Studie: Smartphones machen kurzsichtig

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Das menschliche Auge passt sich vor allem in der Jugend den ihm gestellten Aufgaben an
Das menschliche Auge passt sich vor allem in der Jugend den ihm gestellten Aufgaben an(© 2015 CC: Flickr/Toca Boca)

Smartphones machen kurzsichtig – vor allem bei häufiger Nutzung in jungen Jahren: Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die den Zusammenhang von der Nutzung mobiler Geräte und der Sehfähigkeit untersucht hat.

Demnach seien vor allem solche Menschen gefährdet, die schon in jungen Jahren viel auf kleine Bildschirme starren, berichtet die Welt unter Berufung auf eine Studie des "European Journal of Epidemiology". Von Geburt an sei der Mensch in der Regel eher weitsichtig – das Auge passe sich dann den Anforderungen des Alltags an.

Bildung beeinflusst Sehvermögen

Wer nun bereits als Kind viel auf die Displays von Smartphones und Tablets schaue, trainiere sich deshalb die Kurzsichtigkeit nahezu an. Besonders sei dies im Alter zwischen 8 und 15 Jahren der Fall – also genau der Zeit, in der viele junge Menschen von der Kommunikation mit dem Smartphone besonders fasziniert seien. Aktuell hätten bei den 55- bis 59-Jährigen in Europa etwa 28 Prozent mindestens minus 0,75 Dioptrien; bei den 25- bis 29-Jährigen seien es sogar schon 47 Prozent.

Bereits im Jahr 2014 hatte die Universität Mainz eine ähnliche Studie durchgeführt, die den Zusammenhang von Bildungsgrad und Kurzsichtigkeit untersucht hatte. Demnach sei nur ein Viertel der Menschen ohne höhere Schulbildung kurzsichtig, während es bei den Hochschulabsolventen knapp 53 Prozent seien. Vor allem in Asien zeige sich diese Entwicklung besonders deutlich: In Südkorea seien bei einer Untersuchung unlängst knapp 96 Prozent der Rekruten kurzsichtig gewesen. Dem Bericht zufolge ist es deshalb umso wichtiger, gerade während der Entwicklung die Augen zwischendurch zu entspannen – Kinder sollten deshalb möglichst oft weg von den Displays ihrer Smartphones und an die frische Luft.


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