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DSL, Kabel, Glasfaser, LTE: Unterschiede einfach erklärt

Fritzbox 7530 Router für DSL-Anschlüsse
Welcher Internetanschluss darf es sein? Euch stehen vier Möglichkeiten zur Auswahl (© 2020 AVM )
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28.12.20 von

Sebastian Johannsen

Wer einen neuen Internet-Vertrag abschließt, kann meist seine gewünschte Daten-Geschwindigkeit auswählen – und die Art des Empfangs. Doch was sind die Unterschiede zwischen DSL, Kabel, Glasfaser und LTE? Wir klären euch auf.

Wie schnell euer Internet ist, hängt von der Art ab, wie ihr es bezieht. Glasfaser stellt die derzeitige Speerspitze dar. Nach schleppendem Ausbau geht es nun voran. Auch ein Zugang über das Mobilfunknetz via LTE kann eine sinnvolle Wahl darstellen – eine ausreichende Abdeckung an eurem Standort vorausgesetzt. Im nachfolgenden Text erfahrt ihr, welche Geschwindigkeiten ihr von DSL, Kabel, Glasfaser und LTE erwarten könnt.

Vorab: Was bedeuten die Geschwindigkeitsangaben?

Die Upload- und Download-Geschwindigkeit geben wir in Megabits pro Sekunde (Mbit/s) an. Wichtig zu wissen: Die wirkliche Geschwindigkeit für Down- und Upload ist in der Regel ein gutes Stück geringer als die gebuchte Anbindung von den Zahlenangaben her verspricht. Das liegt an verschiedenen Faktoren, die bei den unterschiedlichen Anbindungstechnologien zum Tragen kommen.

Zu den technischen Besonderheiten der einzelnen Anbindungen kommen noch weitere Dinge hinzu, die euch beim Testen eines neuen Internetanschlusses vor Rätsel stellen können:

  1. Umrechnung von Mbit in MB: Die Download-Geschwindigkeit wird meist in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angegeben. Verwirrung entsteht häufig dadurch, dass die Angabe von Dateigrößen aber üblicherweise in Megabyte (MB) geschieht. Weil 8 Bit ein Byte sind, lädt eine DSL-Leitung mit einer Übertragungsleistung von 16 Mbit/s in der Theorie maximal 2 Megabyte in der Sekunde herunter – und nicht 16 Megabyte.
  2. Dienste überlastet? Gerade wer einen besonders schnellen Internettarif gebucht hat, kann hin und wieder eine Enttäuschung erleben, wenn Übertragungsraten nicht ansatzweise den Erwartungen entsprechen. Überlegt in einer solchen Situation immer, ob das Problem nicht auf der Gegenseite liegen kann. Beispielsweise beliebte Live-Übertragungen über das Internet können überlastet sein. Genauso limitieren einige Dienstleister auch die maximale Übertragungsrate pro Nutzer.
  3. WLAN nicht optimal eingestellt? Kommt euer Computer oder Smartphone daheim nicht auf Geschwindigkeit, obwohl der gewählte Dienst schnell genug Daten bereitstellt und euer Internetzugang eigentlich viel Leistung bietet, kann auch euer Heimnetz schuld sein. Überprüft in so einem Fall, ob ihr euer WLAN optimieren könnt.
  4. Heimnetz nicht ausreichend? Auch Router, Repeater und Switches haben eine Maximalgeschwindigkeit. Habt ihr eine Leitung mit bis zu 250 Mbit/s, aber euer Edgerät unterstützt nur 100 Mbit/s, dann wäre es möglicherweise Zeit für ein Upgrade. Gerade wer seinen Router schon eine Weile nutzt, sollte hier einmal die Übertragungsgeschwindigkeit prüfen.

