Acer Chromebook Tab 10 im Test: das Schul-Tablet mit Chrome OS im Hands-on

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Acer Chromebook Tab 10
Acer Chromebook Tab 10(© 2018 CURVED)

Das Acer Chromebook Tab 10 ist vor allem für Schulen gedacht, aber auch für die private Nutzung durchaus eine gute Idee. Wir haben uns das Tablet beim Event in New York genauer angeschaut.

Googles Betriebssystem fristet ein Deutschland in Nischendasein. Zu Unrecht, denn Chrome OS ist schlank und schnell und bietet alle wichtigen Funktionen für Alltag, Arbeit und Schule. Zudem hat man mittlerweile Zugriff auf zwei Millionen Android-Apps. Und dank Offline-Funktionen der Apps gehört der Online-Zwang aus der Anfangszeit von Chrome OS inzwischen der Vergangenheit an.

4:3-Touchscreen und ein Stift

Das Kunststoffgehäuse des Acer Chromebook Tab 10 ist sehr griffig, allerdings wäre mir das Tablet zur Nutzung unterwegs zu groß. Sitzt man aber an einem Schreibtisch oder auf dem Sofa, ist es perfekt.

Das 9,7 Zoll große IPS-Display hat mit 2048 x 1536 Pixeln keine extrem hohe Auflösung, die aber völlig ausreicht. Das Seitenverhältnis von 4:3 kommt Din A5 oder Din A4 nahe, so dass man gut drauf arbeiten kann. Für Filme im 16:9-Format bietet es sich aber weniger an. Der Touchscreen hat eine hohe Blickwinkelstabilität und kräftige Farben. Für den Klassenraum ist er auch hell genug. Bei Ausflügen ins Freie könnte zu viel Sonnenlicht allerdings für Probleme sorgen. Ich hätte auch ein mattes, nicht spiegelndes Display bei einem Arbeits- und Schulgerät sinnvoll gefunden.

Im Gehäuse des Acer Chromebook Tab 10 befindet sich ein Touchpen, den man bequem aus seiner Halterung bekommt und mit dem man vergleichsweise natürlich auf dem Touchscreen schreiben und zeichnen kann. Befindet er sich in der Nähe, reagiert der Bildschirm nicht mehr auf andere Berührungen. So kann man ohne Probleme den Handballen ablegen.

Der digitale Stift bietet noch weitere praktische Funktionen. Dazu gehören neben Screenshots eine Lupe, die einen kleinen Bereich des Displays vergrößert, sowie ein Laserpointer. Das dürfte vor allem praktisch sein, wenn man das Tablet für eine Präsentation an einen Beamer oder großen Bildschirm anschließt.

Knapper Speicher und flotte Hardware

Mit seinem OP1-Prozessor, der einen Dual- und einen Quad-Core-Prozessor vereint, sowie vier Gigabyte Arbeitsspeicher scheint das Chromebook Tab 10 genug Leistung für Chrome OS und die angedachten Anwendungen abrufen zu können. Auch mehrere geöffnete Apps stellen kein Problem dar. Über eine Schaltfläche wechselt man schnell zwischen ihnen hin und her.

Der interne Speicher ist nur 32 Gigabyte groß, aber Chrome OS ist auch nicht für lokale Horten von Daten vorgesehen. Es gibt zwar viele verschiedene Cloud-Speicher, allerdings könnten die 32 Gigabyte bei einigen großen Apps schnell zu wenig werden. Bei Bedarf lässt sich der Speicher mit einer microSD-Karte erweitern.

Das Chromebook Tab 10 verfügt über eine 2-Megapixel-Kamera auf der Vorder- und eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Die sind aber weniger für Fotos, sondern eher für Videochats oder die Erfassung der Umgebung des Tablets gedacht. Neben dem Einscannen von Notizen und Dokumenten könnten in Zukunft auch Augmented-Reality-Anwendungen dazu zählen.

Der Akku des Acer Chromebook Tab 10 soll bis zu zehn Stunden durchhalten. Aufgeladen wird er über einen USB-C-Anschluss. Mit WLAN nach dem ac-Standard ist das Tablet für eine schnelle drahtlose Datenübertragung vorbereitet und lässt sich über Bluetooth 4.1 mit externen Geräten wie Tastaturen oder Kopfhörer koppeln.

Vorläufiges Fazit

Acer will das Chromebook Tab 10 ab Juli für eine unverbindliche Preisempfehlung von 389 Euro in Deutschland verkaufen. Es ist sicherlich nicht für jeden das passende Tablet, aber für seinen gedachten Einsatzort in Schule, Uni oder bei der Arbeit, sicherlich besser geeignet als viele andere Android-Tablets. Dabei erweisen sich das Displayformat und der Stift als hilfreich. Nachteile gegenüber Android hat Chrome OS für diesen Einsatzzweck auf den ersten Blick nicht.


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