Parrot Swing im Test: die unkaputtbare X-Wing-Drohne [mit Video]

Als Kind geträumt, den X-Wing aus "Star Wars" zu fliegen? Parrots Minidrohne Swing ist Quadcopter und Flugzeug in einem: Das leichte Flugobjekt startet senkrecht nach oben und kann dann im Flugzeugmodus mit höherer Geschwindigkeit schnelle Manöver fliegen. Crashs hält sie auch aus, wie sich im Test herausgestellt hat.

Durch die zwei kleinen LEDs am vorderen Teil der Drohne sieht der Swing schon fast wie ein Käfer mit Flügeln aus. Leider ist die Leuchtkraft recht gering, sodass es schwierig wird, bei weiterer Entfernung zu erkennen, wo gerade vorne ist. Aber mit ein wenig Übung hat man das schnell verinnerlicht.

Bis zu 30 km/h schnell

Die Swing hat vier Flügel aus leichtem, schwarzen Styropor und wiegt insgesamt 73 Gramm. Der Look erinnert stark an die X-Wings aus "Star Wars". Zum Start hebt sie wie ein Quadrocopter senkrecht nach oben ab und kann je nach Wunsch auch in der Luft stehen bleiben. Gebt Ihr allerdings richtig Gas, dann klappt sie nach vorne und geht in den Flugzeugmodus. Dafür haltet Ihr je nach Einstellung zum Beispiel am Controller die Schultertaste R2 gedrückt. Jetzt schießt die Swing als X-Wing mit bis zu 30 Kilometern pro Stunde durch die Gegend.

In unserem Test haben wir diese Geschwindigkeit leider nicht erreicht, allerdings gab es auch Wind und Nieselregen. Wahrscheinlich geht die Swing bei schönem Wetter ein bisschen mehr ab. Für die Steuerung ist hier bereits ein Gamepad im Paketpreis enthalten, da sich damit Kunstflüge präziser und einfacher steuern lassen.

Ziemlich robust

Die Minidrohne ist schnell einsatzbereit. Einfach die App "FreeFlight Mini" auf das Smartphone laden und per Bluetooth Controller und Swing koppeln. Schon hebt sie mit einem Klick auf "Take Off" ab. In der Luft steht sie als Quadcopter sehr stabil – wenn kein Wind geht. Bei unserem Test draußen hatte die Swing ordentlich zu kämpfen, obwohl kaum Wind war. Dafür sind die großen Tragflächen verantwortlich.

Der Akku ist derselbe wie bei der anderen aktuellen Minidrohne Mambo. 550mAh reichen bei der Swing für knapp sieben Minuten Flugzeit. Das ist recht kurz, aber für Drohnenflieger auch keine Überraschung. Da die Akkus aber recht klein sind, stört es nicht so sehr, Ersatzakkus mitzunehmen. Diese sind einzeln für je 14 Euro zu haben.

Zu unserer Überraschung ist die Swing ziemlich robust. In unserem Test ist die Minidrohne im Baum gelandet, gegen eine Mauer geflogen, hat sich im Gras verfangen und knallte gegen unser Kamerastativ und Zimmerdecke. Die Styroporflügel haben nicht mal eine Schramme oder ausgefraste Ecke bekommen. Lediglich die Plastikteile, die Flügel und Gerüst verbinden, scheinen recht leicht beim Aufprall aus dem Flügel zu rutschen. Das ist sehr schade. Denn wenn Ihr das Teil nicht wiederfindet, könnt das Ihr das Fliegen vergessen.

An der Unterseite (bzw. hinten im Flugzeugmodus) befindet sich auch ein Kamerasensor, mit dem Ihr Schnappschüsse aufnehmen könnt. Erwartet aber nicht zu viel von der Qualität, denn die ist ziemlich miserabel.

Foto von Parrot Swing(© 2016 o2)

Fazit: ein cooler X-Wing!

Die Minidrohne bekommt Ihr für 139 Euro inklusive Controller für eine bequemere Steuerung. Als Spielzeug macht das Teil echt Spaß, auch wenn die richtig riskanten Manöver ein bisschen Übung erfordern. Zum Glück ist der Swing stabiler als er aussieht, denn schon leichte Windböen lassen den Copter abdriften.


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