Datenvolumen erhöhen: Wenn das Internet zur Mitte des Monats langsam wird

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Wenn das Datenvolumen knapp wird, hilft meist auch die Warnung nicht mehr.
Wenn das Datenvolumen knapp wird, hilft meist auch die Warnung nicht mehr. (© 2014 CURVED Montage)

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, das monatliche Datenvolumen eures Mobilfunkvertrags zu erhöhen? Vielleicht war euch bisher auch noch gar nicht so richtig klar, wie viel Datenvolumen ihr eigentlich verbraucht und entsprechend benötigt. Wir zeigen auf, welche Dienste besonders am verfügbaren Kontingent knabbern und welche Möglichkeiten ihr habt.

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Sicherlich habt auch ihr das schon einmal erlebt: Der Monat ist noch nicht rum und irgendwie öffnen sich Webseiten auf eurem Smartphone oder Tablet nicht mehr so schnell wie sonst. Vielleicht seid ihr auch gerade unterwegs und wolltet eigentlich eine Folge eurer Lieblingsserie streamen oder Musik über Spotify hören und die Verbindung schwächelt. Ist euer Inklusivvolumen aufgebraucht, surft ihr nämlich in der Regel nur noch mit sehr geringer Geschwindigkeit weiter. Erreicht ihr das Limit häufig, ist es unter Umständen an der Zeit, das monatliche Datenvolumen zu erhöhen.

Wie viel Datenvolumen habe ich und wie viel ist schon verbraucht?

Gerade Nutzer, die sich seit längerer Zeit keine Gedanken über ihren Mobilfunkvertrag gemacht haben, wissen häufig gar nicht genau, wie groß das Datenkontingent ist, das sie monatlich über die flotte LTE-Verbindung verbrauchen können. Solltet ihr mit plötzlich auftretenden Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen haben, sollte euer erster Schritt sein, diese Größe herauszufinden. Ist sie zu klein, könntet ihr darüber nachdenken, euer Datenvolumen zu erhöhen.

Für gewöhnlich ist die Menge der in eurem Mobilfunkvertrag inkludierten Gigabyte an monatlichem Datenvolumen einfach über eine App eures Anbieters zu ermitteln. Ebenso könnt ihr euch auf der Webseite eures Mobilfunkanbieters einloggen und dort eure Vertragsmodalitäten einsehen. Habt ihr euch erst einmal angemeldet, seht ihr hier häufig sogar den bisherigen Verbrauch im laufenden Monat.

Wieviel Datenvolumen brauche ich?

Zählt ihr zu denjenigen, die ab und an von datenlastigen Diensten wie YouTube, Spotify, Videoanrufen oder dem Versand von Bildern Gebrauch machen könntet ihr einen hohen Verbrauch im mobilen Internet haben. Gleiches gilt, wenn ihr euch viel durch Facebook und Instagram bewegt oder regelmäßig Google Maps verwendet. Je nachdem, wie viel ihr euer Smartphone nutzt, kann euer Verbrauch also schnell über dem Limit liegen. Hier ein paar Beispiele zum Verbrauch gängiger Dienste:

  • Netflix: Etwa 0,25 Gigabyte/Stunde bei niedrigster Qualität.
  • Spotify: Etwa 0,1 Gigabyte/Stunde
  • Videoanrufe beispielsweise via WhatsApp: Etwa 0,3 Gigabyte/Stunde
  • Fortnite: Etwa 0,05 Gigabyte pro Stunde. Deutlich mehr bei aktiviertem Sprachchat
  • SkyGo und DAZN: Nach Einstellung und Geschwindigkeit bis zu 1,5 Gigabyte/Stunde
  • YouTube auf höchster Qualität: Über 1,5 Gigabyte/Stunde
  • Facebook: 0,15 Gigabyte/Stunde
  • Instagram: 0,2 Gigabyte/Stunde
  • Google Maps: 0,15 Gigabyte/Stunde
Wer regelmäßig unterwegs Musik hört, verbraucht auch mit Spotify schnell ein paar Gigabyte.(© 2019 CURVED)

Datennutzung in Deutschland

Laut Bundesnetzagentur (via Statista) wurde im vergangenen Dezember für das gesamte Jahr 2019 im Mobilfunknetz ein Datentraffic von etwa 2,77 Milliarden Gigabyte angenommen. Laut einer Studie von VuMa Touchpoints 2020, comScore und Bitkom Research gab es im gleichen Jahr etwa 57,7 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland. Pro Nutzer ergibt sich daraus ein monatlicher Traffic von knapp 4 Gigabyte.

