iPhone Probleme beheben: Einfache Tricks wenn das Apple-Handy zickt

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Mit diesen Tipps vermiesen euch iPhone Probleme nicht die Weihnachtszeit.
Mit diesen Tipps vermiesen euch iPhone Probleme nicht die Weihnachtszeit.(© 2019 Getty Images)

Stille Zeit, ruhige Zeit? Von wegen! Wer sich ein bisschen mit Technik auskennt, wird von Freunden und Verwandten gerne zum Lösen von Handy-Problemen eingespannt. Gegen iPhone Probleme gibt es ein paar einfache Tricks.

Kein Handy ist frei von Problemen, egal ob es sich um ein Einsteigergerät für 150 Euro oder um ein neues iPhone für den nahezu zehnfachen Preis handelt. Und ja, es kann sein, dass ihr einen Fehler mal nicht selbst beheben kann. Dann ist ein guter Hersteller Gold wert, wenn er ordentlichen Support bietet.

Doch kennt ihr das auch? Kaum kehrt ihr an den Feiertagen in die warme Stube eurer Familie ein, fragt die Verwandtschaft, ob ihr euch das ein oder andere Handy-Problem mal ansehen könnt. Die gute Nachricht: Viele iPhone Probleme könnt ihr mit diesen einfachen Tricks schnell beheben.

Trick 1: Neustart ist Pflicht

Wer sich öfter mit Technikproblemen auseinandersetzt oder sogar beruflich in diesem Bereich unterwegs ist, für den ist eine treffende Fehlerbeschreibung das A und O. Leider gibt es die nur in den seltensten Fällen. Wenn sich das iPhone von Freunden und Verwandten "irgendwie komisch" verhält, langsam arbeitet, irgendwas macht, was es nicht soll, dann ist ein prophylaktischer Neustart ein gutes Mittel, um eine ganze Horde von Problemen loszuwerden.

Ja, der alte Trick mit dem Reboot funktioniert nicht nur am PC unter Windows, sondern auch bei iOS. Der Grund: Beim Neustart werden sämtliche Systemdienste neu angeworfen. Fragt sicherheitshalber vor dem Neustart, ob eine SIM-Karten-PIN eingesetzt wird und ob der iPhone-Besitzer diese parat hat.

Trick 2: Freien Speicherplatz prüfen

Ein mit Apps, Bildern und Videos vollgepacktes iPhone verhält sich wirklich komisch. Abstürze, langsame Arbeitsweise bis hin zu Datenverlust, aber natürlich auch die Weigerung Updates zu installieren sind Kennzeichen dieses Problems. Hier hilft nur, Speicherplatz auf dem Gerät freiräumen.

In den "Einstellungen" unter "Allgemein" findet ihr den Menüpunkt "iPhone-Speicher". Dort seht ihr auf einen Blick, wie viel Platz noch frei ist und welche Apps wie viel Speicherplatz belegen. Heiße Kandidaten für den Titel Speicherplatzfresser des Jahres sind Fotos und Videos: Die könnt ihr per Cloud sichern oder einfach auf eine externe Festplatte ziehen.

Trick 3: Updates installieren

Natürlich können Updates auch Probleme machen, das passiert selbst bei Apple. Aber in der Regel sind Updates für iOS eine gute Sache, weil sie die Sicherheit erhöhen, neue Funktionen bringen und Bugs ausbügeln.

Also bei Problemen immer mal wieder an das Thema iOS-Update denken, die neueste Version installieren und danach prüfen, ob sich die Probleme in Luft aufgelöst haben. Ähnlich sieht es auch mit Apps aus, dort sind Updates eine nützliche Sache und es gibt in den meisten Fällen keine Gründe, bei älteren App-Versionen zu bleiben.

Trick 4: Spezial-Behandlung für Apps

Spezifischer sind schon App-Probleme. Und die sind oft gar nicht so einfach zu lösen, wenn man die Problem-App selbst nicht nutzt. Auch Apple verweist hier zumeist an den App-Anbieter.

Trotzdem kann man bei App-Abstürzen, Hängern oder Fehlstarts helfen: Am besten die App beenden und einfach noch einmal neu starten. Hilft das nicht, kann man auch den Systemneustart durchführen. Das letzte Mittel ist es, die App zu entfernen und noch einmal eine neue Version aus dem App Store zu installieren. Wenn alle Stricke reißen, könnt ihr auch den Anbieter der App kontaktieren.

Trick 5: Bluetooth und WLAN in den Griff bekommen

Jeder Handy-Nutzer will ins Internet: WLAN ist dafür besonders beliebt, immerhin schont es Datenvolumen. Und auch Bluetooth-Zubehör wird immer beliebter, Wearables wie Smartwatches, Fitnesstracker oder EarBuds werden so gekoppelt.

Wenn das allerdings nicht klappt, ist der Frust groß. WLAN-Probleme liegen nicht immer nur am iPhone, weshalb ihr einen Test mit einem anderen Handy am gleichen Standort durchführen solltet. Ihr könnt auch mal kurz den Flugmodus einschalten und danach wieder ausschalten, um die Verbindung erneut herzustellen.

