Libratone Track+ im Test: Stylische In-Ears mit Noise-Cancelling

Unverknotbar, superleicht und perfekt für Sport, Stadt- oder Bürolärm dank Noise-Cancelling: Die Bluetooth-In-Ears Track+ von Libratone im Test.
Unverknotbar, superleicht und perfekt für Sport, Stadt- oder Bürolärm dank Noise-Cancelling: Die Bluetooth-In-Ears Track+ von Libratone im Test.(© 2018 CURVED)

Unverknotbar, superleicht und perfekt für Sport, Stadt- oder Bürolärm dank individuellen Noise-Cancelling: Die stylischen Bluetooth-Hörer Libratone Track+ sollen dem Kabelsalat endgültig ein Ende bereiten und versprechen satten, feinsten Sound, angepasst an jede Umgebung mit langer Akku-Laufzeit. Ob sie all das auch erfüllen, verrät unser Test.

Libratone ist vor allem bekannt für seine minimalistisch-stylischen wie klangstarken Lautsprecher, etwa die Zipp oder One. Mit den Track+ baut der dänische Audiospezialist nun aber auch sein Kopfhörer-Segment weiter aus: Nach den Q Adapt In- und On-Ear-Kopfhörern sind ab sofort die superleichten sportlichen Bluetooth-Hörer Track+ mit Geräuschunterdrückung verfügbar. Wir haben schonmal die Ohren für euch gespitzt.

Tragekomfort im Alltag und beim Sport

Sehr lässig, wie die Track+ sich von den Ohren runterschwingen und das verbindende Kabel weich und federleicht im Nacken ruht. Das softe und flexible Kunststoff-Verbindungskabel ist dabei sehr angenehm zu tragen. Die beiden Steuerungsmodule links und rechts sind auch beim Sport schnell griffbereit und liegen locker und clever positioniert auf der Brust auf, so dass sie dem Leichtgewicht die nötige Form geben und mir das Kabel nicht um den Hals tanzt. Auch das Hörer-Gehäuse ist so geformt, dass das Kabel nicht ins Gesicht fällt, sondern nach hinten verläuft – formvollendet, würde ich sagen.

Kabelsalat hat dank der außergewöhnlichen Kabeldicke tatsächlich keine Chance, selbst wenn ich die Kopfhörer achtlos in meiner Handtasche aufbewahre – wofür sie zugegebenermaßen viel zu schade sind. Auch das mitgelieferte USB-Kabel ist so breit geformt, dass es nur schwer verknoten kann. Im Lieferumfang sind außerdem vier verschiedene Paare Silikon-Aufsätze für die In-Ears enthalten, plus ein Paar Flügelchen für noch festeren Halt im Ohr, etwa beim Sport. Bei mir sitzen die Hörer aber auch ohne Wings perfekt und ohne zu drücken im Ohr – selbst auf dem Fahrrad oder im Fitnessstudio. Nur zum Joggen kommen die Flügelchen mit. Übrigens sind die Hörer schweiß- und spritzwasserfest und überstehen damit auch jedes Outdoor-Training. Einziger Wermutstropfen: Eine Aufbewahrung für die Hörer plus Zubehör ist nicht mit dabei.

Sound und Geräuschunterdrückung

Der Clou an den neuen In-Ears von Libratone ist die regulierbare Geräuschreduzierung (Active Noise Cancellation, ANC): So kann der Anwender über die einfach zu bedienende Libratone-App in vier Stufen selbst regeln, wie viele Außengeräusche durchkommen sollen: von 10 bis 80 Prozent Umgebungsgeräusche – etwa wenn man sich noch mit Menschen unterhalten möchte oder sich im Straßenverkehr bewegt.

