Marshall Major 3 im Test: Aufsetzen, abrocken!

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Der Marshall Major 3
Der Marshall Major 3(© 2018 CURVED)

Der Major 3 von Marshall verspricht tollen Sound für vergleichsweise wenig Geld. Ob der neue Kopfhörer auch Rockerqualitäten besitzt, klären wir im Test.

Nachdem die britische Indie-Rockband Black Honey mit ihren Auftritt fertig ist, höre ich erst einmal gar nichts mehr. Mann, war das laut! Aber eben auch nicht verwunderlich. Denn ich bin London bei einem Event von Marshall zu Besuch. Und dass man deren Lautsprecher bekanntlich "bis 11" aufdrehen kann, ist seit der Pseudo-Doku "This is Spinal Tap" ja bekannt. Der Grund der Reise ist aber ein anderer: Marshall hat hat eine neue Version seines Kopfhörer-Bestsellers vorgestellt, den Major 3. Mit dem verspricht das Unternehmen guten Sound für wenig Geld.

Wie fühlt er sich an?

79 Euro kostet der Major in der Ausführung mit Kabel. Wer lieber ohne Strippe unterwegs ist, der zahlt 150 Euro für die Bluetooth-Variante. Für das Geld gibt es einen Kopfhörer im klassischen Marshall-Design. Das heißt: Viel Schwarz, wenig Schnickschnack. Der ikonische Marshall-Schriftzug ist an den Ohrmuscheln, wie auf den Verstärken, schön in Weiß hervorgehoben. Die Ummantelung des Bügels und die Muscheln sind außen in Lederoptik gehalten. Das passt zum Rock'n'Roll-Feeling.

Verbessert hat Marshall nach eigenen Angaben die Scharniere, mit denen sich die Ohrmuscheln für den Transport in der Tasche oder im Rucksack einklappen lassen. Tatsächlich wirken sie sehr hochwertig. Nach dem Ausklappen rasten sie fest ein und machen den Eindruck, dass sie so schnell nicht ausleiern.

Außerdem wurden der Bügel und die Ohrpolster überarbeitet. Sie sollen im Vergleich zum Major 2 noch bequemer sein. Ich finde: Der Major 3 sitzt fest, ohne auf den Ohren unangenehm zu drücken. Ein weiterer Vorteil: Zwar bietet der Major 3 kein aktive Geräuschunterdrückung, die Polster schirmen die Ohren aber auch so ganz gut vor Nebengeräuschen ab. Schade finde ich nur, dass die Polster nicht wechselbar sind. Sind sie mit der Zeit verschlissen, muss man sich einen neuen Kopfhörer kaufen.

Wie klingt er?

Bei mir kommt der Sound sehr klar, ausgewogen und detailreich an – das liegt auch an der Unterstützung von aptx-Bluetooth. Die Technik sorgt bei kabellosen Kopfhörern vereinfacht gesagt für eine bessere Übertragungsqualität. Besonders die Rock-Songs von AC/DC, den Rolling Stones, Black Sabbath und Co. konnten sich mit dem Major 3 hören lassen. Aber auch bei anderen Musikrichtungen wird das Klangergebnis zwar sehr sauber transportiert. Das macht schon Spaß. Einzig Hiphop-Fans wünschen sich einen noch kräftigeren Bass.

Auf Wunsch auch an der Strippe: der Marshall Major 3.(© 2018 CURVED)

Ansonsten überzeugt der Major 3 mit einer Top-Akkulaufzeit. 30 Stunden lautet die Herstellerangabe. Während meines viertägigen Tests konnte ich den Kopfhörer nicht leer hören. Top! Ist der Akku doch einmal leer, geht es per micro-USB-Kabel an die Steckdose. Ist keines in der Nähe, stöpselt ihr den Kopfhörer einfach über das mitgelieferte Audiokabel an den Computer oder ans Smartphone. Steuern könnt ihr den Major 3 übrigens über einen kleinen Joystick an der linken Ohrmuschel. Über den schaltet ihr den Kopfhörer ein, reguliert die Lautstärke und springt durch Playlisten.

Fazit: Rock'n'Roll mit langer Laufzeit

Klassisches Design, bequem zu tragen und guter Sound. Es gibt wirklich kaum etwas, das gegen den Marshall Major 3 spricht. Durch die lange Akkulaufzeit wird er außerdem zum perfekten Begleiter für unterwegs. Einzig Hiphop-Fans kommen mit dem Kopfhörer vielleicht nicht voll auf ihre Kosten. Alle anderen können für 79 bzw. 150 Euro bedenkenlos zugreifen.


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