US-Gericht will negative Amazon-Bewertungen aufdecken

Amazon soll die Nutzerdaten von mutmaßlichen Fälschern weitergeben.
Amazon soll die Nutzerdaten von mutmaßlichen Fälschern weitergeben.(© 2014 CURVED)

Ein Händler vermutet hinter schlechten Bewertungen auf dem Online-Shop eine Hetzkampagne und gefälschte Beiträge. Dafür will das Unternehmen jetzt eine einstweilige Verfügung erwirken. 

Falsche Behauptungen

Ein US-Gericht hat einem Amazon-Händler grünes Licht dafür gegeben, eine mutmaßliche Hetzkampagne aufzudecken. Ubervita, ein Verkäufer von Nahrungsergänzungsmittel, behauptet, dass sich auf dem Online-Shop gefälschte negative Bewertungen zu seinen Produkten befinden. Gegen Amazon und auch gegen das US-Anzeigenportal Craigslist will Ubervita eine einstweilige Verfügung erwirken. Die Justiz erteilt dem Unternehmen jetzt die Erlaubnis, den Fall zu verfolgen.

Anonyme Kritiker wollten auf Amazon die Produktpalette von Ubervita "zerstören" und haben auf Craigslist behauptet, dass der Hersteller Personen für positive Rezensionen bezahlt, lautet der konkrete Vorwurf. Der Händler habe dadurch einen Wettbewerbsnachteil in seinem Markt erlitten, heißt es. Ubervita vermutet hinter den Beiträgen auf den US-Portalen eine Hetzkampagne der Konkurrenz.

Personendaten eingefordert

Mit einer einstweiligen Verfügung will Ubervita herausfinden, wer hinter den Verfassern der negativen Beiträge steckt. Laut dem US-Gericht darf das Unternehmen umfassende Daten von den Betreibern der Websites einfordern: Namen, Adressen, Telefonnummern, Email-Adressen sowie Kreditkarten- und Bankinformationen will sich Ubervita jetzt von Amazon und Craigslist holen. Die betroffenen Portale haben sich zu dem Fall noch nicht geäußert.


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