Woher kommt Black Friday? Die Geschichte des Schnäppchen-Tags

Die Wurzeln des Black Friday liegen in den USA.
Die Wurzeln des Black Friday liegen in den USA.(© 2019 Stocksy)

An diesem Freitag ist wieder Black Friday! Viele Online-Shops und immer mehr Ladengeschäfte locken wieder mit attraktiven Angeboten zum Schnäppchen-Preis. Aber woher kommt Black Friday eigentlich? Und wieso heißt der Schnäppchen-Tag so? Wir erklären es euch!

Inzwischen ist der Black Friday, zu Deutsch "schwarzer Freitag", auch bei uns in Deutschland vielen Leuten ein Begriff. Diese Woche ist es wieder soweit: Bei vielen Online-Händlern wie etwa Amazon gibt es wieder satte Rabatte.

Auch der klassische stationäre Handel macht bei dem Trend mit. Black-Friday-Angebote gibt es am 29. September daher nicht nur im Internet, sondern auch in vielen Geschäften und Filialen großer Handelsketten. Viele Händler machen aus dem einzelnen Aktionstag gleich ein "Black Weekend" oder sogar eine ganze "Black Friday Woche". Vor allem Elektronik-Händler hängen am folgenden Montag auch noch den "Cyber Monday" an.

Woher kommt der Black Friday?

Wie viele andere Trends kommt auch der Black Friday aus den USA. Es handelt sich dabei traditionell um den Freitag nach Thanksgiving, dem US-amerikanischen Erntedankfest, das immer auf den vierten Donnerstag im November fällt. Viele Amerikaner nutzen den folgenden Freitag nach Thanksgiving als Brückentag, um ein langes Wochenende mit der Familie zu verbringen – oder eben die ersten Weihnachtseinkäufe zu erledigen.

Der Black Friday ist in den USA seit vielen Jahrzehnten zu einem inoffiziellen Shopping-Feiertag geworden und viele US-Händler verzeichnen an ihm seit Jahren die höchsten Umsätze des Jahres. Manche Geschäfte öffnen an diesem Tag sogar schon frühmorgens ihre Türen, vor denen viele Kunden die ganze Nacht gewartet haben, um die besten Schnäppchen zu ergattern.

Der Black-Friday-Trend in Deutschland: Apple als Avantgarde

Im Laufe der vergangenen Jahre ist der Black-Friday-Trend inklusive dem Cyber Monday über den Atlantik zu uns geschwappt und inzwischen auch bei uns längst kein Geheim-Tipp mehr. Den Anfang machte dabei wie so oft Apple. Der iPhone-Hersteller übernahm 2006 erstmals seine Black-Friday-Angebote aus den USA auch für seinen Online-Shop und die Apple Stores in Deutschland. Den Begriff Black Friday verwendete Apple damals jedoch noch nicht. Heute tritt Apple am Black Friday 2019 nur am Rande in Erscheinung.

Seitdem sind immer mehr Online-Händler hierzulande mit eigenen Black-Friday-Angeboten auf den Trend aufgesprungen. Spätestens seit auch Amazon zu dem Shopping-Event Unmengen an Rabatten gewährt, hat sich die Black-Friday-Tradition in Deutschland und auch vielen anderen europäischen Ländern durchgesetzt.

Tatsächlich gibt es die "Black Friday Woche" bei Amazon Deutschland in diesem Jahr zum ersten Mal. In den Vorjahren kam die Aktionswoche bei Amazon nämlich als "Cyber Monday Week" erste eine Woche später. Im vergangenen Jahr ergab eine Umfrage, dass bereits 94 Prozent der Befragten den Black Friday zu kennen. In diesem Jahr erwartet der Handelsverband Deutschland an dem Aktionstag im deutschen Einzelhandel einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro.

Und warum heißt es "Black" Friday?

Geschichts-Nerds kannten den Begriff "Schwarzer Freitag" als Bezeichnung für den Tag des New Yorker Börsencrashs vom 25. Oktober 1929, der damals eine große Weltwirtschaftskrise auslöste. Allerdings fiel der Crash in den USA auf den Donnerstag und ist dort als "Black Thursday" bekannt. Aber in Deutschland und dem Rest Europas machte sich das Beben an der Börse erst am folgenden Freitag bemerkbar. Mit einer Finanzkrise hat unser heutiger "Black Friday" nichts zu tun.

Tatsächlich ranken sich in den USA einige Mythen um den Ursprung des Namens. Einer davon ist, dass die vielen Menschen, die sich an diesem Tag dicht an dicht auf den Einkaufsstraßen und den Shopping Malls drängen, wie eine große schwarze Masse wirken. Eine andere Theorie besagt, dass viele Händler erst durch das enorme Geschäft am Black Friday aus den roten in die schwarze Zahlen kommen und tatsächlich Gewinn machen.

Tatsächlich wurde die erste Verwendung des Namens Black Friday in den USA im Jahr 1966 aufgezeichnet. Damals verwendete die Polizei von Philadelphia den Ausdruck für den Freitag nach Thanksgiving, weil die Masseneinkäufe Staus auf den Straßen und Chaos in der Innenstadt mit sich brachten. Für die gestressten Polizisten machte das diesen Tag zu einem wahrhaften "schwarzen Freitag" – im Sinne eines Unglückstags also.

Zum Glück ist der Black Friday für uns heute ein Tag, auf den wir uns freuen – weil er einfach die perfekte Gelegenheit bietet, tolle Schnäppchen zu ergattern. In diesem Sinne: Happy Shopping!


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