Türkei blockiert Tor-Netzwerk und VPN-Verbindungen

Weg damit !9
Gesperrt: Wenn die Regierung entscheidet, was die Bürger im Internet sehen dürfen
Gesperrt: Wenn die Regierung entscheidet, was die Bürger im Internet sehen dürfen(© 2014 istock.com/lcswart)

Nachdem in der Türkei schon soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter gesperrt wurden, damit keine Informationen an die Öffentlichkeit gelangten, wird die Zensur jetzt noch verschärft. Laut einem Bericht von Turkey Blocks werden jetzt VPN-Verbindungen und das Tor-Netzwerk blockiert.

Per VPN (Virtual Private Network) werden, vereinfacht gesagt, Verbindungen ins Internet umgeleitet und verschlüsselt. Fast so, als würdet Ihr zu Hause sitzen und mit einem sehr langen LAN-Kabel trotzdem im Netzwerk Eurer Firma stecken. Nur, dass VPN eben kein physisches Kabel braucht, sondern sich virtuell über das Internet aufbaut.

Internet-Zensur verschärft

Tor ist ein kostenloser Dienst, der durch Anonymisierung der Verbindung die Internet-Zensur der Regierung eigentlich umgehen kann. Doch wie es scheint, wurde der direkte Zugang zum Tor-Netzwerk nun auch gesperrt. So wird es für normale Nutzer immer schwieriger, sich über Zensurmaßnahmen hinwegzusetzen. Über Umwege sei der Zugriff aber noch möglich, heißt es in dem Bericht. Dasselbe gelte für VPN-Verbindungen.

Bisher wurden Online-Dienste immer nur ereignisbasiert gesperrt. Zum Beispiel war im Oktober der Zugang zu Cloud-Diensten wie Google Drive, GitHub, Dropbox und Co. blockiert, damit keine Dokumente um den Skandal des Energieministers Berat Albayrak, dem Schwiegersohn von Präsident Erdogan, veröffentlicht werden konnten. Im November gab es eine Sperre für Medien, Facebook, WhatsApp und andere Messenger, um Proteste gegen die Verhaftungen von Abgeordneten der linksliberalen Partei HDP zu verhindern.


Weitere Artikel zum Thema
Diese 20 Apps sind die größ­ten Akkufres­ser
Jan Johannsen3
Wer die richtigen Apps löscht, muss seine Gadgets weniger aufladen.
Wenn der Akku viel zu schnell leer ist, kann die Ursache in der Software liegen. Die folgenden 20 Apps verbrauchen besonders viel Strom.
Phis­hing per iMes­sage und SMS: Betrü­ger haben es auf Apple IDs abge­se­hen
Guido Karsten
Nachrichten von unbekannten Kontakten mit Links darin sollten Euch immer nachdenklich stimmen
Messenger-Dienste wie iMessage werden immer wieder von Betrügern zweckentfremdet. In einem neuen Fall haben es Hochstapler auf Apple IDs abgesehen.
Einkau­fen per WhatsApp: Online-Super­markt Ally­ou­nee­dFresh macht's möglich
Guido Karsten
AllyouneedFresh YouTube
Bei AllyouneedFresh kann man jetzt auch per WhatsApp einkaufen. Die Lieferung erhaltet Ihr am nächsten Tag.