WLAN optimieren – aber richtig: Fünf Tipps für mehr WiFi-Freude

Smartphone Router(© 2019 Getty Images)

WLAN hat fast jeder zuhause, richtig eingestellt dürfte es aber nur in Ausnahmefällen sein. Dabei lohnt es sich, sein WLAN zu optimieren, denn für Videostreams oder Online-Spiele ist ein schnelles Netzwerk Pflicht. WLAN optimieren, aber richtig: so geht's.

Bevor wir dein WLAN optimieren, solltest Du sicher gehen, dass nicht der Internet-Zugang im Hintergrund die Bremse ist. Viele Nutzer werfen DSL und WLAN in einem Topf, doch erst wenn der Router stabil und schnell mit der DSL-Gegenstelle synchronisiert, lohnt sich das WLAN optimieren. Hast Du ein Notebook oder einen Computer sowie ein Netzwerkkabel zur Hand, kannst Du das Gerät per Kabel direkt am Router anschließen. Passt dort die Geschwindigkeit, ist ausgeschlossen, dass die Internet-Verbindung Schwierigkeiten macht. Wie man das richtig beurteilt, wird bei Breitbandmessung.de genau beschrieben. Danach geht es weiter mit den Tipps für besseren WLAN-Empfang.

Tipp 1: Uralt-Router loswerden

Du wunderst Dich, warum Dein neues Smartphone im heimischen WLAN so langsam ist, im Coffeeshop und auch im Büro-WLAN ist es aber rasend schnell im Netz. Es könnte am zehn Jahre alten WLAN-Router liegen. Spaß beiseite: Du musst nicht jedes Jahr die neueste FritzBox kaufen, aber auch bei WLANs entwickelt sich die Technik weiter.

Aktuell ist der Standard 802.11ac (Wi-Fi 5), der nächste steht als 802.11ax (Wi-Fi 6) bereits in den Startlöchern. Zukünftig soll es durch die Wi-Fi-Nummerierung einfacher werden, zu bestimmen, welcher Standard aktueller und damit schneller ist. Pi mal Daumen lohnt es sich, nach fünf Jahren mal zu prüfen, ob sich nicht ein neuer Router lohnt.

Tipp 2: WLAN-Router richtig aufstellen – und WLAN optimieren

In vielen Wohnungen steht der WLAN-Router irgendwo, oftmals versteckt in der hintersten Ecke oder in einer Schublade. Das ist einerseits verständlich, weil es natürlich schönere Einrichtungsgegenstände gibt, andererseits dämpft das das Funksignal und der WLAN-Empfang wird schlechter. Die Grundregel lautet: Der WLAN-Router gehört dorthin, wo gesurft wird und er sollte sichtbar sein. WLAN optimieren geht so fürs Erste ganz einfach.

Willst Du im ganzen Haus surfen, dann stelle ihn zentral und möglichst erhöht auf, ansonsten nah an die Wohnräume. Probiere verschiedene Standorte für die WLAN-Basis aus. Zum zentralen Standort gehört auch die passende Ausrichtung der Antennen. Einfach mal den Router drehen und die Antennen nach oben ausrichten, wenn sich das WLAN-Signal horizontal ausbreiten soll. Willst Du mehrere Stockwerke versorgen, richte die Antennen horizontal aus.

Eine passende App hilft Dir, ganz einfach zu ermitteln, welcher Standort der beste ist: AVM stellt für seine FritzBox zum Beispiel die FRITZ!App WLAN für Android und iOS bereit. Damit kannst Du die Verbindungsgeschwindigkeit ganz einfach an mehreren Standorten in der Wohnung messen und siehst auf einen Blick, wie gut das WLAN-Netz ist.

Tipp 3: WLAN-Störern ausweichen 

Da die meisten Haushalte WLAN haben, kann es zu gegenseitigen Störungen kommen. Die meisten WLAN-Router messen zwar automatisch, ob Nachbar-Netze stören und legen die Kanäle dann passend fest. Doch die Messung findet natürlich am Standort des Routers statt. Ob bei Dir auf der Couch oder im Arbeitszimmer Nachbarnetze in die WLAN-Verbindung funken, weiß der Router nicht.

Es kann sich also im Einzelfall lohnen, die Automatik auszuschalten und die Kanäle selbst zu wählen. Bei der Fritzbox sind diese Einstellung unter "WLAN" und den Unterpunkt "Funkkanal" zu sehen. Dort kann man auch herausfinden, ob Nachbarn auf der gleichen Frequenz funken.

Tipp 4: 5 GHz nutzen – und WLAN optimieren 

WLANs lassen sich heute in zwei Frequenzbereichen betreiben. Doch während das 2,4 GHz Frequenzband komplett überfüllt ist, lässt sich im 5 GHz-Bereich oft noch bequem surfen. Kann Dein WLAN-Router auch im 5 GHz-Band funken, was hoffentlich so ist, aktiviere das auf jeden Fall. Fehlt diese Funktion, ist das ein sicherer Hinweis, dass Dein Router veraltet ist.

Tipp 5: WLAN Repeater als Verstärker

Der Trend bei WLANs zeigt klar, dass immer mehr Geräte im heimischen Netzwerk hängen. Gleichzeitig wollen Nutzer immer größere Bereiche versorgen, beispielsweise Terrassen oder Balkone. Hier bietet sich zum Beispiel ein WLAN Repeater als Verstärker an.

Er sollte auf halbem Weg zwischen WLAN-Router und dem Bereich, den er versorgen soll, aufgestellt werden. Eine technisch sehr moderne Alternative sind komplette Mesh-Systeme, so nennt man WLAN-Systeme, die mit mehreren Basisstationen kommen und damit auch große Häuser vernetzen.

Fazit

Wenn Du keine Uralt-Technik nutzt, kannst Du mit ein paar Tricks Dein WLAN einfach optimieren. Entscheidend ist der Standort des Routers und dass Du Störern aus dem Weg gehst. Kriegst Du tote Winkel oder weite Strecken nicht vernünftig mit WLAN versorgt, helfen Dir Repeater.


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