ZTE XMP 800 im Test: Dieser Beamer ist auch ein Akku

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Kleiner Strahlemann: Der ZTE XMP 800 ist ein Beamer für die Hosentasche
Kleiner Strahlemann: Der ZTE XMP 800 ist ein Beamer für die Hosentasche(© 2014 CURVED)

Auch Smartphone- und Tablet-Nutzer wollen die Inhalte, die auf ihren mobilen Endgeräten gespeichert sind, gerne mit der Familie teilen. Aber nicht immer ist ein Fernseher oder Monitor griffbereit. Für das Teilen von Multimedia-Inhalten on the go gibt es passend von ZTE den XMP 800 Mini-Projektor für die Hosentasche. Wir haben den portablen Beamer für Euch ausprobiert. 

Was haben wir nicht mittlerweile alles an Mutlimedia-Inhalten auf dem Smartphone oder Tablet: Angefangen von mit der Kamera geschossenen Bildern bis hin zu Filmen, die man sich via Play Movie Store, iTunes oder Xbox Video gekauft hat. All dieser Content liegt auf den mobilen Endgeräten und möchte konsumiert werden. Aber vieles möchte man auch mit der Familie und Freunden gemeinsam betrachten. Hier kommt der ZTE XMP 800 Mini-Projektor ins Spiel.

Design und Optik: Apple lässt grüßen

Der Beamer für die Hosentasche erinnert stark an Apple TV. Form und Abmessungen entsprechen fast auf den Millimeter genau der Set-Top-Box von Apple. Einzig die vielen Einbuchtungen und Einkerbungen für die Optik, Bedienelemente und Wärmeauslässe stören das sonst puristische Design des ZTE XMP 800.

Auf der Rückseite des Gerätes befinden sich sämtliche Anschlüsse: HDMI-Eingang, Netzteil-Anschluss, USB-Port und Audio-Ausgang suchen nach Kontakt zur Außenwelt. Interessant ist von den Anschlüssen aber vor allem einer: der USB-Anschluss. Da das ZTE XMP 800 über einen integrierten Akku verfügt, kann dieser auch verwendet werden, um die Batterie eines angeschlossenen Smartphones aufzuladen. Mit einer Kapazität von 3800 mAh hilft der portable Projektor auch mal in Notfällen, das eigene Smartphone oder Tablet mit Storm zu versorgen.

Lieferumfang: Alles für den mobilen Einsatz dabei

ZTE liefert mit dem XMP 800-Projektor ein Rundum-Sorglos-Paket: Neben dem Netzteil liegt dem XMP noch ein HDMI-Kabel mitsamt Adaptern für Mini-HDMI (Typ C) und Micro-HDMI (Typ D) bei. Außerdem gibt es noch ein USB-Kabel, eine Transporttasche und ein sehr praktisches Mini-Stativ, mit dem man den Projektor ausrichten kann. Schade ist nur, dass kein MHL-Kabel beiliegt.

Alltagseinsatz: Nicht optimal, aber für mobilen Einsatz ausreichend

Man darf den mobilen Projektor ZTE XMP 800 nicht mit einem stationären Gerät für den Haus- oder Bürogebrauch vergleichen. Die maximale Auflösung des LED-Projektors beträgt 854 x 480 Pixel und liegt somit unter der HD-Auflösung von 1024 x 720. Aber immerhin schafft der Projektor eine maximale Bilddiagonale von 60 Zoll. Dank der eingebauten Lautsprecher erfolgt die Tonausgabe auch am Projektor selbst, die Lautstärke lässt sich manuell mittels Tasten am Beamer direkt justieren. Auch die Bildschärfe kann am Projektor manuell justiert werden. Schade nur, dass ZTE hier keine Fernbedienung beigelegt hat, um diese Funktionen auch aus der Ferne steuern zu können.

Bei unserem Test stellte sich heraus, dass Hersteller wie Samsung und LG gerne die MHL-Spezifikationen im wahrsten Sinne des Wortes verdrehen. Tatsächlich ist die Verkabelung so umgesetzt, dass der Beamer erst einmal kein Bild auswirft. Das bedeutet: Auch wenn zum Beispiel das LG G3 und das Samsung Galaxy S5 über einen MHL-Port verfügen, lassen sich diese nicht ohne Adapter des Herstellers mit dem ZTE-Beamer verbinden. Löblich hingegen ist Sony, das seine Anschlüsse nach MHL-Spezifikation baut, sodass der Beamer sofort nach dem Einstecken des Kabels das Bildsignal entgegennimmt.

Videos schauen, Games zocken und Präsentationen vom Smartphone per Beamer auf die Wand projizieren macht an sich Spaß, wäre da nicht die etwas zu geringe Auflösung von 854 x 480 Pixeln. Spiele wie Real Racing wirken schon auf einer kleinen Bilddiagonale klötzchenhaft. Für Videos und Bilder reicht das trotzdem aus.

Fazit: Preisgünstiges Gadget zum Mitnehmen

Mit einem Straßenpreis von unter 100 Euro ist der ZTE XMP 800 ein Gadget, dass man sich durchaus leisten kann. Wer für die Arbeit mal mit leichten Gepäck zu einer Präsentation reisen muss, ist mit dem mobilen Beamer aus dem Hause ZTE gut gerüstet. Für ein bisschen Unterhaltung und den Show-Effekt ist das Gerät auch gut geeignet. Nur solltet Ihr darauf achten, dass ein dunkler Raum mit einer hellen Wand für die Projektion zur Verfügung steht. Denn bei Tageslicht ist der ZTE-Beamer eindeutig überfordert.


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