gefragt. Anders sieht das bei Smartphones aus. Dabei lohnt sich auch hier ein Blick auf deutsche Handyhersteller.

Ob Apple, Samsung, Huawei oder Xiaomi: Entweder stammen unsere täglichen Begleiter aus Fernost oder Fernwest. Doch habt ihr schon einmal etwas von Carbon Mobile, Blloc oder Shift gehört? Wenn nicht, dann erfahrt, wer hinter diesen unbekannten Namen steckt. Wir stellen sie euch im Detail vor.

1. Smartphones aus Deutschland: Shift

Wer schon einmal vom Fairphone gehört hat und sich dem Thema Nachhaltigkeit gern zuwenden möchte, kann sich gleich aus regionaler Produktion bedienen. Denn Shift bietet eine Fairphone-Alternative ohne Kinderarbeit, dafür mit fairen Löhnen und Arbeitszeiten. Genau wie das große Vorbild arbeitet Shift auch mit austauschbaren Modulen, deren Einbau leicht auf YouTube nachzuschauen ist.

Zwar stammt das Konzept aus Deutschland, die Produktion aber findet im Ausland statt. Das ist nicht weiter schlimm, sorgt Shift damit im sonst doch eher prekären Tech-Markt vor Ort für faire Verhältnisse. Dafür handelt es sich bei den aktuellen Modellen, dem SHIFT6m sowie dem Shift5me, um die nach eigenen Angaben „modularsten Smartphones der Welt“. Die Preise sind zwar obere Mittelklasse, dafür tut ihr was Gutes. Ein Blick auf das Portfolio von Shift kann also nicht schaden.

2. Smartphones aus Deutschland: Carbon Mobile

Wie der Name schon sagt, nutzt der deutsche Handyhersteller Carbon Mobile Carbon-Gehäuse. Nach Herstellerangaben macht dieses ihr Smartphone –  besonders flach, leicht und robust. Schließlich wird Carbon auch bei Raumfahrzeugen angewendet.

Das Carbon 1 soll im Frühjahr dieses Jahr erscheinen. Die Vorbestellung auf ihrer Homepage soll auch bald starten, die Stückzahl ist allerdings begrenzt. Interessenten sollten also schnell sein. 

3. Smartphones aus Deutschland: Blloc-Smartphone

Ähnlich wie Shift hat sich auch das Berliner Start-up Blloc zur Aufgabe gemacht, eine interessante Alternative zu Apple, Samsung und Co zu schaffen. Doch anders als besonders nachhaltig sein zu wollen, möchte Blloc besonders minimalistisch sein. Heißt: energiesparend. Denn der deutsche Handyhersteller hat eine eigene, auf Android 8.1 basierendes Benutzeroberfläche entwickelt.

Sie heißt Blloc OS und verfügt über ein auf unterschiedlichen Graustufen basierendes Farbsystem. Damit soll eine außergewöhnlich hohe Akkulaufzeit erreicht werden, Farben sollen dennoch wiedergegeben werden.

4. Smartphones aus Deutschland: Gigaset

Im Gegensatz zu den anderen deutschen Herstellern produziert Gigaset auf heimischen Boden. Und das schon lange: Schließlich stellt das Unternehmen mit Sitz in Bocholt schon lange Festnetztelefone und Tablets her – und seit 2015 auch Smartphones.

Damals entwickelte und bewarb Gigaset drei Smartphones – leider mit eher mäßigem Erfolg – trotz des simplen Designs, leistungsstarker Technik und einem vergleichsweise günstigen Preis.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone X von Jeff Bezos gehackt: Wie konnte das passie­ren?
Francis Lido
Das iPhone X ist durch Technologien wie Face ID eigentlich gut geschützt
Auch der reichste Mann der Welt ist nicht sicher vor Cyber-Angriffen via WhatsApp: So lief der Hack von Jeff Bezos' iPhone X ab.
Xiaomi Mi Note 10 im Kamera-Test: 108 Mega­pi­xel auf dem Prüf­stand
Andreas Marx
Her damit7Das Mi Note 10 besticht nicht nur mit seiner Hinteransicht
Mit dem Xiaomi Mi Note 10 legte das Unternehmen ein echtes Fotowunder hin. Wir haben es uns abermals zur Brust genommen.
iPhone 11: Apple enttäuscht im Kamera-Test von DxO
Francis Lido
Trotz Platz 17 im DxOMark-Ranking: Das iPhone 11 hat eine gute Kamera
Wie schneidet das iPhone 11 im Kamera-Text von DxO ab? Nicht so gut, wie von manchen erwartet: Ein Platz in den Top 10 bleibt dem Smartphone verwehrt.