Woher kommt Black Friday? Die Geschichte des Schnäppchen-Tags

Black Friday Geschichte
Black Friday Geschichte (© 2019 Stocksy )

Am 26. November 2021 ist endlich wieder Black Friday! Für die meisten Shops ist es der umsatzstärkste Tag des ganzen Jahres. Für uns Kunden ist es eine große Schnäppchenjagd. Aber woher kommt Black Friday eigentlich? Und wieso heißt er so? Wir erklären es euch!

Inhaltsverzeichnis

Was passiert am Black Friday

Inzwischen kennt ihn auch in Deutschland fast jeder: den Black Friday, zu Deutsch "schwarzer Freitag". Selbst wenn man sich kaum damit beschäftigt, wird man mit Hinweisen dazu – sei es online oder in der Einkaufsmeile – nahezu überrollt. Fast jeder Händler macht beim Black Friday mit. Und demnächst ist es wieder soweit: Alle bereiten sich bereits jetzt auf den 26. November 2021 vor.

Auch der klassische stationäre Handel macht bei dem Trend mittlerweile mit. Black-Friday-Angebote gibt es am 26. November daher nicht nur im Internet, sondern auch in vielen Geschäften und Filialen großer Handelsketten. Viele Händler machen aus dem einzelnen Aktionstag gleich ein "Black Weekend", vom 26. bis 28. November, oder sogar eine ganze "Black Friday Woche", vom 22. bis 28. November. Vor allem Elektronik-Händler hängen am folgenden Montag auch noch den "Cyber Monday", 29. November, an. Das Geschäft mit den Schnäppchen lohnt sich offenbar.

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Woher kommt der Black Friday?

Wie viele andere Trends kommt auch der Black Friday aus den USA. Es handelt sich dabei traditionell um den Freitag nach Thanksgiving, dem US-amerikanischen Erntedankfest, das immer auf den vierten Donnerstag im November fällt. Viele Amerikaner nutzen den folgenden Freitag nach Thanksgiving als Brückentag, um ein langes Wochenende mit der Familie zu verbringen – oder eben, um die ersten Weihnachtseinkäufe zu erledigen.

Der Black Friday ist in den USA seit vielen Jahrzehnten zu einem inoffiziellen Shopping-Feiertag geworden und viele US-Händler verzeichnen an ihm seit Jahren die höchsten Umsätze des Jahres. Manche Geschäfte öffnen an diesem Tag sogar schon frühmorgens ihre Türen, vor denen viele Kunden die ganze Nacht gewartet haben, um die besten Schnäppchen zu ergattern.

Der Black-Friday-Trend in Deutschland: Apple als Avantgarde

Im Laufe der vergangenen Jahre ist der Black-Friday-Trend inklusive dem Cyber Monday über den Atlantik zu uns geschwappt und inzwischen auch hier längst kein Geheim-Tipp mehr. Den Anfang machte dabei wie so oft Apple: Der iPhone-Hersteller übernahm bereits 2006 erstmals seine Black-Friday-Angebote aus den USA auch für seinen Online-Shop und die Apple Stores in Deutschland. Den Begriff Black Friday verwendete Apple damals jedoch noch nicht.

Seitdem sind immer mehr Online-Händler hierzulande mit eigenen Black-Friday-Angeboten auf den Trend aufgesprungen. Spätestens seit auch Amazon zu dem Shopping-Event Unmengen an Rabatten gewährt, hat sich die Black-Friday-Tradition in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern durchgesetzt.

Tatsächlich gibt es seit 2020 die "Black Friday Woche" bei Amazon Deutschland. In den Vorjahren kam die Aktionswoche als "Cyber Monday Week" erste eine Woche später. 2019 ergab jedoch eine Umfrage, dass bereits 94 Prozent der Befragten den Black Friday kennen – so lohnte sich die Umsetzung also auch bei uns. Und die Zahlen sind fast schon beängstigend: Im vergangenen Jahr meldete Amazon für das Black Weekend 60 Prozent Umsatzanstieg, 4,8 Milliarden Dollar, auf dem Amazon Marketplace, wie das Manager Magazin berichtet. Laut eTailment plante jeder Käufer über 200 Euro auszugeben.

Und warum heißt es "Black" Friday?

Geschichts-Nerds kennen den Begriff "Schwarzer Freitag" eigentlich als Bezeichnung für den Tag des New Yorker Börsencrashs am 25. Oktober 1929, der damals eine große Weltwirtschaftskrise auslöste. Allerdings fiel der Crash in den USA auf den Donnerstag und ist dort als "Black Thursday" bekannt. In Deutschland und dem Rest Europas machte sich das Beben an der Börse erst am folgenden Freitag bemerkbar. Mit einer Finanzkrise hat unser heutiger "Black Friday" aber nichts mehr zu tun.

Tatsächlich ranken sich in den USA einige Mythen um den Ursprung des Namens. Einer davon ist, dass die vielen Menschen, die sich an diesem Tag dicht an dicht auf den Einkaufsstraßen und den Shopping Malls drängen, wie eine große schwarze Masse wirken. Eine andere Theorie besagt, dass viele Händler erst durch das enorme Geschäft am Black Friday aus den roten in die schwarze Zahlen kommen und tatsächlich Gewinn machen.

Tatsächlich wurde die erste Verwendung des Namens Black Friday in den USA im Jahr 1966 aufgezeichnet. Damals verwendete die Polizei von Philadelphia den Ausdruck für den Freitag nach Thanksgiving, weil die Masseneinkäufe Staus auf den Straßen und Chaos in der Innenstadt mit sich brachten. Für die gestressten Polizisten machte das diesen Tag zu einem wahrhaften "schwarzen Freitag" – im Sinne eines Unglückstags also.

Zum Glück ist der Black Friday für uns heute ein Tag, auf den wir uns freuen – weil er einfach die perfekte Gelegenheit bietet, tolle Schnäppchen zu ergattern. In diesem Sinne: Happy Shopping!

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