Sphero BB-8 Special Edition im Test: Droide mit Jedi-Steuerung im Test

Vergesst Tinkerbots, Zowi oder irgendwelche Drohnen. Der kleine BB-8 aus "Star Wars" übertrifft sie alle. Die neue Version des Roboters könnt Ihr nämlich mit der Macht steuern. Ob das Gadget nur etwas für Jedi-Meister ist oder auch für Padawane taugt, haben wir getestet.

Schon nach dem ersten Trailer von "Star Wars – Das Erwachen der Macht" war eine Figur aus der siebten Episode der Saga bereits Kult. Die Rede ist vom Fußball-runden Droiden BB-8. Passend zum Hype hatte der Hersteller Sphero den Charakter als fernsteuerbaren Roboter in die Regale gebracht. Ein Jahr später ist der kultige Droide wieder da – diesmal als Special Edition. Das Besondere: Den Droiden steuert Ihr über die Macht. Na gut, nicht ganz. Ihr braucht dazu auch das mitgelieferte Armband, genannt "Force Band".

Aber der Reihe nach: Zunächst einmal müsst Ihr den Roboter einrichten. Dazu reicht es, das Armband einzuschalten und in die nähe des Droiden zu halten. Beide verbinden sich per Bluetooth miteinander. Über den einen Lautsprecher am Band erfahrt Ihr, wie Ihr den Roboter richtig ausrichtet, damit Ihr ihn wirklich kontrollieren könnt: Arm senkrecht zum Boden halten und das Handgelenk drehen, bis ein blaues Licht vom Droiden in Eure Richtung leuchtet. Ist das erledigt, kann es eigentlich schon losgehen. Über eine Schubsbewegung, "Star Wars"-Fans reden an dieser Stelle vom "Force Push", gebt Ihr dem Droiden den Befehl zum Losfahren, über Handbewegungen nach links oder rechts könnt Ihr ihn steuern. Das klappt erstaunlich präzise.

Geduld Ihr braucht

Die Geschwindigkeit hängt davon ab, wie hoch Ihr Eure Hand haltet. Höher bedeutet in diesem Fall schneller. Zieht Ihr Eure Hand zu Euch heran ("Force Pull"), macht der BB-8 kehrt und fährt zurück. Um Hindernisse müsst Ihr ihn aber trotzdem herum lenken. Das funktioniert dann spiegelverkehrt und ist gar nicht so einfach. Wenn es scheppert, liegt es oft daran, dass man seinen Arm im Rückwärtsgang instinktiv in die falsche Richtung bewegt, um einen Aufprall zu vermeiden. Klappt es mit der Steuerung nicht sofort, verliert nicht die Hoffnung: Mit der Zeit kriegt man den Dreh gut raus. Und schließlich hat auch die Ausbildung von Luke Skywalker zum Jedi-Ritter länger gedauert, als ein paar Minuten.

Darüber hinaus hat das Armband noch zwei Modi zu bieten, die mit dem Droiden nicht wirklich etwas zu tun haben. Im "Combat Training Mode" gibt es bei jeder Armbewegung das Geräusch eines Blasterschusses wieder. Der "Force Awareness Mode" ist eine digitale Schnitzeljagd, mit dem Ihr die Macht spüren lernen sollt. Zusammen mit Obi-Wan Kenobi macht Ihr Euch auf die Suche nach Jedi-Holocrons. Ist eines in der Nähe, beginnt das Armband zu vibrieren. Je näher Ihr dem Holocron kommt, desto stärker fallen die Vibrationen aus. Mit der "Force Pull"-Geste könnt Ihr das Holocron einsammeln und in der zugehörigen App ("Star Wars Force Band by Sphero") ansehen.

Diese sei Euch ans Herz gelegt. Denn über die Anwendung könnt Ihr nicht nur ein Macht-Training absolvieren, mit dem Ihr lernt, BB-8 zu steuern, sie verrät Euch auch, wie herum Ihr das Armband tragen müsst. Das ist aus dem Quick Start Guide nicht so einfach ersichtlich. Außerdem könnt Ihr diverse Einstellungen für das Band treffen, etwa die Lautstärke des Lautsprechers zu regulieren. Schlechte Erfahrungen habe ich mit der Möglichkeit "Audio Aktualisieren" gemacht. Der Vorgang kann bis zu 60 Minuten in Anspruch nehmen. Weil die App dabei geöffnet bleiben muss und nicht einfach nur im Hintergrund laufen darf, könnt Ihr Euer Smartphone in der Zeit nicht benutzen.

Das Armband gibt's separat

Macht der Akku beim BB-8 mal schlapp, kommt er in die mitgelieferte Ladeschale. Drei LEDs zeigen an, wann der Akku wieder aufgeladen ist. In der Zwischenzeit leuchtet BB-8 und wird so für eingefleischte "Star Wars"-Fans zur schicken Vitrinen-Deko. Für das Armband gibt es keine Induktionssschale. Hier müsst Ihr Euch mit einem Micro-USB-Anschluss zufrieden geben.

Das Force Band funktioniert auch mit anderen Sphero-Robotern.(© 2016 CURVED)

Ihr müsst den BB-8 in der Special Edition übrigens nicht neu kaufen, wenn Ihr das Modell aus dem Vorjahr bereits habt. In dem Fall könnt Ihr das Armband einfach nachrüsten – und neben BB-8 auch noch viele andere Sphero-Roboter steuern. Toll! Andersherum funktioniert der neue BB-8 auch mit der App des alten. Über die könnt Ihr den Droiden nicht nur mit Eurem Smartphone fernsteuern, sondern Ihn auch durch Wohnung patrouillieren lassen und (rudimentär) per Sprache bedienen. Zwischen beiden BB-8s gibt es übrigens nur einen kleinen Unterschied: Der neue wird als "Battle Worn" verkauft, sieht also so aus, als hätte er bereits einige Kampfstrapazen hinter sich.

Fazit: Das ist der Droide, den Ihr sucht

Der BB-8 von Sphero mag mit 229 Euro für ein Spielzeug ziemlich teuer sein. Aber die Bewegung "per Macht" macht einfach Spaß. Für Langzeitmotivation sorgt die App des "alten" BB-8, durch die der Droide um einige Funktionen erweitert wird. Was bei dem Preis etwas nervt, ist die schlampige Übersetzung der Texte innerhalb der Anwendungen. Wer darüber hinwegsehen kann und noch Platz in seiner "Star Wars"- oder Gadget-Sammlung hat, darf durchaus zugreifen.


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