WLAN-Verbindungsschwierigkeiten zeigt iOS auch in der WLAN-Übersicht an. Letztes Mittel ist das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen über "Einstellungen", "Allgemein" und "Zurücksetzen". Das macht aber alle verwendeten WLAN-Netzwerke und Passwörter, Mobilfunkeinstellungen und VPN- sowie APN-Einstellungen (mobiles Internet) platt.

Bluetooth-Zubehör sollte beim Testen so nah wie möglich beieinander liegen. Bluetooth am besten kurz ausmachen, auch auf dem Zubehör und danach noch einmal die Kopplung testen. Bereits gekoppelte Geräte, die weiterhin Probleme machen, könnt ihr in den "Einstellungen" unter "Bluetooth" ignorieren und danach erneut koppeln.

Trick 6: Backup machen

Wenn ihr gerade schon dabei seid, euren Freunden und Verwandten den Sinn von Updates zu erklären, könnt ihr gleich mit Backups weitermachen. Die Idee ist: Wer ein funktionierendes Backup hat, muss vor keinem Problem mehr Angst haben. Auch der Update-Gau mit einem weißen Screen verursacht dann keine Panik mehr, weil ihr einfach das Backup zurückspielt und so alle gesicherten Daten wiederherstellt.

Auch wenn das iPhone aus irgendeinem Grund vollständig zerstört werden sollte, seid ihr mit dem Backup fein raus, weil ihr eure Daten auf einem neuen iPhone 1:1 wiederherstellen könnt. Unter Windows klappt das Backup via iTunes, alternativ könnt ihr es auch in iCloud speichern, wenn ihr einen Bezahlplan mit genug Speicherplatz habt. Mac-Nutzer machen das iPhone-Backup direkt über den Finder.

Trick 7: Akku-Probleme beheben

Längere Akkulaufzeit wünscht sich wohl jeder Handy-Nutzer, doch was tut man, wenn auf dem iPhone der Akku ständig leer ist? Als erstes mal die Akkuqualität in den "Einstellungen" unter "Batterie" prüfen. Tippt dort auf "Batteriezustand". Bescheinigt iOS euch hier nicht mehr die "Höchstleistungsfähigkeit", habt ihr ziemlich sicher ein Hardware-Problem.

Ob Ihr Anspruch auf Support habt, könnt ihr auf einer Apple-Webseite nach Eingabe der Seriennummer herausfinden. Die findet ihr unter "Einstellungen", "Allgemein" und "Info". Akkuspar-Tipps haben wir in einem anderen Beitrag gesammelt.

Trick 8: Neustart erzwingen

Hat sich das iPhone komplett aufgehängt oder zeigt es einen schwarzen Bildschirm, lässt es sich auch nicht mehr auf normalen Weg ausschalten. Dann müsst ihr einen Neustart erzwingen.

Auf dem iPhone 8 und aktuelleren Apple-Smartphones geht das in drei Schritten: Erst die Lauter-Taste drücken und loslassen, dann das gleiche Spiel mit der Leiser-Taste und danach die Seitentaste gedrückt halten, bis das Apple-Logo erscheint. Beim iPhone 7 und 7 Plus haltet ihr die "Leiser" und "Standby"-Taste gleichzeitig gedrückt, bis das Apple-Logo erscheint. Bei älteren Modellen macht ihr es auf die gleiche Weise mit der Standby-Taste und dem Home-Button.

Bootet das iPhone dann komplett neu, ist man auf der richtigen Spur. Bleibt es dagegen beim Startvorgang hängen, könnt ihr es noch mit einem Computer samt iTunes verbinden und den Neustart noch einmal erzwingen. Haltet die Seitentaste dabei noch länger gedrückt, dann versetzt sich das iPhone in den Wiederherstellungsmodus.

Trick 9: Wenn das iPhone nicht mehr lädt

Lädt das iPhone nicht mehr, kann das für spontane Schweißausbrüche sorgen. Am besten versucht ihr es mit einem anderen Ladekabel oder Netzteil. Habt ihr noch ein iPad mit Lightning-Anschluss, könnt ihr auch dieses Netzteil für das iPhone verwenden.

Oder ihr versucht es am Computer via USB-Port zu laden. Hier lauern ein paar Tücken, manche USB-Ports liefern nicht immer Strom. Apple ist offiziell auch sehr wählerisch mit Kabeln und Netzteilen. Setzt ihr also kein Original ein, sollte es zumindest zertifiziertes Zubehör sein. Oft lohnt es sich auch, den Anschluss zu reinigen, hier kann sich schon mal Staub sammeln. Ansonsten einen iPhone-Neustart erzwingen und noch einmal prüfen, ob jetzt das Laden klappt.

Liegt der Fehler nicht beim Netzteil oder Ladekabel, hilft nur noch die Prüfung des Anschlusses und des Akkus. Hier kann nur noch der Fachmann helfen.


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