Tidal-Start: Jay Z schart Rihanna, Madonna & Co um sich

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Jay Zs Tidal: Wenn Jigga anfragt, kommen die Stars gelaufen
Jay Zs Tidal: Wenn Jigga anfragt, kommen die Stars gelaufen (© 2015 CC: Flickr/Barack Obama, CURVED Montage)

Vorhang auf für Tidal: Die von Jay-Z im Januar zugekaufte Premium-Musikplattform öffnet heute offiziell ihre Pforten – in den USA und auch in Deutschland.  Mit am Start kann der  Hip Hop-Superstar das Who-is-Who der Branche präsentieren: Rihanna, Madonna, Nicki Minaj – und sogar Taylor Swift!

19,99 Euro pro Monat für einen Streaming-Dienst – das Doppelte von Spotify? Die Zahlungsbereitschaft von Musikliebhabern im digitalen Zeitalter kann HipHop-Mogul Jay Z ab heute überprüfen: Sein Premiumdienst Tidal geht nämlich heute in den USA und bei uns an den Start – ab 23 Uhr wird es so weit sein.

Tidal? Die Musikplattform für Audio-Streams in höchster Qualität, die über iOS oder Android genauso wie über Mac und PC genutzt werden kann,  gehört seit Jahresanfang tatsächlich Sean Carter, wie der HipHop-Superstar mit bürgerlichem Namen heißt. Für satte 56 Millionen Dollar übernahm Jay Zs Firma das schwedische Unternehmen Aspiro mitsamt seiner beiden Streaming-Dienste Tidal und Wimp, das bislang in fünf Ländern – nämlich Schweden, Dänemark, Norwegen, Polen und Deutschland – verfügbar ist und zusammengerechnet auf 580.000 Abonnenten kommt.

Crème de la Crème der Branche zum Start versammelt

Der Premiumdienst beginnt praktisch bei null. Ganze 17.000 zahlungswillige Nutzer hatten sich im Vorfeld bei Tidal vorangemeldet, das heute , am 30. März, in den USA und auch bei uns den Betrieb aufnimmt – und zwar für den satten Monatspreis von 20 Dollar bzw. Euro  im Monat für die Premiumversion. Geboten wird dafür Streaming in höchster Klangqualität – nämlich mit bis zu 1411 kbit/s (Hifi). Für die Hälfte des Geld werden die AAC-Dateien mit standardmäßigen 320 kbit/s abgetastet.

Satte 25 Millionen Titel und immer 75.000 Musik-Videos in HD-Qualität verspricht Tidal zum Start – darunter die ganz Großen der Zunft: Madonna, Coldplay, Daft Punk, Calvin Harris – und vor allem die R&B- und HipHop-Clique um seine Frau Beyoncé, Buddy Kanye West, Usher, Rihanna oder Nicki Minaj, die dann auch alle brav via Twitter für Tidal trommeln.

Kein Wunder, dass  Neueigentümer Jay-Z gleich zum Auftakt zugkräftige Künstler präsentieren möchte.  Ein Monat ist es her, dass der Rap-Veteran, der vor 19 Jahren mit "Reasonable Doubt" sein Debüt hinlegte,  die ganz großen Pop-Stars unserer Tage zu  einem Musik-Gipfel einlud.

Jay Z überzeugt sogar Taylor Swift 

Seinerzeit und heute ebenfalls mit am Start: sogar Taylor Swift!  Die "Shake it off"-Chanteuse findet Streaming plötzlich doch offenbar sehr sinnvoll. Dabei hatte die aktuell extrem angesagte US-Sängerin Monate zuvor noch in dramatischer Form ihre Trennung von Spotify verkündet.

"Die Musikindustrie verändert sich so schnell, sodass sich alles Neue – wie etwa Spotify – wie ein großes Experiment anfühlt. Und ich möchte nicht mein Lebenswerk für ein Experiment zur Verfügung stellen", begründete  die streitbare 25-Jährige im Ton einer echten Diva ihren Exit –  seit November sind keine Alben mehr von der angesagten US-Sängerin bei Spotify zu finden.

"Meine Meinung ist, dass Musik nicht kostenlos sein sollte", hatte Swift ihren Standpunkt im Wall Street Journal Monate zuvor bereits vorweggenommen. Mit dem Argument kann Swift bis heute wieder punkten: Anders als Spotify bietet Tidal keine kostenlosen Streams mit Werbeunterbrechung. Und: Den aktuellen Bestseller "1989" gibt es weiterhin nur als klassischen Download bei iTunes & Co.

Wie ist Euer erster Eindruck von der Streaming-Plattform Tidal? Lohnt sich der neue Streaming-Dienst? Berichtet uns von Euren Erfahrungen! 


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