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Rufnummermitnahme: So klappt der Umzug zum neuen Anbieter

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Neues Telefon, neue SIM-Karte? Wir verraten euch, wie es mit der Rufnummermitnahme klappt (© 2021 CURVED )

Ihr wollt euren Handyvertrag wechseln und dabei eure alte Telefonnummer übernehmen? Dann habt ihr Glück, denn die Rufnummermitnahme ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Euer alter und euer neuer Anbieter sind verpflichtet, eurem Wunsch nachzukommen. Wir verraten euch, wobei ihr bei der Rufnummerportierung achten müsst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Rufnummerportierung?

Die Rufnummerportierung oder auch Rufnummermitnahme ist das gesetzlich festgeschriebene Mitnahmerecht eurer Telefonnummer, falls ihr euren Mobilfunkvertrag beenden und zu einem anderen Anbieter wechseln möchtet. Sie ist im deutschen Telekommunikationsgesetzt (TKG) unter Paragraf 46 Abs. 4 vorgeschrieben.

Den Vorgang, eine Rufnummer vom alten Anschluss abzukoppeln und auf den Anschluss des neuen Anbieters einzutragen, nennt sich Portierung. Wenn es um Handynummern geht, werdet ihr in diesem Zusammenhang sicher der englischen Abkürzung "MNP" begegnen, was für "Mobile Number Portability" steht. Kurzgefasst: Bei einer Rufnummerportierung behaltet ihr trotz Anbieter- oder Netzwechsel die Telefonnummer mitsamt der Vorwahl.

In diesen Fällen ist eine Portierung möglich

Eines gleich vorweg: Die Bedingungen für eine Rufnummermitnahme unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter geringfügig. Informiert euch deshalb frühzeitig bei eurem Provider, damit ihr später nicht in einen Fallstrick geratet.

Grundsätzlich müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Bei eurem neuen Tarif handelt es sich nicht um einen reinen Datentarif. Eine Rufnummermitnahme ist nur von einem Vertrag mit Telefon-Flatrate zu einem anderen Tarif inklusive Telefonie und SMS möglich.
  2. Ihr müsst den Provider (z.B. O2, Telekom, Vodafone) oder das Netz (D1, D2 oder E-Netz) wechseln.

Ein Beispiel:

Wenn ihr einen Handy-Tarif bei der Telekom habt und zum Vertragsende in einen neuen, günstigeren O2-Vertrag mit Telefon- und SMS-Flatrate tauschen wollt, dann wechselt ihr sowohl das Netz als auch den Provider. Hier wäre eine Rufnummerportierung möglich. Genauso verhält es sich, wenn ihr beispielsweise von O2 zu Blau wechselt. Dann bleibt ihr zwar im E-Netz der Telefónica, wechselt aber den Anbieter.

Was vor dem Wechsel zu erledigen ist

Zunächst einmal solltet ihr euren alten Handyvertrag fristgerecht kündigen, sonst zahlt ihr am Ende doppelt, trotz erfolgreicher Rufnummermitnahme. Zwei-Jahres-Verträge sind in der Regel drei Monate vor Vertragsende schriftlich zu kündigen, sonst verlängern sie sich automatisch. Ist der alte Handy-Vertrag gekündigt, erhaltet ihr eine Bestätigung, die ihr bei der Rufnummerportierung eventuell vorlegen müsst.

Sobald ihr euren alten Handy-Tarif gekündigt habt, müsst ihr euren alten Anbieter spätestens am letzten Tag der Laufzeit schriftlich um eine Rufnummermitnahme bitten. Das gleiche macht ihr dann auch bei dem neuen Anbieter, sobald ihr den Tarif gebucht habt. Unter Umständen ist es aber auch möglich, die Handynummer bis zu drei Monate nach Vertragsende zu überschreiben. Optimal wäre es, wenn ihr ein bis zwei Wochen vor Vertragsende alles in die Wege leitet, da die Portierung ungefähr so viel Zeit in Anspruch nimmt.

Eine Rufnummermitnahme ist frühestens 123 Tage vor dem Ende eures aktuellen Vertrags möglich. Bedenkt jedoch Folgendes: Die Provider wechseln die Telefonnummern der Tarife aus. Nutzt ihr euren alten noch, bekommt ihr nach Vollzug eine neue Nummer zugewiesen. Denn die alte Nummer haben die Anbieter dann bereits auf den neuen Vertrag umgeschrieben. Tauscht die Handy-Nummern also nicht zu früh!

Was kostet die Rufnummermitnahme?

Leider können wir euch auch hier keine allgemeingültige Antwort geben, da jeder Anbieter frei bestimmt, wie viel er für die Portierung abrechnet. Bei einigen ist die Rufnummermitnahme kostenlos, bei anderen kostet sie maximal 6,82 Euro. Genau diese Summe hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) nämlich im April 2020 als Obergrenze für die Bearbeitungsgebühr festgelegt. Früher verlangten einige Provider hier Summen zwischen 20 Euro und 30 Euro. Doch mit etwas Glück übernimmt euer neuer Anbieter ohnehin die Kosten für die Rufnummerportierung.

Rufnummer mitnehmen – So geht’s

Jeder Provider handhabt die einzelnen Schritte der Rufnahmermitnahme etwas anders. In der Regel reicht ein formloses Anschreiben, das ihr per E-Mail oder Brief an die entsprechende Servicestelle leitet. Darin sollten folgende Dinge enthalten sein:

  1. Der Wunsch der Rufnummerportierung, ein Hinweis auf § 46 Abs. 4 des Telekommunikationsgesetzes und die Akzeptanz der anfallenden Kosten.
  2. Persönliche Daten: Vor – und Zuname, Geburtsdatum, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, und Ort.
  3. Angaben zum Mobilfunkvertrag: Rufnummer, SIM-Karten-Nummer, Kundennummer.

Alternativ bieten die Provider aber auch eigene Serviceseiten an, die euch durch den Prozess leiten. Hier geht es zum Beispiel zu der:

  1. Rufnummermitnahme O2
  2. Rufnummermitnahme Vodafone
  3. Rufnummermitnahme Telekom

Rufnummer portieren bei Prepaid-Anbietern

Auch, wenn ihr einem Prepaid-Tarif von beispielsweise Aldi Talk, Lidl Connect, Smartmobil oder auch Ay Yildiz nutzt, könnt ihr eure Rufnummer mitnehmen. Alles funktioniert genauso wie bei einem Zwei-Jahres-Vertrag. Ihr beantragt die Rufnummerportierung entweder kurz nach oder vor Vertragsende und wartet dann ein bis zwei Wochen, bis der Wechsel vollzogen ist.

Aber Achtung: Bei einer Prepaid-Rufnummermitnahme können ebenfalls Kosten in Höhe von maximal 6,82 Euro entstehen. Falls dem so ist, bucht der alte Anbieter das Geld von eurem Kartenguthaben ab. Sollte das aufgebraucht oder zu wenig sein, darf der Prepaid-Anbieter die Rufnummermitnahme ablehnen.

Wie findet ihr das? Stimmt ab!

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