Samsung Galaxy Watch vs. Gear S3: So unterscheiden sich die beiden Uhren

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Die Samsung Galaxy Watch (Bild) ist der Nachfolger der Gear S3
Die Samsung Galaxy Watch (Bild) ist der Nachfolger der Gear S3(© 2018 CURVED)

Mit der Galaxy Watch hat Samsung im August 2018 den Nachfolger der Smartwatch Gear S3 vorgestellt. In einigen Bereichen unterscheiden sich die beiden Uhren, in anderen kaum. Lohnt sich der Umstieg auf das neue Modell als Besitzer des Vorgängers also überhaupt? Und wenn ja, für wen? Um euch die Frage zu beantworten, haben wir die beiden Uhren miteinander verglichen.

Wer hat die längere Akkulaufzeit?

Die Akkulaufzeit ist Smartphone-Besitzern sehr wichtig. Schließlich nervt es, wenn ihr eure Uhr häufig aufladen müsst. Oder wenn ihr manche Funktionen nicht nutzen könnt, um Akku zu sparen und gut über den Tag zu kommen. Unter diesem Gesichtspunkt stellt die Galaxy Watch gegenüber der Gear S3 eine deutliche Verbesserung dar. Betrachtet haben wir die 46-Millimeter-Modelle.

Der in der Gear S3 verbaute Akku reicht im Alltag für eine durchschnittliche Laufzeit von zwei bis drei Tagen, abhängig von der Art der Nutzung. Wenn ihr die Uhr allerdings dauerhaft mit eingeschaltetem Display betreibt und obendrein häufig zum Musikhören verwendet, müsst ihr sie schon vor Ablauf des zweiten Tages aufladen. Andersrum kann die Smartwatch auch vier Tage durchhalten, wenn ihr sie sehr sparsam nutzt und beispielsweise nachts in den Flugzeugmodus versetzt.

Die Galaxy Watch verfügt dank eines größeren Akkus über eine spürbar längere Akkulaufzeit. Bis zu sieben Tagen sind laut Samsung möglich. Dies geht zwar nur, wenn ihr die Smartwatch extrem sparsam nutzt. Aber gut vier bis fünf Tage sind sogar bei intensiver Nutzung drin, wenn das Display nicht dauerhaft eingeschaltet ist. Mehr also als bei der Gear S3 im "Sparmodus".

Internet über LTE

Die Samsung Galaxy Watch hat einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil gegenüber der Gear S3: Es gibt sie als Variante mit LTE. Ihr könnt mit der Galaxy Watch also unterwegs auch ohne Smartphone bequem über das Mobilfunknetz telefonieren oder Musik streamen. Mit der Gear S3 geht das nicht ohne Umweg: Ihr müsst die Uhr per Bluetooth mit einem Smartphone verbinden.

Gerade dann, wenn ihr einfach mal eine Runde draußen laufen oder mit dem Fahrrad fahren wollt, ist eine Smartwatch mit LTE deutlich komfortabler. Außerdem ist die Galaxy Watch sogar wasserdicht. Ihr könnt sie im Gegensatz zur Gear S3 also auch beim Schwimmen tragen.

Die Samsung Gear S3 sieht ihrem Nachfolger ähnlich, hat aber kein LTE-Modul(© 2016 CURVED)

Kontaktloses Bezahlen

Kontaktloses Bezahlen per Smartwatch funktioniert aktuell (Stand: Februar 2019) weder mit der Samsung Galaxy Watch noch mit dem Vorgänger Gear S3. Zwar besitzen beide Uhren die dafür nötige Technologie. Doch NFC ("Near Field Communication") allein reicht nicht. Es braucht auch einen Bezahldienst, der die Funktion auf den Smartwatches unterstützt und hierzulande verfügbar ist.

Doch genau da liegt das Problem, denn Samsung Pay gibt es bislang in Deutschland noch nicht. Google Pay funktioniert in Deutschland schon seit Juni 2018, benötigt aber Wear OS. Samsung setzt allerdings weder bei der Galaxy Watch noch bei der Gear S3 auf Googles Betriebssystem, sondern auf das eigene Tizen OS. Andere Bezahldienste wie Garmin Pay oder Fitbit Pay stehen nur auf wenigen kompatiblen Smartwatches zur Verfügung.

Zusammenfassung:

  • Gear S3 und Galaxy Watch haben beide ein AMOLED-Display sowie eine drehbare Lünette für die Navigation
  • Die Galaxy Watch hat bis zu sieben Tage Akkulaufzeit, während es bei der Gear S3 knapp drei Tage sind. Sofern der Screen nicht permanent aktiv ist
  • In der Galaxy Watch ist ein LTE-Modul verbaut; die Smartwatch kann unabhängig vom Handy ins mobile Internet. Das bietet die Gear S3 nicht
  • Kontaktloses Bezahlen geht mit keinem der beiden Wearables. Samsung Pay ist nicht in Deutschland verfügbar (Stand: März 2019), andere Dienste wie Google Pay laufen nicht mit dem Smartwatch-Betriebssystem Tizen

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