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Verkehrsminister will kostenloses WLAN in Regionalzügen

Der Verkehrsminister fordert, dass nicht nur Fahrgäste im ICE Gratis-WLAN nutzen können
Der Verkehrsminister fordert, dass nicht nur Fahrgäste im ICE Gratis-WLAN nutzen können (© 2015 CC: Flickr/onnola )
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19.01.15 von

Michael Keller

Kommt bald mobiles Internet für alle Kunden der Deutschen Bahn? Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat gefordert, dass die Bahn bis zum Jahr 2016 das kostenlose WLAN-Angebot ausweiten soll – auch auf Regionalbahnen.

Bereits Anfang Dezember 2014 hatte Bahnchef Grube versprochen, 200 Millionen Euro in den Ausbau des kostenlosen WLAN entlang der Zugstrecken zu investieren. Allerdings sollte dieses Angebot bis zum Jahr 2016 nur für Fahrgäste der ICEs zur Verfügung gestellt werden. Dobrindt forderte nun in einem Interview mit der WirtschaftsWoche, dass dieses Angebot auch für Fahrgäste von Regionalbahnen gelten müsse. "Kostenloses WLAN muss es im ICE genauso geben wie im Regionalexpress und in den Bahnhöfen", sagte Dobrindt. Für den Weg Deutschlands in die digitale Gesellschaft dürften keine Ausnahmen gemacht werden.

Technische Herausforderung

Ob die Bahn diese Forderung einfach umsetzen kann, ist hingegen fraglich. Grube hatte im Dezember vorgerechnet, dass vor allem die lückenlose Verbindung entlang des Schienennetzes eine technische Herausforderung sei. Wenn sich viele Menschen bei hohen Geschwindigkeiten gleichzeitig in das WLAN einwählen, werden eine Menge Funkstationen benötigt, damit die Verbindung zum Internet nicht abbricht. Da deutlich mehr Regionalzüge unterwegs sind als ICEs, dürfte deren Versorgung mit einem unterbrechungsfreien WLAN auch eine noch größere Herausforderung darstellen.

Dobrindt sprach sich außerdem dafür aus, die hohen Roaminggebühren innerhalb der Europäischen Union abzuschaffen: "Das Ziel muss ein gemeinsamer Markt für Europa sein, wo es keine Unterschiede macht, ob sich jemand über Ländergrenzen bewegt." Dieser Gedanke geht natürlich noch etwas weiter als die aktuelle Roaming-Verordnung, die 2012 vom EU-Parlament beschlossen wurde: Sie senkte die Obergrenze für Mobilfunkgebühren für eigene Anrufe im EU-Ausland zum 1. Juli 2013 zunächst auf 0,24 Euro pro Minute zuzüglich Mehrwertsteuer. Im zweiten Schritt wurde die Obergrenze zum 1. Juli 2014 auf 0,19 Euro je Minute zuzüglich Mehrwertsteuer festgelegt. Genauere Infos finden sich auf der Seite der Bundesnetzagentur.

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