LTE  – Internet über Funk

Das LTE-Netz (oder auch 4G) kennen wohl die allermeisten Smartphone-Besitzer. Es ist das derzeit schnellste Funknetz nach 5G – und wirklich alles andere als langsam. Dieser Umstand macht es mittlerweile zu einer echten Alternative zu DSL- und anderen Internetanschlüssen, denn per LTE könnt ihr auch euer Internet zu Hause empfangen und nicht nur unterwegs mit dem Handy.

LTE-Router Fritz!box 6850 LTE mit angeschlossenen Mobilfunkantennen
LTE-Router wie die Fritz!box 6850 LTE besitzen leistungsstarke Mobilfunkantennen und benötigen für die Internetverbindung lediglich eine aktivierte SIM-Karte und eine Steckdose. (© 2020 AVM )

Wer in seiner Region eine gute Netzabdeckung genießt, der weiß, dass selbst größere Downloads mit LTE flott erledigt sein können. Nutzt ihr anstelle eines kompakten Handys nun sogar einen leistungsstarken LTE-Router mit deutlich größerer Antenne, wird die Verbindung sogar zu einer echten Alternative zu Internetanschlüssen via DSL oder Kabel. Auch müsst ihr das Gerät nicht an einen bestimmten Ort in eurer Wohnung stellen, nur weil sich da nun einmal eure Telefon- oder Kabel-Dose befindet.

Gerade für Single-Haushalte und Nutzer, in denen eher selten auf mehreren Geräten parallel Videos gestreamt werden, kann ein Internetanschluss via LTE eine sinnvolle Alternative zu den üblichen Technologien sein. Praktisch daran ist außerdem: Da nur ein Stromkabel eingesteckt werden muss und der Rest via Funk geschieht, kann das Internet ganz ohne Technikertermin sofort genutzt werden.

Ein Nachteil bei dieser Technologie ist, dass die Anbieter oft ein Datenlimit festlegen. Die maximale Geschwindigkeit gibt es dann nur für die ersten versurften GB, danach geht es deutlich langsamer voran. Prüft also vorher euren Bedarf und stellt sicher, wie viel Inklusivvolumen es im entsprechenden Tarif gibt. Für den Heimgebrauch am einfachsten und sinnvollsten ist natürlich ein LTE-Tarif ohne Datenbegrenzung.

DSL – der Klassiker

Nach dem piepsenden 56K-Modem, das eure Telefonleitung komplett blockierte, kam ISDN. Und 1999 dann das schnelle DSL-Netz. In Sachen Internet-Anschluss für zuhause ist DSL noch am weitesten verbreitet und häufig auch in ländlichen Gegenden verfügbar. Die Länge der Telefonleitung bis zur nächsten Vermittlungsstelle ist für die Verfügbarkeit und Geschwindigkeit aber entscheidend.

Für die Verwendung eures Telefonanschlusses als Zugangspunkt für das Internet benötigt ihr ein DSL-Modem oder einen DSL-Router, der ein solches Modem enthält. Zusätzlich muss der DSL-Anschluss meist vom Internetanbieter technisch freigeschaltet werden. Dazu ist es häufig notwendig, dass ein Techniker zu euch nach Hause kommt und Zugang zum Verteilerkasten erhält. Dieser kann sich im Fall von Mehrfamilienhäusern im Keller oder auch an der Straße befinden.

 Für den Zugang via DSL braucht ihr einen DSL-Router wie beispielsweise eine solche Fritz!box.
Für den Zugang via DSL braucht ihr einen DSL-Router wie beispielsweise eine solche Fritz!box. (© 2020 AVM )

Ein Nachteil von DSL sind die verwendeten Kupferleitungen. Selbst beim moderneren und schnelleren VDSL kommen sie noch zum Einsatz und stellen die Verbindung zwischen eurem Telefonanschluss und dem nächsten Verteiler her. Selbst wenn dieser per Glasfaser angebunden ist, ergibt sich aus der darauffolgenden Telefonleitung bis in eure vier Wände ein Flaschenhals, der die maximale Übertragungsleistung auf 250 Mbit/s limitiert.

