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Street View im Kleinformat: Google digitalisiert das Miniatur Wunderland

Das ist natürlich nur das Modell eines Street-View-Autos.
Das ist natürlich nur das Modell eines Street-View-Autos. (© 2016 CURVED )
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13.01.16 von

Marco Engelien

Liebling, wir haben das Street-View-Auto geschrumpft. Dank Google können Modellbaufreunde das Miniatur Wunderland in Hamburg ab sofort aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Das haben wir uns angesehen.

Die großen StreetView-Autos dürfte mittlerweile jeder Großstädter schon einmal gesehen haben. Die Google-Wagen fahren durch Städte, digitalisieren eben jene und machen sie für Nutzer am PC und mobil begehbar. Ein Trip zum Time Square in New York ist am Bildschirm nur ein paar Klicks. Soweit, so gewöhnlich. Heute hat das Unternehmen zusammen mit dem Hamburger Miniaturwunderland die Mini-Variante von StreetView vorgestellt. Alle Straßen und Zugstrecken des Modellbau-Mekkas sind für Nutzer einsehbar.

Um das zu realisieren war allerdings eine Menge Arbeit notwendig. Wobei die Verantwortlichen von dem Wort eigentlich nichts hören wollen. "Wir haben ein Jahr zusammengespielt", sagte Frederik Braun, Gründer des Miniatur Wunderlandes. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht. "Es gehört viel Arbeit dazu, die Bilder zusammenzusetzen", gibt Sven Tresp vom StreetView-Team zu.

Kleine Kameras für große Bilder

Um das Projekt zu realisieren, haben die Google-Mitarbeiter handelsübliche Digitalkameras zerlegt und an je einem Modellbus und -Zug befestigt. Mit dem einfachen Abfahren der Strecken war es dann aber immer noch nicht getan. Die Fahrzeuge sind jeweils ein paar Zentimeter ganz langsam gefahren und haben dann Fotos geschossen. Eine an der Decke hängende digitale Spiegelreflexkamera hat das Bild vervollständigt. Je nach Raum und Belichtung mussten die Linsen außerdem ständig neu justiert werden.

Das Ergebnis kann sich ab sofort jeder unter diesem Link ansehen. Alternativ ruft Ihr Google Maps auf und zieht den Pegman auf das Miniatur Wunderland. Dass ab sofort die Besucher im Miniaturwunderland ausbleiben, glaubt Frederik Braun nicht. Er sieht das Street-View-Projekt eher als Bonus für Modellfans. Die Demo von Sven Tresp bestätigt das. Die zeigte nämlich den Check-in-Bereich am Hamburger Flughafen. Für den Besucher ist die nicht mehr ersichtlich, weil sie mit der Zeit zugebaut wurde. Der Gedanke dahinter: Man soll mit Street View Dinge finden, die man vielleicht beim Besuch übersehen hat.

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