Dass vier Gigabyte Datenvolumen in den nächsten Jahren für jeden vollkommen ausreichen, dürfte aber aus mehreren Gründen falsch sein. Zum einen handelt es sich um den durchschnittlichen Traffic pro Nutzer. Darunter sind ebenso Viel-Streamer wie solche Nutzer, die ihr Smartphone nur selten überhaupt in die Hand nehmen. Wichtiger ist aber, dass in den vergangenen Jahren der Traffic pro Kopf jedes Jahr stark anstieg. 2018 lag er beispielsweise noch deutlich unter 3 Gigabyte. Sollte das Wachstum sich weiter beschleunigen, könnten wir Ende 2020 bei 5,5 Gigabyte liegen.

Das jährlich per Mobilfunk übertragene Datenvolumen nimmt rasant zu.(© 2020 Bundesnetzagentur - Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2018/2019, Seite 42)

Weswegen steigt der Datenverbrauch?

Auch wenn ihr der Meinung seid, dass ihr ja eigentlich nicht viel mit eurem Smartphone macht und sicher nicht viel Datenvolumen benötigt, solltet ihr euer monatliches Kontingent und euren tatsächlichen Verbrauch kennen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Internet nämlich stark gewandelt. Im Durchschnitt ist die Verbindungsgeschwindigkeit kräftig angestiegen und das hat Folgen für bestehende Dienste und außerdem völlig neue Dienste erst ermöglicht.

Mit den neuen Übertragungsgeschwindigkeiten war es plötzlich normal, YouTube auf dem Handy zu nutzen (sogar in Full HD oder höher auflösend). Netflix und Amazon Prime Video kamen hinzu. Musik wurde seltener im WLAN daheim für die Nutzung unterwegs auf das Smartphone heruntergeladen. Spotify überträgt Songs jetzt bequem live per Stream – auf Wunsch auch in hoher Qualität.

Und selbst wer Streamingdienste nicht oder kaum nutzt, lädt mehr Daten. Webseitenbetreiber reagieren auf den Geschwindigkeitszuwachs, indem sie Artikel mit Fotos in höherer Qualität bestücken. Fotos werden mit immer besseren Kameras auch größer. Messenger wie WhatsApp verbrauchen mehr Daten als früher, weil neben einfachem Text immer häufiger auch Bilder, Videos und Sprachnachrichten übertragen werden. War vor einigen Jahren noch ein Datenvolumen von 1 GB ausreichend, kommt ihr damit heutzutage also vermutlich nicht mehr aus – selbst wenn ihr kaum etwas an eurer Smartphone-Nutzung verändert habt.

Instagram lädt innerhalb kürzester Zeit viele hochauflösende Bilder über eure Datenverbindung herunter.(© 2017 CURVED)

Datenvolumen wird günstiger

Obwohl der Datenverbrauch pro Nutzer und Monat immer weiter steigt, muss niemand in Sorge geraten. Mit neuen Technologien wie 5G sind wir technisch gut ausgestattet, um den Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden. Zudem tritt der gleiche Effekt ein, wie er bei so vielen technischen Entwicklungen wie Speicherplatz oder Prozessorleistung zu beobachten ist. Der Verbrauch steigt rasant, aber der Preis pro Gigabyte sinkt.

Eine Studie des Beratungsunternehmens Rewheel von 2017 hatte ergeben, dass ihr in Deutschland im Rahmen eines Smartphone-Vertrages für 30 Euro im Monat durchschnittlich etwa 15 GB Datenvolumen erwarten könnt. Seitdem hat sich aber einiges getan.

Ich habe aber schon einen Vertrag

Die allermeisten Smartphone-Nutzer haben natürlich schon einen Mobilfunkvertrag. Andere nutzen vielleicht auch eine Prepaid-Lösung. Auch wenn dies der Fall ist solltet ihr aber prüfen, ob es vielleicht passendere Verträge für euch gibt. Abhängig von der Art eures laufenden Angebotes und dem neuen Modell, für das ihr euch interessiert, kann es nämlich sein, dass ihr euren Vertrag bereits wechseln könnt.

Solltet ihr den Wunsch haben, euren laufenden Vertrag zu verlängern oder den Vertrag oder sogar den Anbieter zu wechseln, informiert euch am besten zunächst darüber, welchen Vertrag ihr genau gerade habt. Häufig finden sich auch schon in eurer Kunden-App oder auf der Webseite eures aktuellen Anbieters Hinweise darauf, wann ein Wechsel möglich ist.

Im speziellen Fall, in dem euch vielleicht nur eine SIM-Karte mit genügend Datenvolumen für ein weiteres Gerät wie ein Tablet fehlt, könnt ihr auch den Abschluss eines Zweitvertrages in Betracht ziehen. Solltet ihr die benötigten Informationen nicht selbst finden, hilft euch der Kundendienst eures Wunsch-Mobilfunkanbieters sicherlich gerne weiter.


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