Energizer P18K Pop im Test: Ein Akku mit Smartphone-Funktionen im Hands-on

Energizer P18K Pop
Energizer P18K Pop(© 2019 CURVED)

Energizer ist landläufig als Hersteller für Batterien bekannt. Auf dem Mobile World Congress 2019 stellte das Unternehmen etliche Smartphones vor. Darunter: ein Akku mit Telefonfunktion. Ein Hands-on.

Display, Kamera und Leistung sind bei fast jedem Smartphone über 250 Euro in Ordnung. Ein Problem, dass kaum ein Hersteller gelöst bekommt, ist die Akkulaufzeit. Klar, es gibt die Schnellladetechnologie: 15 Minuten Laden bringen 8 Stunden Betrieb. Nur muss man dafür nicht nur sein Ladekabel samt Stromadapter immer dabei haben, es muss auch eine Steckdose in Reichweite sein. Beim Energizer P18K Pop ist das anders.

Ein Akku mit eingebautem Telefon

Sicher, auch das Smartphone müsst ihr irgendwann mit Strom versorgen, bis dahin vergehen aber garantiert einige Tage. Denn das Alleinstellungsmerkmal des Energizer-Smartphone ist, Überraschung, der Akku. Der hat eine Kapazität von 18.000 mAh. Das soll ausreichen, um vier Tage am Stück YouTube-Videos zu schauen, hieß es am Messestand. Alternative kann das Smartphone bis zu einer Woche ohne Steckdose auskommen, so ein Sprecher weiter.

18.000 mAh! Dass das Gerät da nicht schlank ist, liegt auf der Hand.(© 2019 CURVED)

Das hat natürlich seinen Preis: Das Energizer P18K Pop ist nicht gerade ein Gerät, das man als "dünn" bezeichnen würde. Entsprechend schwer liegt es in der Hand und in der Hosentasche könnte es unter Umständen auch schwer werden, mit dem Akku-Monster. Ob das die Kunden nicht abschreckt? "Nein", sagt ein Sprecher. "Sie dich um. Ob du unser Smartphone nimmst, oder eine Powerbank mit dir herumschleppst, das ist doch dann egal." Recht hat er. Hier auf dem MWC hat garantiert jeder einen tragbaren Akku dabei. Von morgens bis abends Termine, Fotos knipsen, E-Mails, Social Media, das hält kein Akku durch. Halt: Fast keiner!

Der des Energizer-Phones wurde laut Unternehmen seit Start der Messe am 25. Februar 2019 nicht mehr aufgeladen. Um 10:55 Uhr am 27. Februar zeigt die Anzeige noch 67 Prozent. Genauso viel wie mein Smartphone, dass ich am morgen von der Steckdose gezogen habe. Wahnsinn. Immerhin: Mein Gerät ist nach gut einer Stunde voll. Das geht beim Energizer nicht. Das braucht dreieinhalb Stunden Druckbetankung, bis es wieder bei 100 Prozent ist.

Ein fast gewöhnliches Smartphone

Lässt man den Akku und das Gewicht außen vor, man könnte das Energizer-Smartphone fast als gewöhnlich durchgehen lassen. Der Rahmen besteht aus Aluminium, die Rückseite aus Kunststoff. Das Display ist nahezu randlos, eine Notch gibt es nicht. Dafür verbaut der Hersteller eine sogenannte Pop-Up-Kamera, mit der ihr Selfies machen könnt. Aktiviert ihr diese, fährt sie oben aus dem Gehäuse heraus, schaltet ihr auf die Rückkamera um, verschwindet sie wieder. Daher stammt auch der Namenszusatz "Pop". Auf der Rückseite befindet sich außerdem noch eine Kamera mit drei Objektiven.

Auch einen Fingerabdrucksensor werdet ihr am Gehäuse nicht finden, der befindet sich unter dem Display. Hightech pur, mit einem langen Leben. Als Bonus gibt es das aktuelle Betriebssystem Android Pie oben drauf. All das soll im September 2019 auf den Markt kommen. Für 599 Euro.

Hier noch einmal in aller Kürze die technischen Daten:

  • Display: 6,2 Zoll, 2280 x 1080 Pixel
  • Prozessor: MediaTek P70
  • Speicher:128 GB, per microSD-Karte um 128 GB erweiterbar
  • Dual-SIM-Funktion
  • Kamera: Triplekamera mit 12, 5 und 2 MP
  • Frontkamera: Dualkamera mit 16 und 2 MP
  • Betriebssystem: Android Pie

Vorläufiges Fazit

Das Energizer P18K Pop ist ein Kuriosum auf der Messe, aber es erfüllt den Wunsch nach einem Smartphone mit einer richtig langen Laufzeit. Die ist hier auf jeden Fall gegeben – und zwar egal ob ihr viele Serien schaut, gern und lang Spiele spielt oder euch in den sozialen Netzwerken tummelt. Ein paar Muckis gibt es gratis dazu. Die bekommt ihr nämlich, wenn ihr mit dem Telefon herumlauft. Kompromisse muss schließlich fast immer eingehen. Der Preis von 599 Euro scheint fair. Ob das Smartphone auch liefern kann, erfahrt ihr dann im Test.


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