"The Persistence" für PS4 im Test: Wie gut ist der neue VR-Horror-Trip?

Die angreifenden Mutanten kontert ihr mit der Schwerkraft-Kanone.
Die angreifenden Mutanten kontert ihr mit der Schwerkraft-Kanone.(© 2018 SIEE)

Der Software-Nachschub für das Playstation VR-System kam nach dem famosen "Resident Evil 7" ziemlich ins Stocken – das hat nun ein Ende! Denn mit "The Persistance" wartet der nächste Grusel-Trip in der virtuellen Realität auf euch. Ob sich die Anschaffung des neuen PS4-Spiels lohnt, klärt der Test.

Das VR-Spiel "The Persistence" entführt euch nicht nur in das Innere eines scheinbar verlassenen und extrem angsteinflößenden Raumschiffs, sondern kommt – ist ja gerade wieder schwer in Mode – als roguelike-Action-Abenteuer daher. Das heißt, wenn ihr das Zeitliche segnet, geht der "Spaß" von vorne los und bis auf eure erspielten Fähigkeiten bleibt euch rein gar nichts, um das Vorankommen zu erleichtern. Immerhin sorgt ein im Spiel eingebauter Zufalls-Generator dafür, dass das Raumschiff bei jedem Neustart mit einem leicht veränderten Grundriss aufwarten kann.

Zwei Probleme

Sicherheitsoffizierin Zemri Eder hat zwei Probleme: Erstens ist sie schon längst tot und erwacht bei jedem Neustart als Klon ihrer selbst. Und zweitens wird das Raumschiff auf dem sie sich befindet, langsam aber sicher von einem riesigen schwarzen Loch unaufhaltsam angesogen. Kann sie in der ihr verbleibenden Zeit die Rätsel der scheinbar verunglückten Weltraum-Mission lösen und vielleicht doch für eine zufriedenstellende Lösung sorgen? Nur wenn ihr euch in ihrer Gestalt den Rätseln und Gefahren des zirka zehn- bis zwölfstündigen VR-Abenteuers stellt, werdet ihr es herausbekommen.

Die zornigen Mutanten haben es sich auch in den Lüftungsschächten gemütlich gemacht.(© 2018 SIEE)

Der beste Freund

Mit dem VR-Helm auf dem Kopf und dem Gamepad in der Hand tastet ihr euch also langsam Raum für Raum durch das düstere Innenleben des vollkommen zerstörten Raumfrachters und nutzt nach Bedarf euren ersten besten Freund: denn nur mit dem Einsatz der Taschenlampe könnt ihr überhaupt halbwegs erkennen, wo und wie es auf eurem Weg weitergehen soll. Natürlich seid ihr nicht alleine und geht in den ersten noch unbewaffneten Stunden sehr behutsam und möglichst mit Bedacht vor. Wird einer der das Schreckens-Schiff bevölkernden Mutanten auf euch aufmerksam, könnt ihr das erste Bildschirmleben schon einmal abhaken. Sterben gehört bei "The Peristance" zum guten Ton und Spieler, die keiner gewisse Frust-Toleranz innehaben, sollte tunlichst die Finger von dem gruseligen VR-Spiel lassen.

Gegen die größeren Kaliber habt ihr im Nahkampf nicht den Hauch einer Chance.(© 2018 SIEE)

Immer besser

Natürlich könnt ihr euch in "The Persistence" per Gamepad bewegen wie in einem ganz normalen Ego-Shooter – aufgrund der dann oft auftretenden Motion-Sickness ist die Teleport-Funktion aber hier die deutlich stressfreiere Bewegungsvariante. Auf eurem Weg durch das unheimliche Raumschiff müsst ihr jeden Winkel sorgsam durchsuchen, um an die begehrten Stammzellen zu kommen, die es euch ermöglichen, eure Figur mit neuen Fähigkeiten zu verbessern und wehrhafter zu machen. Die so gewonnenen Talente dürft ihr auch bei jedem der unweigerlichen Neustarts behalten und euch den Weg Schritt für Schritt immer ein wenig einfacher gestalten. Wie eingangs erwähnt, müsst ihr nach eurem Ableben das ganze Schiff aber von vorne durchkämmen, da alle Räumlichkeiten und auch der Sammelkram anders ausgewürfelt wurden. Eine jederzeit aufrufbare Karte der Spielumgebung versorgt euch aber glücklicherweise mit den notwendigen Informationen.

Die Karte verschafft euch einen guten Überblick über die Spielumgebung.(© 2018 SIEE)

Fazit: Licht und Schatten

Die dichte und beängstigende Atmosphäre und die schlau implementierten VR-Funktionen machen "The Persistence" zu einem wirklich lohnenden Ausritt in die virtuelle Realität. Allerdings läßt die gebotene Optik stellenweise klar zu wünschen übrig, die Nahkämpfe gestalten sich oft frustrierend, unfair und holprig und das andauernde Sterben sorgt oft für nervenzehrende Neustarts – inklusive der Erkundung eigentlich schon gefundener Gebiete. Ein VR-Mega-Hit á la "Resident Evil 7" ist "The Persistence" also sicherlich nicht, aber qualitativ deutlich besser, als die Gurken, die in der jüngeren Vergangenheit für PSVR erschienen sind. Es bleibt spannend, was die Entwickler von "Firesprite" sich für ihr nächstes VR-Spiel – welches bereits in Arbeit ist – ausgedacht haben.

"The Persistence" ist ab sofort für die PS4 samt dem Playstation VR-System zu haben und hat die Altersfreigabe "Ab 16 Jahren". Der nachfolgende Gameplay-Trailer gibt euch noch einen genaueren Einblick in den neuen Horror-Titel:


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