Die richtige Pflege für Bügelkopfhörer: 3 Tipps für Audiophile

Die richtige Pflege und Lagerung sorgen dafür, dass ihr lange Freude an euren Kopfhörern habt.
Die richtige Pflege und Lagerung sorgen dafür, dass ihr lange Freude an euren Kopfhörern habt.(© 2018 CURVED)

Lange galten die kleinen, dezenten In-Ears als das Nonplusultra, heutzutage darf es wieder wuchtiger und auffälliger sein. Bügelkopfhörer feiern weiterhin ihr Comeback auf den Straßen – und sie brauchen eure Liebe und Pflege.

Nicht nur eure Wohnung, eure Kleidung, euer Haustier und euer Partner möchte ein bisschen Zuwendung haben. Auch eure Bügelkopfhörer mit ihren großen Hörmuscheln sind auf euch angewiesen. Gerade bei teuren Modellen ist regelmäßige Pflege ein Muss, denn nur so erhaltet ihr möglichst lange den Hörgenuss, für den ihr gezahlt habt. Hier drei Tipps für den richtigen Umgang mit euren Lieblingen. Wem die folgenden Tipps zu aufwendig erscheinen, der möge sich immer wieder den Preis der Kopfhörer ins Gedächtnis rufen und überlegen ob Faulheit es wert ist, diesen bald erneut zu blechen.

1. Feuchte Tücher und Bürsten sind eure Freunde

Kein Sitznachbar in der Bahn sollte eure ranzigen Ohrmuscheln in seiner Nähe haben. Doch das Sauberhalten hat nicht nur optische Vorteile, sondern erhöht die Soundqualität. Haltet die guten Teile (und auch eure Ohren) also sauber.

Bei der Außenseite der Kopfhörer macht ihr das am besten durch liebevolles Auswischen. Dabei solltet ihr ein feuchtes Tuch benutzen. Betonung liegt hier auf feucht, nicht nass! Immerhin wollt ihr keine Flüssigkeit ins Innere drücken. Feuchtet das Tuch ausschließlich mit Wasser an: Reinigungsmittel enthalten häufig aggressive Lösungsmittel und können den Kunststoff eurer Kopfhörer angreifen.

Dann geht es ans Eingemachte: die Innenseite. Auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt, birgt diese das Potenzial, ziemlich widerlich zu sein. Zwar bieten die Innenseiten der Hörmuscheln nicht wie In-Ears die Möglichkeit einen Klumpen Ohrschmalz zutage zu befördern, richtig appetitlich sind sie aber auch nicht: Staub, Haare, Krümel aus der Handtasche und vor allem Hautschüppchen haben hier leichtes Spiel und heften sich teilweise hartnäckig an die Stoffmembran. Zu Leibe rückt ihr diesen Schmutzpartikeln mit einem Pinsel, einem Wattestäbchen oder einer trockenen Zahnbürste. Auch liebevolles Pusten hilft, Festgesetztes woandershin zu befördern.

2. Kabelsalat meiden, Druckknöpfe reinigen

Jeder einzelne von uns, der keine Bluetooth-Kopfhörer benutzt, wird ihn früher oder später haben: den gefürchteten Kabelsalat. Wer in einem Anflug von Aggression zerrt und ziept, macht das Ganze schlimmer als gedacht, denn: Bei stark verknoteten Kabeln können die Kupferdrähte im Inneren brechen, was früher oder später zu störendem Knacken oder auch einem Totalausfall führen kann. Höherwertige Kopfhörerkabel sind in der Regel stabiler und halten die Kabel besser – dazu sind bei diesen Modellen die Kabel oft aussteck- und damit austauschbar.

Besagte kabellose Varianten wie Blutetooth-Kopfhörer steuert ihr in der Regel über Druckknöpfe an der Muschel, und wer hätte es gedacht: So wie fast alles im Leben können auch die nach längerer Benutzung zusehends verschmutzen. Ihre Rillen sind anfällig für eure abgestorbenen Hautschuppen und machen die Bedienung nicht nur ein klein wenig widerlich sondern zudem auch noch schwergängiger. Hier könnt ihr vorsichtig mit einem Zahnstocher in den Ritzen entlangfahren, um die Knöpfe vor gröbsten Schmutz zu befreien.

3. Gepolsterte Varianten ausdünsten lassen

Riecht mal an euren Kopfhörern. Sind sie wirklich frisch wie der junge Morgen? Dann habt ihr Glück gehabt oder intuitiv etwas richtig gemacht. Die Polster von Bügelkopfhörern liegen auf eurem Ohr auf – vielleicht sogar mehrere Stunden am Tag. Vor allem, wenn es warm ist, sammelt sich hier schweißiger Dunst, der aus den Muscheln einen kleinen, stinkenden Bakterien-Hotspot machen kann. Niemand erfreut sich an stinkenden Kopfhörern oder an stinkenden Ohren. Lasst die Kopfhörer also vor allem nach langer Nutzung vernünftig auslüften, sprich: Hängt sie an einem luftigen Ort auf. Der Zug ist schon abgefahren? Dann haben wir hier noch Muttis ultimativen Entmüffelungs-Trick für alles: Backpulver. Das bindet und neutralisiert nämlich Gerüche. Packt dazu die Kopfhörer in eine Schublade oder einen geschlossenen Karton. Nehmt ein kleines Schälchen, schüttet ein Päckchen Backpulver hinein und legt es mit hinein (nicht auf oder in die Kopfhörer streuen!). Der Geruch sollte bald der Vergangenheit angehören. Wer sich an dieser Stelle total geflasht ist und sich fragt wozu Backpulver noch so gut sein kann: Leute, ihr könnt das auch in eure Schuhe streuen und am nächsten Tag mit dem Staubsauger absaugen – ungelogen, das hilft.

Noch mehr auf die Ohren?

Ihr wollt noch mehr zu Kopfhörern erfahren? Wie wäre es zum Beispiel mit dem Test zu den Noise-Cancelling-Kopfhörern Beats Studio3 Wireless? Lest außerdem, was CURVED-Chefredakteur Felix sich von der nächsten Generation AirPods erhofft oder auch Jans Tipps, wie AirPods besser im Ohr sitzen. Wenn ihr gerne den Klang auf eurem iPhone verbessern wollt, dann hier entlang.


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