Für eine solche DSL-Übertragungsgeschwindigkeit kommt übrigens das sogenannte Vectoring zum Einsatz, bei dem Störungen durch benachbarte Leitungen gezielt kompensiert werden.

Kabel – die Wiederbelebung des TV-Anschlusses

"Kabel" war lange Zeit ein Synonym für den Fernsehanschluss. Durch Internet-TV sowie kostengünstige Satellitenschüsseln und -Receiver gibt es oft keine Verwendung mehr für die Kabelbuchse, doch ihr könnt darüber auch einen flotten Zugang zum Internet herstellen.

Insgesamt ist das Kabelnetz nicht ganz so verbreitet wie das Telefonnetz, über das sich ein DSL-Anschluss realisieren lässt. Dafür ist im Fall einer Abdeckung die verfügbare Maximalgeschwindigkeit häufig höher. Wie die übrigen Anschlussarten setzt auch Internet via Kabel ein Modem beziehungsweise einen Router voraus. Hierbei ist zu beachten, dass ein DSL-Router nicht an einem Kabelanschluss betrieben werden kann. Auch umgekehrt funktioniert ein Kabel-Router nicht am DSL-Anschluss.

Wie im Fall von Glasfaser und DSL ist der Standort des Kabel-Routers in eurem Haus oder eurer Wohnung durch die technischen Begebenheiten recht klar bestimmt. Häufig gibt es nur einen oder wenige Anschlüsse in den eigenen vier Wänden, an denen der Router angeschlossen werden muss.

Im Gegensatz zu DSL leidet die Übertragungsgeschwindigkeit beim Internet per Kabel nicht unter benachbarten Leitungen. Insgesamt ist auch deswegen eine höhere Übertragungsleistung möglich. Ein Nachteil ist aber, dass ein TV-Kabelnetz in mehrere Netzsegmente aufgeteilt ist, in denen sich die Nutzer die vorhandene Bandbreite teilen. So kann es unter Umständen zu bestimmten Tageszeiten zu Lastspitzen kommen, während denen die Internet-Geschwindigkeit der einzelnen Zugänge sinkt.

Glasfaser – die Zukunft?

Für viele Nutzer dürfte eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s ausreichen. Daten lassen sich schnell herunterladen, mehrere Geräte können ohne Probleme Video-Streams abspielen. Doch die Datenmengen werden zukünftig weiter anwachsen, Videos irgendwann nur noch in 4K oder 8K verfügbar sein. Das erhöht die Dateigrößen um ein Vielfaches.

Um dem frühzeitig entgegen zu wirken, wird bundesweit das Glasfasernetz ausgebaut. In Laboren erreicht die Übertragungsart schon sagenhafte Geschwindigkeiten von bis zu 255 Terabit pro Sekunde. Von solchen Werten sind Internetanschlüsse für zu Hause aber natürlich noch weit entfernt. Dennoch zeigt das Glasfasernetz, was in der Zukunft möglich ist. Geschwindigkeiten von 1 Gbit/s, also 1.000 Mbit pro Sekunde, sind keine Seltenheit. Störungen durch andere Nutzer oder benachbarte Leitungen gibt es nicht.

 Am Ende sorgt ein kleiner Kasten auf dem Dachboden oder im Keller für das derzeit schnellste Internet
Am Ende sorgt ein kleiner Kasten auf dem Dachboden oder im Keller für das derzeit schnellste Internet (© 2020 CURVED / Johannsen )

Bis Glasfaser-Anschlüsse bis in jedes Wohnhaus verfügbar sind, wird jedoch noch einige Zeit vergehen, da der Ausbau zeit- und kostenintensiv ist. Sehr viel schneller wird derweil der Ausbau des 5G-Netzes voranschreiten – und in den nächsten Jahren sicherlich auch eine wichtige Rolle bei der Vernetzung von Haushalten und kleineren Unternehmen spielen.

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