Vero: Warum gerade alle auf das neue soziale Netzwerk abfahren

Neuer Konkurrent für Facebook gesichtet – dabei ist "Vero" eigentlich gar nicht so neu. Version 1.0 der iOS-App landete bereits Ende April 2017 im App Store, doch verzeichnet die Anwendung nun einen rasanten Anstieg bei den Nutzerzahlen. Was ist da los?

"Vero" wirbt auf seiner Webseite damit, es seinen Mitgliedern einfacher zu machen, alltägliche Dinge zu posten und einzugrenzen, wer diese Beiträge schließlich zu sehen bekommt. Außerdem zeigt die App keine Werbung an und sammelt laut den Betreibern auch keine Daten über seine Nutzer. Für die Finanzierung des Dienstes sei dies auch gar nicht notwendig, sagen die Macher. Geld will Vero in erster Linie mit einer Provision verdienen, die anfällt, wenn Dinge über das soziale Netzwerk verkauft werden. Außerdem soll es in Zukunft eine geringe jährlich anfallende Nutzungsgebühr geben.

Plötzlich in den Charts

Wie ein Sprecher von Vero gegenüber Inverse mitteilte, kletterte die App in den vergangenen Tagen auf Platz drei der US-iTunes-Charts für soziale Netzwerke. Zudem war sie plötzlich unter den Top 10 der kostenlosen Apps vertreten. Klar, dass da mit einem Mal auch die Nutzerzahlen rasant ansteigen und Vero seit dem letzten Februar-Wochenende gegen eine Überlastung seiner Server ankämpft.

Fraglich ist nun, wie sich der weitere Werdegang von Vero entwickeln wird. Ein soziales Netzwerk ist schließlich nur nützlich, wenn auch genügend Freunde die App nutzen. Es muss also eine Art kritische Masse von Nutzern erreicht werden, die dafür sorgt, dass sich weitere Nutzer die Anwendung installieren, um mit ihren Bekannten in Kontakt zu bleiben. Vielleicht hilft ja auch das Versprechen der Betreiber, dass die erste Million registrierter Nutzer Vero lebenslang kostenlos darf, diese kritische Masse zu erreichen.


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