Alternativ kann ich es auch den Track+ überlassen, zu entscheiden, ob ich gerade im stillen Kämmerlein hocke oder durch Berlin Mitte tingle und die Welt um mich herum mal mehr und mal weniger hören möchte. Dafür sorgt das hauseigene Feature CityMix, das in meinem Test sehr praktisch und treffsicher agiert, egal ob ich im Zug oder am Hauptbahnhof bin. Darüber hinaus kann ich über die App den Ladestand des Akkus einsehen. Viel mehr Sound-Einstellungen gibt es nicht: Ich hab die Wahl zwischen der neutralen Grundeinstellung, extra Bass oder verstärkten Höhen. Mehr braucht es aber auch gar nicht – ich persönlich bin total glücklich mit dem extra satten Bass sowie dem fein abgestimmten Klang mit den stimmigen Höhen und Tiefen. In Sachen Sound und Tragekomfort sind die Track+ wirklich großartig.

Telefonie und Smartphone-Steuerung

Überrascht hat mich allerdings, wie schlecht der Steuerungsknopf reagiert – dabei sind die Befehle einfach: Einmal tippen für Musik an oder pausieren, zweimal schnell fürs nächste Lied und dreimal für ein Lied zurück. Während die haptisch sehr gut umgesetzten Plus- und Minus-Tasten nicht nur gut zu finden sind, sondern auch prompt reagieren, ist der runde Knopf in der Mitte etwas träge. Tatsächlich löst sich dieses Problem mit längerer Nutzung aber in Luft auf: So, als ob das Knöpfchen sich erstmal eingrooven muss. Also nicht verzagen, sondern fleißig drücken. Das funktioniert übrigens auch, wenn ein Anruf reinkommt. Den kann man über die Track+ entgegennehmen und beenden. Nur abweisen lässt er sich leider nicht. Die Klangqualität beim Telefonieren ist top und die Bluetooth-Verbindung beim Telefonieren wie auch beim Musikhören ist im tagelangen Test stets stabil. Bewege ich mich zu weit vom Smartphone weg, verbinden sich die Track+ automatisch wieder und setzen auch die Musikwiedergabe fort.

Die Akku- und Lade-Dauer

Ausgestattet mit einer automatischen Schlaffunktion, schalten sich die In-Ears ab, wenn man sie über längere Zeit nicht in Betrieb nimmt. Die Zeitspanne dafür kann ich selbst bestimmen. Laut Hersteller sollen die Track+ bis zu acht Stunden lang laufen, in meinem Test kam ich auch annähernd auf diese Zeitspanne – stark. Noch beeindruckender finde ich allerdings die Schnellladefunktion. Binnen 15 Minuten lassen sich die Track+ so weit laden, dass noch locker eine Zugfahrt von Berlin nach Hamburg mit Musik auf den Ohren drin ist. Ganz voll ist der Akku binnen einer Stunde am Ladekabel. Die Kopfhörer warnen den Nutzer übrigens mit etwas Vorlauf per Tonsignal, wenn sich der Akkustand dem Ende neigt.

Fazit und Verfügbarkeit der Track+ von Libratone

Die Track+ von Libratone sind in Schwarz und Weiß zum Preis von 199 Euro erhältlich und überzeugen neben dem formvollendeten Design vor allem mit vollem, aber feinem Sound und starkem Akku, der auch über eine sehr praktische Schnellladefunktion verfügt. Beim Sport, unterwegs wie auch im Büro sind die Track+ ideale Begleiter und bringen mit dem vierstufigen regulierbaren Noise-Cancelling eine charmantes Alltags-Feature auf die Lauscher. Dank des dicken, weichen Kabels haben Knoten keine Chance und die Steuerung funktioniert immer besser, wenn sich die Knöpfe erstmal rund gedrückt haben. Auch die Telefonie war einwandfrei.

Abzug in der B-Note würde ich den Track+ nur geben, weil sie im Vergleich zur ebenfalls dänischen Konkurrenz Jabra deutlich weniger Sport-Funktionen mitbringen: So kosten Jabras In-Ears Elite Sport fast genauso viel und bieten noch einen Sport Coach inklusive Herzfrequenzmesser sowie erweiterte Steuerungsfunktionen für das Smartphone: Etwa lassen sich Anrufe auch per Knopfdruck ablehnen oder tätigen. Eine smarte Aufbewahrungsbox mit integriertem Akku ist auch dabei, während ein Etui bei Libratone gänzlich fehlt. Dafür liegt bei Libratone der Fokus auf der vollen Klangqualität.

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