Oral-B Genius ausprobiert: Wenn Zähneputzen zum Spiel wird

Eine Zahnbürste, die Euch ganz genau sagt, wo Ihr noch putzen müsst, um die meisten Punkte zu ergattern und damit optimale Zahnpflege zu betreiben: Die "Genius" ist das neuste Modell aus dem Hause Oral-B und spornt Euch jedes Mal aufs Neue an. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona haben wir uns damit die Zähne geputzt.

Durch eine Saugnapf-Halterung hängt Euer Smartphone im Kopfhöhe am Spiegel. In der App scannt Ihr zuerst Euer Gesicht, um die einzelnen Zonen zu kalibrieren. Dann beginnt Ihr schon mit dem Putzen.

Die Oral B Genius-App(© 2016 CURVED)

App sagt, wo Ihr putzen müsst

Per Bluetooth verbindet Ihr das Smartphone mit der Oral-B Genius. In der App seht Ihr einen Kreis, der auf Euer Gesicht kalibriert wird. Das sind die verschiedenen Zonen, die Ihr beim Putzen "abarbeiten" müsst. Haltet Ihr jetzt die elektrische Zahnbürste beispielsweise an Eure Schneidezähne, verfärbt sich der mittlere Bereich in der App erst Weiß und verschwindet. Dann habt Ihr an dieser Stelle genug sauber gemacht und geht über zur nächsten Zone.

Das spornt total an. Zwei Minuten dauert die Zahnreinigung. Wer zu früh aufhört oder nicht alle Zonen optimal bearbeitet, bekommt am Ende weniger Punkte. In einer Übersicht könnt Ihr Eure letzten Highscores vergleichen und detailliert sehen, wann Ihr mal nicht lang oder gründlich genug geputzt habt.

Oral B GENIUS App(© 2016 CURVED)

Doch es geht nicht nur darum alle Bereiche im Mund gleich gut zu säubern. Die Zahnbürste kontrolliert auch den Druck, den Ihr auf Eure Zähne ausübt. Ist dieser zu stark, leuchtet der Kreis alarmierend rot und Ihr solltet weniger Kraft aufwenden.

Oral B GENIUS App(© 2016 CURVED)

Ein Etui mit USB-Anschluss

Für die Reise gibt es ein praktisches Etui, in dem Ihr den Korpus und zwei Bürsten aufbewahrt. Am unteren Rand zeigt die Hülle den Ladestand der Oral-B Genius über eine LED an. Daneben befindet sich ein USB-Anschluss, über den Ihr zum Beispiel Euer Smartphone aufladen könnt, wenn die Bürste am Strom hängt. Außerdem ist im Deckel der Hülle ein Smartphoneständer angebracht.

Oral-B hat in den vergangenen Jahren schon einige Erfahrungen mit elektrischen Zahnbürsten gesammelt, die sich in smarte Gadgets verwandeln. Beim neuen Modell hat der Hersteller jetzt nochmal kräftig am Akku geschraubt. Dieser hält jetzt bis zu 12 Tagen durch und wird auch in 12 statt 24 Stunden aufgeladen. Der Korpus der elektrischen Zahnbürste hat sich im Vergleich zum Vorgänger auch deutlich verbessert. Er ist leichter und durch eine gummierte Rückseite liegt er auch viel besser in der Hand. Auch lassen sich die Knöpfe besser erfühlen. Vorne seht Ihr jetzt über leuchtende Icon, in welchem Putzmodus Ihr Euch gerade befindet. Am oberen Rand leuchtet ein Ring, dessen Farbe Ihr individuell nach Eurem Geschmack anpassen könnt.

Preis und Verfügbarkeit

Etwa im Juli 2016 sollen die neuen Oral-B-Modelle Genius 8000 in Weiß und 9000 in Schwarz auf den Markt kommen. Auf einen Preis wollte man sich auf dem MWC noch nicht festlegen, er wird aber vermutlich um die 250 Euro liegen.

Vorläufiges Fazit: ein gutes Gefühl

Einige von Euch könnten sich mit der entstehenden Vibration im Kopf unwohl fühlen, da diese sehr stark ist. Mir hat das nicht so viel ausgemacht. Nach zweiminütigem Putzen mit der Oral-B Genius hatte ich ein schön glattes Gefühl auf den Zähnen. Zu Hause benutze ich sonst eine normale Handzahnbürste - der Unterschied war deutlich! Außerdem liebe ich als passionierte Gamerin die Challenges und Highscores, die mir die passende Zahnputz-App mit ihren spielerischen Funktionen gibt. Allerdings ist ein Preis von 250 Euro für eine Zahnbürste - so hightech sie auch sein mag - sehr hoch.


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